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ANSBACH-KATTERBACH AAF (US ARMY AIR FIELD)

Katterbach Army Air Field

Katterbach Army Air Fieldist ein traditionsreicher Militärflugplatz der US Army bei Ansbach in Bayern. Der heutige Katterbach Army Airfield entstand ursprünglich in den 1930er Jahren als deutscher Luftwaffen-Fliegerhorst und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den amerikanischen Streitkräften übernommen.

Aus dem früheren Bomber- und Einsatzflugplatz entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein wichtiger Standort der amerikanischen Heeresfliegerei in Deutschland. Besonders prägend ist heute die 12th Combat Aviation Brigade, deren Hauptquartier sich auf Katterbach befindet.

Der Flugplatz steht damit für eine lange militärische Entwicklung: von der Luftwaffenzeit über die amerikanische Nachkriegsnutzung bis zur modernen Hubschrauberbasis der US Army. Für die Geschichte der militärischen Luftfahrt in Bayern ist Ansbach-Katterbach deshalb ein bedeutender Standort mit klarer internationaler Prägung.

91522 Ansbach

IATA: –
ICAO: ETEB

RUNWAY:
08/26 (370x20m) Asphalt

SIEHE AUCH

Illesheim Army Air Field


GESCHICHTE

Aufbau des Fliegerhorstes Ansbach-Katterbach (1935–1937)
  • 1935 begann östlich von Ansbach der Bau eines neuen Fliegerhorstes der deutschen Luftwaffe. Das Gelände lag bei Katterbach und Neunkirchen und wurde in die militärische Infrastruktur des damaligen Standortes Ansbach eingebunden. Die Anlage entstand in einer Zeit, in der die Luftwaffe in Deutschland stark ausgebaut wurde und neue Flugplätze für Kampf-, Aufklärungs- und später auch Jagdverbände geschaffen wurden.
  • 1936 war der Bau bereits so weit fortgeschritten, dass erste militärische Strukturen genutzt werden konnten. In dieser frühen Phase wurde der Platz häufig noch mit Ansbach-Neunkirchen beziehungsweise Ansbach-Katterbach in Verbindung gebracht. Zur Anlage gehörten Flugfeld, Unterkunftsbereiche, technische Einrichtungen und ein Anschluss an die regionale Infrastruktur.
  • 1937 entwickelte sich der Fliegerhorst zu einem regulär genutzten Luftwaffenstandort. Zu den frühen Verbänden gehörten der Stab und Teile des Kampfgeschwaders 155. Das Kampfgeschwader 155 war mit Bombern wie der Dornier Do 23 und später der Dornier Do 17 verbunden. Damit begann die eigentliche fliegerische Nutzung des Platzes als aktiver Militärflugplatz.
Frühe Luftwaffenzeit und Aufbau als Bomberstandort (1937–1939)
  • April 1937 lagen der Stab und die II. Gruppe des Kampfgeschwaders 155 in Ansbach-Katterbach. Die Einheit gehörte zu den frühen Kampfverbänden der Luftwaffe und nutzte den Platz als Einsatz- und Ausbildungsstandort. In dieser Zeit stand der Fliegerhorst noch ganz im Zeichen des Aufbaus und der militärischen Festigung.
  • 1938 änderten sich die Verbandsstrukturen der Luftwaffe mehrfach. Aus dem Umfeld der frühen Kampfgeschwader entstanden neue Bezeichnungen und Zuordnungen. In Ansbach-Katterbach waren in dieser Phase der Stab und die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 355 stationiert. Dieser Verband war mit Heinkel He 111 ausgerüstet und wurde später in das Kampfgeschwader 53 „Legion Condor“ überführt.
  • Juli 1938 wurde Ansbach-Katterbach stärker in den Betrieb der mittleren Bomberverbände eingebunden. Die Heinkel He 111 wurde zu einem prägenden Flugzeugmuster dieser Zeit. Der Platz war damit nicht nur ein lokaler Fliegerhorst, sondern Teil des weit verzweigten Systems von Luftwaffenflugplätzen in Süddeutschland.
  • Mai 1939 wurde das Kampfgeschwader 355 in Kampfgeschwader 53 „Legion Condor“ umbenannt. Der Stab und die I. Gruppe des KG 53 standen in enger Verbindung mit Ansbach-Katterbach. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges erhielt der Fliegerhorst dadurch eine deutlich operative Bedeutung.
Kriegsbeginn und Einsatz von Kampf- und Aufklärungseinheiten (1939–1940)
  • August 1939 wurde mit der 1. Staffel der Fernaufklärungsgruppe 123 eine Aufklärungseinheit in Ansbach-Katterbach eingesetzt. Diese Staffel war mit Dornier Do 17P ausgerüstet und diente der Fernaufklärung. Damit war der Platz nicht nur Bomberstandort, sondern zeitweise auch Ausgangspunkt für Aufklärungsaufgaben.
  • September 1939 begann mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Einheiten, die zuvor in Ansbach-Katterbach gelegen hatten oder von dort aus verlegt wurden, waren Teil der militärischen Mobilisierung. Der Fliegerhorst gehörte nun zum Netz jener Plätze, die für Verlegungen, Bereitstellung und operative Luftwaffenführung genutzt wurden.
  • Februar 1940 wurde der Stab und die II. Gruppe des Kampfgeschwaders 2 nach Ansbach-Katterbach verlegt. Das KG 2 flog in dieser Zeit Dornier Do 17Z. Der Platz blieb damit ein Standort für mittlere Bomberverbände.
  • Mai 1940 endete die Phase der direkten KG-2-Nutzung in Ansbach-Katterbach. Die schnellen Frontveränderungen im Westen führten dazu, dass viele Luftwaffenverbände weiter nach Westen verlegt wurden. Ansbach-Katterbach blieb jedoch weiterhin als Heimat-, Reserve- und Verlegestandort wichtig.
Wechselnde Kampfverbände während des Krieges (1941–1942)
  • Juni 1941 nutzte die III. Gruppe des Kampfgeschwaders 40 den Fliegerhorst Ansbach-Katterbach. Der Verband war in dieser Phase mit Heinkel He 111 verbunden. Die Stationierung dauerte nur kurze Zeit, zeigt aber die fortlaufende Nutzung des Platzes für wechselnde Einsatzverbände.
  • September 1941 folgte die II. Gruppe des Kampfgeschwaders 77. Diese Einheit war mit Junkers Ju 88A ausgerüstet. Die Ju 88 war eines der wichtigsten Mehrzweckkampfflugzeuge der Luftwaffe und wurde als Bomber, Aufklärer und später auch in anderen Rollen eingesetzt.
  • Januar 1942 lag die III. Gruppe des Kampfgeschwaders 53 in Ansbach-Katterbach. Das KG 53 war mit Heinkel He 111H-6 ausgerüstet. Damit kehrte ein Verband nach Ansbach zurück, dessen Vorgängerstrukturen bereits vor Kriegsbeginn eng mit dem Platz verbunden waren.
  • Mai 1942 wurde mit der 15. kroatischen Staffel des KG 53 eine besondere Einheit erwähnt, die mit Dornier Do 17Z-3 in Verbindung stand. Diese Staffel zeigt, dass Ansbach-Katterbach nicht nur von deutschen Kerneinheiten genutzt wurde, sondern auch im Zusammenhang mit verbündeten oder eingegliederten Luftwaffenkräften stand.
  • Juli 1942 endete die längere Nutzung durch Teile des KG 53. Der Platz blieb jedoch weiterhin im Luftwaffenbetrieb und wurde für neue Verbände vorbereitet.
Vom Bomberplatz zum Jagd- und Zerstörerstandort (1943–1944)
  • März 1943 wurde die I. Gruppe des Kampfgeschwaders 76 in Ansbach-Katterbach stationiert. Sie war mit Junkers Ju 88A-4 ausgerüstet. Diese Phase steht noch einmal für die Nutzung des Platzes durch klassische Kampfverbände.
  • Mai 1943 endete die Stationierung des KG 76. Danach verlagerte sich die Rolle des Flugplatzes zunehmend. Mit der wachsenden alliierten Luftüberlegenheit wurden in Deutschland immer mehr Flugplätze für Jagd-, Nachtjagd- oder Zerstörerverbände wichtig.
  • August 1943 kamen der Stab und die I. Gruppe des Zerstörergeschwaders 76 nach Ansbach-Katterbach. Die Einheit flog Messerschmitt Bf 110G-2. Die Bf 110 wurde in dieser Phase vor allem als schwerer Jäger, Zerstörer und in der Reichsverteidigung genutzt.
  • April 1944 endete die Stationierung des ZG 76. Die Luftkriegslage über Deutschland hatte sich inzwischen stark verändert. Der Fliegerhorst lag nun nicht mehr nur in einem rückwärtigen Raum, sondern wurde zunehmend Teil der Verteidigungsstruktur gegen alliierte Luftangriffe.
  • Mai 1944 wurde die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 3 in Ansbach-Katterbach eingesetzt. Sie flog Messerschmitt Bf 109G-6. Damit begann eine Phase, in der der Platz stärker mit Jagdfliegereinheiten verbunden war.
  • Juni 1944 folgte der Stab des Jagdgeschwaders 4. Auch hier standen Messerschmitt Bf 109G-6 im Vordergrund. Die kurze Stationierung zeigt die hohe Beweglichkeit und den raschen Wechsel der Jagdverbände in der Endphase des Krieges.
  • Juli 1944 lag die IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 3 in Ansbach-Katterbach. Diese Einheit flog Focke-Wulf Fw 190A-8. Der Platz wurde damit nochmals von einem wichtigen Jagdverband der Reichsverteidigung genutzt.
  • August 1944 wurde Ansbach-Katterbach zeitweise mit dem Kampfgeschwader 200 in Verbindung gebracht. Das KG 200 war ein besonderer Verband der Luftwaffe, der für spezielle Aufgaben und Sonderoperationen bekannt war. Die Nutzung des Platzes war nur kurz und gehört in die unübersichtliche Schlussphase der Luftwaffe.
Zerstörung, Besetzung und USAAF-Nutzung als Advanced Landing Ground R-45 (1945)
  • Anfang 1945 geriet Ansbach-Katterbach zunehmend in den Bereich alliierter Luftangriffe und der vorrückenden Bodentruppen. Die militärische Bedeutung deutscher Flugplätze führte dazu, dass Startbahnen, Gebäude und technische Anlagen gezielt angegriffen oder später beim Rückzug unbrauchbar gemacht wurden.
  • April 1945 wurde der Flugplatz von deutschen Truppen beim Rückzug beschädigt. Teile der Startbahn, Hangars und technische Einrichtungen wurden gesprengt oder unbrauchbar gemacht. Damit sollte verhindert werden, dass die alliierten Streitkräfte den Platz unmittelbar weiterverwenden konnten.
  • Ende April 1945 besetzte die US Army den Flugplatz. Nach kurzer Instandsetzung wurde Ansbach-Katterbach von der United States Army Air Forces als Advanced Landing Ground R-45 genutzt. Diese Nutzung war nur von kurzer Dauer, aber sie markierte den Übergang von der deutschen Luftwaffenzeit zur amerikanischen Militärpräsenz.
  • Mai 1945 lagen auf dem Platz unter anderem P-47 Thunderbolt der 354th Fighter Group. Die USAAF nutzte Ansbach-Katterbach in dieser Phase vor allem als vorgeschobenes Einsatzflugfeld im letzten Kriegsabschnitt und unmittelbar nach Kriegsende.
Nachkriegszeit und amerikanische Übernahme (1945–1950er Jahre)
  • 1945 begann nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die amerikanische Nutzung des ehemaligen Fliegerhorstes. Die Anlage wurde nicht mehr als deutscher Luftwaffenstandort geführt, sondern in die Besatzungs- und später Verteidigungsstruktur der US-Streitkräfte eingebunden.
  • 1947 wurde die US-Heeresgarnison Ansbach aufgebaut. Ansbach entwickelte sich zu einem wichtigen amerikanischen Standort in Franken. Der frühere Fliegerhorst Katterbach blieb dabei ein fester Bestandteil der militärischen Infrastruktur.
  • Ende der 1940er Jahre diente das Gelände zunächst nicht in erster Linie als großer aktiver Flugplatz, sondern als amerikanischer Kasernen-, Lager- und Unterstützungsbereich. Die vorhandenen Bauten, Flächen und Verkehrsverbindungen machten Katterbach für die US Army wertvoll.
  • 1950er Jahre wuchs die amerikanische Präsenz im Raum Ansbach. Im Zuge des Kalten Krieges wurden zahlreiche Standorte in Bayern und Franken für die Verteidigung Westeuropas ausgebaut. Ansbach und Katterbach wurden Teil dieses Systems.
Ausbau der US-Army-Präsenz im Kalten Krieg (1950er–1960er Jahre)
  • 1950er Jahre standen in Ansbach und Katterbach zunächst gepanzerte und unterstützende Einheiten im Vordergrund. Die Region wurde durch die US Army als Garnisonsraum genutzt, während der ehemalige Luftwaffenflugplatz schrittweise neue Aufgaben erhielt.
  • 1958 waren im Raum Ansbach zeitweise Artillerie- und Unterstützungseinheiten der US Army präsent. Katterbach wurde in dieser Phase noch nicht ausschließlich als Heeresfliegerplatz wahrgenommen, sondern war Teil eines größeren Kasernen- und Depotbereichs.
  • 1960er Jahre änderte sich die Nutzung Stück für Stück. Teile der Katterbach-Anlagen wurden nach und nach stärker durch Army Aviation genutzt. Gleichzeitig blieben in der benachbarten Bismarck Kaserne und anderen Ansbacher Kasernen weiterhin gepanzerte und mechanisierte US-Einheiten stationiert.
  • 1966 endete die Nutzung bestimmter Lager- und Depotfunktionen in Katterbach. Danach konnten Army-Aviation-Einheiten zunehmend auf vorhandene Gebäude und Flächen zugreifen. Damit begann der langfristige Wandel vom ehemaligen Fliegerhorst zum Hubschrauberstandort der US Army.
  • 1968 wurden weitere Bereiche frei und die amerikanische Nutzung veränderte sich erneut. Katterbach wurde immer stärker mit Heeresfliegerbetrieb verbunden, auch wenn im Umfeld weiterhin andere Truppenteile der US Army ansässig blieben.
Ansbach als Standort der 1st Armored Division und Army Aviation (1970er–1980er Jahre)
  • 1971 kehrte die 1st Armored Division nach Deutschland zurück und wurde im Raum Ansbach ein zentraler Verband der US Army Europe. Ansbach wurde damit zu einem wichtigen Standort der amerikanischen Panzertruppen im Kalten Krieg.
  • 1970er Jahre prägten Einheiten der 1st Armored Division das militärische Bild in Ansbach. In Bismarck Kaserne bei Katterbach lag unter anderem das 1st Battalion, 37th Armor. Der Verband gehörte zur schweren gepanzerten Struktur der US Army Europe und war Teil der Abschreckung gegenüber dem Warschauer Pakt.
  • 1970er Jahre nahm zugleich die Bedeutung der Heeresflieger in Katterbach zu. Hubschrauber wurden für Verbindung, Transport, Aufklärung, Verwundetentransport und Gefechtsunterstützung immer wichtiger. Der frühere Luftwaffenflugplatz passte dafür gut, weil bereits ein fliegerisches Grundgerüst vorhanden war.
  • 1980 wurden Teile des 501st Aviation Battalion mit Katterbach verbunden. Das 501st Aviation Battalion gehörte zur Heeresfliegerstruktur der 1st Armored Division. In dieser Zeit wurde Katterbach immer deutlicher als Standort von Army Aviation wahrgenommen.
  • 1980er Jahre waren in Katterbach und im Raum Ansbach verschiedene Elemente der 1st Armored Division und ihrer Heeresflieger präsent. Dazu gehörten Aviation-Kompanien, Wartungs- und Unterstützungselemente sowie Einheiten, die den Flugbetrieb mit Hubschraubern sicherstellten.
  • 16. April 1986 wurde die Aviation Brigade der 1st Armored Division in Deutschland aktiviert. Diese organisatorische Entwicklung stärkte die Rolle der Heeresflieger innerhalb der Division. Katterbach profitierte davon als Standort mit vorhandenen Flugflächen, Kasernen und technischer Infrastruktur.
  • 1988 endete die lange Stationierung des 1st Battalion, 37th Armor in Bismarck Kaserne. Damit verlor Katterbach einen markanten gepanzerten Verband, während die Heeresfliegerrolle weiter an Bedeutung gewann.
Umbruch nach dem Kalten Krieg und neue Struktur der US-Army in Ansbach (1990er Jahre)
  • 1990 veränderte das Ende des Kalten Krieges die amerikanische Stationierung in Deutschland grundlegend. Viele frühere Front- und Garnisonsstandorte wurden verkleinert, aufgegeben oder neu geordnet. Ansbach-Katterbach blieb jedoch im amerikanischen Standortnetz erhalten.
  • 1991 wirkten sich der Golfkrieg und die anschließende Neuordnung der US Army auch auf die in Deutschland stationierten Verbände aus. Die 1st Armored Division war in dieser Zeit weiterhin ein wichtiger Großverband, doch die Struktur der US-Präsenz in Deutschland begann sich zu verändern.
  • 1992 verlegte die 1st Armored Division ihren Schwerpunkt aus Ansbach heraus. Der Divisionsstab ging nach Bad Kreuznach, später weiter nach Wiesbaden und schließlich in die Vereinigten Staaten. Für Ansbach bedeutete dies einen tiefen Einschnitt, aber nicht das Ende der militärischen Bedeutung.
  • 1990er Jahre wurde Katterbach zunehmend als spezialisierter Hubschrauberstandort weitergeführt. Während viele schwere Panzerverbände aus Deutschland abgezogen oder umstrukturiert wurden, blieben fliegende Einheiten und Unterstützungskräfte für die US Army Europe von hoher Bedeutung.
Katterbach als moderner Hubschrauberstandort der US Army (2000er Jahre)
  • 2000er Jahre wurde der frühere Fliegerhorst endgültig als Katterbach Army Airfield beziehungsweise Ansbach Army Heli Pad wahrgenommen. Der Platz war nun klar auf Hubschrauberoperationen der US Army ausgerichtet. Die alte Funktion als Flugplatz für Starrflügler spielte keine Rolle mehr.
  • 2001 verlagerte sich die Struktur der 1st Armored Division weiter nach Wiesbaden. Ansbach blieb dennoch ein wichtiger US-Standort, weil Katterbach und Illesheim für Heeresfliegeroperationen in Europa große Bedeutung hatten.
  • 2006/2007 gewann die 12th Combat Aviation Brigade als dauerhaft in Deutschland stationierter Heeresfliegerverband an Gewicht. Katterbach wurde zu einem zentralen Standort dieser Brigade. Die 12th CAB entwickelte sich zum wichtigsten amerikanischen Army-Aviation-Verband in Europa.
  • 2000er Jahre wurden in Katterbach vor allem Kampf-, Transport- und Unterstützungshubschrauber betrieben. Der Platz war auf die Anforderungen von AH-64 Apache, UH-60 Black Hawk und CH-47 Chinook ausgerichtet. Dazu kamen Stabs-, Wartungs-, Logistik- und Unterstützungsbereiche.
Konsolidierung unter der 12th Combat Aviation Brigade (2010–2016)
  • 2010 blieb Katterbach ein Kernstandort der US Army Aviation in Deutschland. Während viele amerikanische Standorte in Europa reduziert wurden, behielt Ansbach wegen seiner Hubschrauberinfrastruktur eine besondere Rolle.
  • 2011 wurde die Verlegung der 1st Armored Division in die Vereinigten Staaten abgeschlossen. Damit endete ein bedeutendes Kapitel der Ansbacher US-Army-Geschichte. Katterbach blieb jedoch nicht zurück, sondern wurde stärker mit der 12th Combat Aviation Brigade und der europäischen Heeresfliegerrolle verbunden.
  • 2010er Jahre war Katterbach Hauptquartierstandort der 12th Combat Aviation Brigade. Die Brigade war für Heeresfliegeroperationen in Europa zuständig und unterstützte Übungen, Verlegungen und Einsatzbereitschaft der US Army Europe.
  • 2016 nahm die Bedeutung rotierender US-Heeresfliegereinheiten in Europa zu. Zusätzlich zu dauerhaft stationierten Teilen der 12th CAB kamen zeitweise Verbände aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland. Diese Rotationen stärkten Katterbach und Illesheim als zentrale Luftfahrtstandorte der US Army in Bayern.
  • 2016 wurde unter anderem die 1st Armored Division Combat Aviation Brigade aus Fort Bliss im Rahmen einer Rotation nach Europa verlegt. Teile dieser rotierenden Kräfte arbeiteten mit der 12th CAB zusammen und nutzten den Raum Ansbach/Illesheim als wichtigen Ausgangspunkt.
Katterbach, Illesheim und die Rolle bei Atlantic Resolve (2016–2022)
  • 2016 wurde die europäische Sicherheitslage für die US Army wieder stärker auf Abschreckung, Bündnisverteidigung und schnelle Verlegung ausgerichtet. Die Operation Atlantic Resolve führte dazu, dass rotierende Combat Aviation Brigades aus den USA regelmäßig nach Europa kamen.
  • 2017 galt Ansbach mit Katterbach und Illesheim als einer der wichtigsten Rotary-Wing-Standorte der US Army in Deutschland. Die 12th CAB blieb dauerhaft in Europa, während zusätzliche Brigaden zeitweise verlegt wurden. Katterbach diente dabei als fester Ankerpunkt, der Erfahrung, Infrastruktur und Führung bereitstellte.
  • 2017 waren dauerhaft in Katterbach unter anderem Teile der 12th CAB präsent. Dazu gehörten Elemente des 1st Battalion, 3rd Aviation Regiment sowie Unterstützungsanteile. Das 1st Battalion, 214th Aviation Regiment hatte seinen Schwerpunkt in Wiesbaden, aber einzelne Kompanien und Fähigkeiten waren mit Katterbach verbunden.
  • 2018 fanden in Katterbach weiterhin regelmäßige Flug- und Bodenoperationen statt. Die dort eingesetzten Soldaten trainierten Start, Landung, Schweben, Abfertigung, Wartung und den taktischen Betrieb von Hubschraubern. Der Platz blieb damit nicht nur Stationierungsort, sondern aktiver Ausbildungs- und Einsatzstandort.
  • 2020 blieb Katterbach auch unter veränderten Rahmenbedingungen ein wichtiger Standort der US Army in Bayern. Die 12th CAB war weiterhin der prägende Verband, während rotationsweise weitere US-Heeresfliegerkräfte in Europa eingesetzt wurden.
  • 2022 verstärkte sich durch den russischen Angriff auf die Ukraine die Bedeutung amerikanischer Kräfte in Europa. Für die US Army rückten schnelle Verlegung, NATO-Übungen, Luftbeweglichkeit und einsatzbereite Heeresfliegerkräfte noch stärker in den Mittelpunkt.
Neuere Struktur mit 12th CAB, Luftverteidigung und Garrison-Aufgaben (2023–2026)
  • 2023 wurde die US-Army-Präsenz in Ansbach durch zusätzliche Einheiten weiter aufgewertet. Neben der 12th Combat Aviation Brigade spielten nun auch Luftverteidigungs- und Pioniereinheiten eine stärkere Rolle innerhalb der gesamten Garnison Ansbach.
  • 2023 kamen im Umfeld der USAG Ansbach unter anderem die 7th Engineer Brigade sowie das 1st Battalion, 57th Air Defense Artillery Regiment hinzu beziehungsweise wurden im Standortgefüge stärker sichtbar. Damit wurde Ansbach nicht nur als Aviation-Standort, sondern auch als breiter aufgestellte Power-Projection-Plattform der US Army geführt.
  • 2024 blieb Katterbach Army Airfield das Hauptquartier der 12th Combat Aviation Brigade. Die Brigade stellte einsatzbereite Heeresfliegerkräfte für Europa und Afrika bereit und arbeitete eng mit NATO-Partnern sowie anderen US-Verbänden zusammen.
  • 2025 war die 12th Combat Aviation Brigade weiterhin der wichtigste Nutzer des Katterbach Army Airfield. Zu den im Zusammenhang mit Ansbach genannten Einheiten gehörten das 1st Battalion, 214th Aviation Regiment als General Support Aviation Battalion und das 2nd Battalion, 159th Aviation Regiment als Attack Battalion. Hinzu kamen Luftverteidigungseinheiten wie das 5th Battalion, 4th Air Defense Artillery Regiment und das 1st Battalion, 57th Air Defense Artillery Regiment im Gesamtbereich der USAG Ansbach.
  • 2026 besteht die US Army Garrison Ansbach aus mehreren Standorten und Kasernen im Raum Ansbach und Illesheim. Katterbach Army Airfield ist dabei einer der wichtigsten fliegerischen Kernpunkte. Der Standort dient der 12th Combat Aviation Brigade als Hauptquartier und Einsatzbasis. Der Platz ist heute auf Hubschrauberbetrieb ausgerichtet und steht für die moderne Rolle der US Army Aviation in Europa.

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US ARMY

12. Combat Aviation Brigade

Die 12. Combat Aviation Brigade (12. CAB) bereitet sich zur Unterstützung der US-Armee, der United States Army Europe und anderer ausgewiesener gemeinsamer Task Force-Hauptquartiere auf Kampfflugzeuge mit vollem Spektrum vor. Auf Bestellung wird das 12. CAB in ausgewiesenen Einsatzgebieten eingesetzt und führt Luftkampfeinsätze als Teil eines ausgewiesenen Hauptquartiers der Streitkräfte durch.

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