Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 17. Juni 2026 von Charles David Fennell

HOHN (GERMAN AIR FORCE)

Der NATO-Flugplatz Hohn liegt westlich von Rendsburg in Schleswig-Holstein und gehört zu den traditionsreichen Militärflugplätzen der deutschen Luftwaffe. Über Jahrzehnte war der Standort eng mit dem Lufttransportgeschwader 63 und der Transall C-160 verbunden. Kaum ein anderes Flugzeug prägte das Bild des Platzes so stark wie dieser robuste Transporter, der von Hohn aus für nationale und internationale Aufgaben eingesetzt wurde.

Nach der Außerdienststellung des LTG 63 und dem Ende der Transall-Ära blieb Hohn weiterhin Teil der militärischen Luftfahrtstruktur. Heute dient der Flugplatz als Ausweich- und Unterstützungsstandort für das Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel. Zusätzlich ist der Standort durch die dort ansässige Gesellschaft für Flugzieldarstellung weiterhin regelmäßig fliegerisch aktiv.

Damit steht Hohn für den Wandel eines klassischen Transportflugplatzes zu einem modernen Unterstützungsplatz innerhalb der Bundeswehr- und NATO-Struktur. Die lange Geschichte, die vorhandene Infrastruktur und die strategische Lage in Norddeutschland machen den Flugplatz bis heute zu einem wichtigen militärischen Standort.

NATO-Flugplatz Hohn

Flugplatz
D-24806 Hohn

IATA: –
ICAO: ETNH

RUNWAY:
08/26 (2440×30m) Beton


GESCHICHTE

Aufbau als Luftwaffen-Flugplatz im Zweiten Weltkrieg (1938–1945)
  • 1938 begann der Bau des Flugplatzes Hohn in Schleswig-Holstein. Der Standort lag westlich von Rendsburg und wurde als militärischer Flugplatz der damaligen Luftwaffe angelegt. Am Bau waren unter anderem der Reichsarbeitsdienst und Luftwaffen-Baueinheiten beteiligt. Hohn entstand in einer Zeit, in der viele militärische Flugplätze in Deutschland ausgebaut oder neu geschaffen wurden, um die Luftwaffe flächendeckend einsatzfähig zu machen.
  • 1940 war die erste Bauphase abgeschlossen. Der Flugplatz verfügte über eine in Ost-West-Richtung verlaufende Hauptstartbahn. Diese Grundstruktur prägt den Standort bis heute, denn die spätere Start- und Landebahn 08/26 folgt weiterhin dieser Ausrichtung. Der Flugplatz wurde militärisch nutzbar, erreichte aber während des Krieges nicht den ursprünglich geplanten Endausbau.
  • 1941–1945 wurde der weitere Ausbau fortgesetzt. Für die Arbeiten wurden auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter eingesetzt. Geplant waren neben der Hauptbahn weitere Startbahnen und zusätzliche Infrastruktur. Bis Kriegsende wurde dieses Ausbauprogramm jedoch nicht vollständig fertiggestellt. Die militärische Bedeutung des Platzes blieb deshalb begrenzt und Hohn wurde nicht zu einem der großen operativen Frontflugplätze der Luftwaffe.
  • 1945 endete mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches auch die Nutzung durch die Luftwaffe. Der Flugplatz fiel in den Verantwortungsbereich der britischen Besatzungsmacht. Damit begann für Hohn eine Übergangszeit, in der der Standort zunächst entmilitarisiert und nicht mehr als aktiver deutscher Militärflugplatz genutzt wurde.
Nachkriegszeit und britische Kontrolle (1945–1946)
  • 1945 übernahm die Royal Air Force den Flugplatz Hohn nach Kriegsende. Wie viele ehemalige deutsche Luftwaffenplätze wurde auch Hohn zunächst gesichert, überprüft und militärisch entschärft. Die vorhandenen Anlagen hatten zwar einen strategischen Wert, standen aber nicht im Mittelpunkt einer dauerhaften britischen Nutzung.
  • April 1946 war die Demilitarisierung des Flugplatzes weitgehend abgeschlossen. Danach verlor Hohn zunächst seine Rolle als aktiver Militärflugplatz. Die noch vorhandene Infrastruktur blieb jedoch erhalten und bildete später die Grundlage für die erneute militärische Nutzung durch die Bundeswehr.
Wiederaufbau im Kalten Krieg und Einbindung in die Bundeswehrstruktur (1950er–1960er Jahre)
  • 1950er Jahre rückte Hohn im Zuge des Kalten Krieges wieder in den militärischen Fokus. Mit dem Aufbau der Bundeswehr und der neuen Luftwaffe wurden frühere Militärflugplätze geprüft, modernisiert und teilweise reaktiviert. Hohn eignete sich durch seine Lage in Schleswig-Holstein und die vorhandene Grundstruktur als Standort für die militärische Luftfahrt.
  • 1960er Jahre wurde der Flugplatz zunehmend für die Nutzung durch die Bundeswehr vorbereitet. Die Bundesrepublik war inzwischen fest in die NATO eingebunden, und die Luftwaffe benötigte geeignete Standorte für Transport-, Ausbildungs- und Unterstützungsaufgaben. Hohn entwickelte sich in dieser Phase zu einem wichtigen norddeutschen Luftwaffenstandort.
Verlegung des Lufttransportgeschwaders 63 nach Hohn (1967–1970)
  • 15. September 1961 wurde das Lufttransportgeschwader 63 zunächst auf dem Heeresflugplatz Celle aufgestellt. Der Verband war mit der französischen Nord 2501 Noratlas ausgerüstet. Diese Maschine war in den Anfangsjahren der Bundeswehr eines der wichtigsten Transportflugzeuge der Luftwaffe und diente als Arbeitspferd für Personal-, Material- und Versorgungsflüge.
  • September 1967 verlegte das Lufttransportgeschwader 63 nach Hohn. Damit begann die wichtigste und längste Phase in der Geschichte des Flugplatzes. Der fliegerische Betrieb fand auf dem Flugplatz Hohn statt, während die zum Geschwader gehörende Hugo-Junkers-Kaserne wenige Kilometer entfernt in Krummenort bei Alt Duvenstedt lag. Hohn wurde damit zum festen Standort der deutschen militärischen Transportfliegerei im Norden.
  • 1968 begann die Umrüstung des Verbandes von der Noratlas auf die Transall C-160. Dieser Wechsel war für Hohn von großer Bedeutung, denn die Transall wurde für die folgenden Jahrzehnte zum prägenden Flugzeugmuster des Standortes. Sie bot deutlich bessere Leistungsdaten, konnte taktische Transportaufgaben übernehmen und war für den Einsatz auf kürzeren oder weniger gut ausgebauten Pisten geeignet.
  • 1970 war die Umrüstung auf die Transall C-160 im Wesentlichen abgeschlossen. Die Noratlas verschwand schrittweise aus dem aktiven Betrieb des Geschwaders. Von nun an war Hohn über Jahrzehnte fast untrennbar mit der Transall verbunden.
Hohn als Transall-Standort der Luftwaffe (1970–1990)
  • 1970er Jahre entwickelte sich Hohn zu einem festen Bestandteil des militärischen Lufttransports der Bundeswehr. Das Lufttransportgeschwader 63 übernahm Transportaufgaben für die Luftwaffe, für andere Teilstreitkräfte und bei Bedarf auch für besondere staatliche Anforderungen. Die Transall C-160 wurde dabei für Personaltransporte, Materialflüge, Luftlandeoperationen, Versorgungsflüge und taktische Einsätze genutzt.
  • 9. Februar 1975 wurde das Lufttransportgeschwader 63 von einem schweren Unglück getroffen. Eine Transall C-160D des Geschwaders verunglückte beim Anflug auf Chania auf Kreta. An Bord befanden sich neben der Besatzung auch Angehörige eines Flugabwehrraketenverbandes. Alle 42 Insassen kamen ums Leben. Das Unglück gehört zu den schwersten Ereignissen in der Geschichte des Verbandes und blieb tief im Gedächtnis der Hohner Transportflieger verankert.
  • 1976 gewann der Flugplatz zusätzlich an Bedeutung durch die Verlegung der Flugzieldarstellung nach Hohn. Die später als GFD bekannte Gesellschaft für Flugzieldarstellung entwickelte sich langfristig zu einem wichtigen Nutzer des Standortes. Die Flugzieldarstellung diente der realitätsnahen Ausbildung der Bundeswehr, insbesondere für Luftverteidigung, Radarführung und Waffensystemtraining.
  • 1980er Jahre blieb Hohn ein aktiver Lufttransportstandort der Bundeswehr. Die Transall-Flotte des LTG 63 wurde regelmäßig für nationale und internationale Aufgaben eingesetzt. In dieser Phase stand der Standort vor allem für verlässlichen militärischen Transportdienst, taktische Ausbildung und die Einbindung in NATO-Strukturen.
Erweiterung durch Hubschrauberanteile und neue Aufgaben (1990–2010)
  • 1990 brachte die deutsche Wiedervereinigung grundlegende Veränderungen für die Bundeswehr. Auch die Luftwaffe wurde neu strukturiert. Für Hohn bedeutete diese Zeit keine sofortige Aufgabe, sondern zunächst eine Anpassung an neue sicherheitspolitische Aufgaben. Der klassische Auftrag des Kalten Krieges trat schrittweise zurück, während Auslandseinsätze, humanitäre Unterstützung und internationale Verpflichtungen wichtiger wurden.
  • Frühjahr 1993 wurden Teile des aufgelösten Hubschraubertransportgeschwaders 64 aus Ahlhorn in das Lufttransportgeschwader 63 eingegliedert. Damit erhielt das LTG 63 zusätzlich Bell UH-1D-Hubschrauber. Diese Erweiterung brachte eine neue fliegerische Komponente nach Hohn und ergänzte den bisherigen Schwerpunkt auf der Transall.
  • 1990er Jahre umfasste das Aufgabenspektrum des Standortes damit nicht mehr nur den Flächenflugzeug-Lufttransport, sondern auch Hubschrauberbetrieb. Die Bell UH-1D wurde für Transport-, Verbindungs-, Unterstützungs- und Ausbildungsaufgaben genutzt. Innerhalb des LTG 63 entstand dadurch eine breitere Einsatzstruktur.
  • 2000er Jahre blieb Hohn ein wichtiger Standort für die Transall C-160. Gleichzeitig veränderten sich die Anforderungen an den militärischen Lufttransport. Auslandseinsätze der Bundeswehr, internationale Missionen und schnelle Verlegefähigkeit wurden immer wichtiger. Die Transall war zwar robust und bewährt, erreichte aber zunehmend die Grenzen ihrer technischen Lebensdauer.
  • Dezember 2010 wurde die 2. Staffel des Lufttransportgeschwaders 63 aufgelöst. Die Hubschrauber wurden im Zuge der Neuordnung an das neu aufgestellte Hubschraubergeschwader 64 abgegeben. Damit endete die Phase, in der Bell UH-1D-Hubschrauber organisatorisch zum LTG 63 in Hohn gehörten. Der Standort konzentrierte sich danach wieder stärker auf die Transall.
Strukturreformen, Ausbildungsauftrag und Zukunftsunsicherheit (2011–2017)
  • 2011 wurde im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr die Zukunft des Flugplatzes Hohn infrage gestellt. Geplant war zunächst, den Standort mit dem Auslaufen der Transall-Nutzung aufzugeben und das Lufttransportgeschwader 63 aufzulösen. Auch die Hugo-Junkers-Kaserne in Alt Duvenstedt war von diesen Überlegungen betroffen.
  • 2013 unterstützten Transall-Maschinen des LTG 63 die französische Operation Serval in Mali. Damit zeigte sich erneut die Bedeutung des Verbandes für internationale Transportaufgaben. Die Transall wurde für logistische Unterstützung, Personal- und Materialtransport sowie für Einsätze unter schwierigen Bedingungen genutzt.
  • 1. April 2014 wurde das Lufttransportgeschwader 63 zum Ausbildungsverband für die Transall erklärt. Die praktische und theoretische Ausbildung auf der C-160 fand nun lehrgangsbezogen in Hohn statt. Die Simulatorausbildung blieb zwar am Standort Wunstorf, wurde aber organisatorisch unter Verantwortung des LTG 63 geführt. Hohn erhielt damit eine besondere Rolle für die letzte Ausbildungsphase der Transall in der Luftwaffe.
  • 2015 änderte das Bundesministerium der Verteidigung die ursprüngliche Planung. Da der Airbus A400M die taktischen Fähigkeiten der Transall nicht so schnell vollständig übernehmen konnte wie vorgesehen, wurde der Weiterbetrieb der Transall in Hohn verlängert. Damit blieb der Flugplatz über das zunächst erwartete Ende hinaus aktiv.
  • 2017 wurde das Lufttransportgeschwader 61 in Penzing aufgelöst. In der Folge wurde der verbliebene Transall-Flugbetrieb stärker am Standort Hohn gebündelt. Das LTG 63 wurde damit zum letzten großen Transall-Verband der Luftwaffe und Hohn zum zentralen Standort für die letzten Einsatzjahre dieses Flugzeugmusters.
Letzte Transall-Jahre und Entscheidung für den Weiterbetrieb (2018–2021)
  • 2018 stand Hohn weiterhin im Zeichen der auslaufenden Transall-Ära. Der Verband arbeitete unter dem Druck einer absehbaren Außerdienststellung, blieb aber zugleich operationell wichtig. Die Maschinen wurden weiterhin für Transportaufgaben, Ausbildung und Unterstützungsflüge eingesetzt.
  • Sommer 2019 erreichte das LTG 63 mit der Transall C-160 eine bedeutende Marke: Rund 400.000 Flugstunden wurden mit diesem Muster geflogen. Zu diesem Zeitpunkt betrieb das Geschwader noch eine reduzierte Zahl von Transall-Maschinen. Die lange Geschichte des Musters in Hohn näherte sich dem Ende, aber der Standort blieb weiterhin aktiv.
  • Dezember 2019 wurde entschieden, den Flugplatz Hohn nicht wie ursprünglich geplant vollständig aufzugeben. Damit war die Zukunft des Standortes nach Jahren der Unsicherheit neu bewertet. Hohn sollte auch nach dem Ende des LTG 63 militärisch weitergenutzt werden. Diese Entscheidung war für die Region Rendsburg-Eckernförde und für die dortigen Bundeswehrstrukturen von großer Bedeutung.
  • 2020 lief der Betrieb unter den Bedingungen der letzten Transall-Jahre weiter. Der Verband bereitete sich auf die Außerdienststellung vor, während die verbliebenen Maschinen weiterhin Aufgaben erfüllten. Hohn blieb in dieser Phase Symbol für das Ende einer ganzen Transportflugzeug-Generation der Bundeswehr.
  • 2021 fanden die letzten großen Transall-Aktivitäten des LTG 63 statt. Die Abschiedstour der Transall führte noch einmal über mehrere Luftwaffenstandorte und machte deutlich, welche Bedeutung dieses Flugzeugmuster für die Bundeswehr hatte. Hohn war dabei der zentrale Ort des Abschieds.
  • 15. Dezember 2021 wurde das Lufttransportgeschwader 63 offiziell außer Dienst gestellt. Mit der Auflösung des Verbandes endete eine mehr als fünf Jahrzehnte dauernde Ära des militärischen Lufttransports am Flugplatz Hohn. Gleichzeitig endete die aktive Dienstzeit der Transall C-160 in der Luftwaffe. Für Hohn war dies der größte Einschnitt seit der Verlegung des Geschwaders im Jahr 1967.
Satelliten- und Ausweichflugplatz des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 (seit 2021)
  • Ende 2021 wurde Hohn nach der Auflösung des LTG 63 dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel als Ausweich- und Satellitenflugplatz zugeordnet. Damit blieb der Standort Teil der aktiven Luftwaffenstruktur, jedoch mit einer anderen Rolle als zuvor. Hohn war nun nicht mehr Heimat eines eigenen Lufttransportgeschwaders, sondern Unterstützungs- und Ausweichstandort für den Flugbetrieb des TLG 51.
  • 2022 wurde die neue Nutzung weiter gefestigt. Eine Flugplatzstaffel stellte den Grundbetrieb sicher. Der Standort blieb damit militärisch nutzbar und konnte für Übungsbetrieb, Ausweichlandungen, Verlegungen und besondere Lagen eingesetzt werden. Die frühere Transall-Infrastruktur blieb für die neue Rolle von Bedeutung.
  • 15. Mai 2023 ereignete sich auf dem Flugplatz Hohn ein schwerer Unfall mit einem Learjet der GFD. Das Flugzeug stürzte beim Start innerhalb des Fliegerhorstes ab. Die Besatzung kam ums Leben. Der Unfall betraf nicht die Bundeswehr als Betreiber eines eigenen Flugzeugmusters in Hohn, zeigte aber die weiterhin aktive Nutzung des Standortes durch den dort ansässigen Luftfahrtdienstleister.
  • 12. bis 23. Juni 2023 war Hohn Teil der multinationalen Großübung Air Defender 23. Gemeinsam mit Jagel spielte der Standort eine wichtige Rolle für die Aufnahme und den Betrieb zusätzlicher Luftfahrzeuge. In Hohn wurden während der Übung unter anderem amerikanische Kampfflugzeuge stationiert. Damit zeigte sich, dass der Flugplatz auch nach dem Ende des LTG 63 weiterhin für größere NATO-Übungen und Verlegeoperationen relevant ist.
  • Seit 2023 wird Hohn als militärischer Ausweich- und Unterstützungsflugplatz weitergeführt. Die Verbindung zum Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ prägt die heutige Rolle. Der Standort dient nicht mehr als Heimat eines klassischen fliegenden Geschwaders, bleibt aber ein wichtiger Baustein der militärischen Luftfahrtstruktur in Schleswig-Holstein.
GFD und zivile militärnahe Nutzung am Standort Hohn (seit 1976 / 1989 bis heute)
  • 1976 begann die dauerhafte Verbindung des Standortes Hohn mit der Flugzieldarstellung. Zunächst wurden dafür andere Flugzeugmuster eingesetzt, später entwickelte sich daraus die Tätigkeit der GFD. Diese Aufgabe ist eng mit der Ausbildung der Bundeswehr verbunden, auch wenn sie von einem zivilen Unternehmen durchgeführt wird.
  • 24. Mai 1989 wurde die Gesellschaft für Flugzieldarstellung gegründet. Hohn wurde zur Heimatbasis des Unternehmens. Die GFD übernahm mit speziell ausgerüsteten Learjets Aufgaben wie Flugzieldarstellung, Schleppzielbetrieb, elektronische Kampfführung im Übungsbetrieb und weitere militärnahe Dienstleistungen.
  • 1990er und 2000er Jahre wuchs die Bedeutung der GFD am Standort. Die Learjets wurden regelmäßig für Übungsmissionen der Bundeswehr eingesetzt. Hohn erhielt dadurch neben der Transall des LTG 63 eine zweite dauerhafte fliegerische Prägung.
  • Seit 2021 ist die GFD nach dem Ende des LTG 63 einer der wichtigsten regelmäßigen Nutzer des Flugplatzes. Ihre Learjets sorgen dafür, dass Hohn auch ohne eigenes Lufttransportgeschwader weiterhin fliegerisch aktiv bleibt. Der Standort ist dadurch nicht nur militärischer Ausweichplatz, sondern auch Basis für spezialisierte Dienstleistungen der militärischen Ausbildung.
Heutige Bedeutung des NATO-Flugplatzes Hohn (seit 2024)
  • Seit 2024 steht Hohn für den Wandel eines klassischen Lufttransportstandortes zu einem flexiblen militärischen Unterstützungsflugplatz. Die große Zeit der Transall und des Lufttransportgeschwaders 63 ist abgeschlossen, aber der Flugplatz bleibt erhalten. Seine Lage in Schleswig-Holstein, die vorhandene Infrastruktur und die Nähe zu Jagel machen ihn weiterhin wertvoll für die Luftwaffe.
  • Heute ist der NATO-Flugplatz Hohn ein aktiver Militärflugplatz der Bundeswehr mit ICAO-Code ETNH. Die Start- und Landebahn 08/26 ist rund 2.440 Meter lang und 30 Meter breit. Der Platz liegt westlich von Rendsburg und wird dem Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ als Ausweich- und Satellitenplatz zugeordnet.
  • Heute erinnert Hohn besonders an die Geschichte des Lufttransportgeschwaders 63 und an mehr als fünf Jahrzehnte Transall-Betrieb. Gleichzeitig zeigt der Standort, wie ehemalige Geschwaderflugplätze nach Strukturreformen weitergenutzt werden können. Aus dem traditionsreichen Transall-Heimatplatz wurde ein moderner Unterstützungsstandort für Luftwaffe, NATO-Übungen und militärnahe Spezialflüge.

EINHEITEN / UNITS

GFD Gesellschaft für Flugzieldarstellung

Die GFD GmbH ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Basis auf dem Fliegerhorst Hohn. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Airbus Defence and Space und übernimmt vor allem Übungsaufgaben für die Bundeswehr.



Flight Radar


Static Airframes (Stand 2024)

PRESERVED

  • 58+34 / Dornier Do 28 / cn 4109 / German Air Force
  • 50+85 / VFW Transall C-160D / cn 122 / German Air Force / Gate Guard

WITHDRAWN FROM USE

  • 71+04 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8164 / German Air Force
  • 71+55 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8215 / German Air Force
  • 71+73 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8233 / German Air Force
  • 71+52 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8212 / German Air Force
  • 50+36 / VFW Transall C-160D / cn 58 / German Air Force

Local Aviation Community

FACEBOOK

LTG 63 – Unsere Truppe 

FACEBOOK

Brummel e.V.

FLUGZEUG FORUM

Flugbetrieb in Hohn (ETNH) 2026 (de)


Airport Spotter Guides

n/a


Interesting Information

WIKIPEDIA

Fliegerhorst Hohn

WIKIPEDIA

Lufttransportgeschwader 63


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert