Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30. Mai 2026 von Charles David Fennell

Spotter Mania Titelbild

STUTTGART

Stuttgart Airport

Der Flughafen Stuttgart gehört zu den bedeutendsten Verkehrsflughäfen im Süden Deutschlands und ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung Baden-Württembergs verbunden. Seine Geschichte beginnt nicht erst auf den Fildern bei Echterdingen, sondern reicht zurück bis zum frühen Luftverkehr in Stuttgart und zum früheren Landesflughafen Stuttgart-Böblingen. Von dort führte der Weg über den Neubau des Flughafens in Echterdingen, die schwierigen Jahre des Zweiten Weltkriegs, den Wiederaufbau in der Nachkriegszeit und den stetigen Ausbau zu einem modernen internationalen Verkehrsflughafen.

Besonders prägend waren die großen Entwicklungsschritte der vergangenen Jahrzehnte: der Bau neuer Terminals, die bessere Anbindung an die Region, die Verlängerung und Verlegung der Start- und Landebahn sowie die zunehmende Bedeutung des Flughafens als Mobilitäts- und Wirtschaftsstandort auf den Fildern. Heute ist der Flughafen Stuttgart „Manfred Rommel Flughafen“ nicht nur das wichtigste Luftverkehrstor Baden-Württembergs, sondern auch ein Standort im Wandel, der sich stärker mit Nachhaltigkeit, moderner Infrastruktur und der Zukunft des Fliegens beschäftigt.

Für Spottermania lohnt sich der Blick auf diese Geschichte, weil sie zeigt, wie aus frühen Flugfeldern und begrenzten Anlagen ein Flughafen entstanden ist, der über viele Jahrzehnte immer wieder an neue technische, politische und wirtschaftliche Anforderungen angepasst wurde. Die Entwicklung des Flughafens Stuttgart ist damit ein spannendes Stück deutscher Luftfahrtgeschichte.

D-70629 Stuttgart
Flughafenstraße 32

IATA: STR
ICAO: EDDS

RUNWAY:
07/25 (3345x45m) Beton


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Flughafen Böblingen


GESCHICHTE

Die ersten Stuttgarter Luftverkehrspläne und der Schritt nach Böblingen (1924–1925)
  • 15. November 1924 wurde mit der Gründung der Luftverkehr Württemberg AG, kurz LUWAG, der organisatorische Grundstein für den späteren Flughafen Stuttgart gelegt. Stuttgart verfügte damals noch nicht über einen modernen Verkehrsflughafen im heutigen Sinn. Die frühen Luftverkehrsaktivitäten hatten ihren Ursprung unter anderem auf dem Cannstatter Wasen, doch dieses Gelände war für einen dauerhaft ausbaufähigen Flughafen zu klein. Deshalb rückte das frühere Flugfeld Böblingen in den Mittelpunkt der Planungen.
  • April 1925 begann in Böblingen der zivile Linienflugverkehr. Das Gelände war zuvor bereits militärisch genutzt worden und entwickelte sich nun zum Landesflughafen Stuttgart-Böblingen. Für Stuttgart war dies ein wichtiger Schritt: Erstmals entstand ein geregelter Luftverkehrsanschluss, der die Stadt mit dem wachsenden deutschen und europäischen Streckennetz verband. Böblingen wurde damit für mehrere Jahre das Tor Stuttgarts zur Luftfahrtwelt.
Der Landesflughafen Stuttgart-Böblingen wächst zum Verkehrsknoten (1925–1938)
  • 1925 bis 1933 entwickelte sich Böblingen von einem militärisch geprägten Flugfeld zu einem zivilen Verkehrsflughafen mit zunehmender Bedeutung. Der Flughafen diente dem Linienverkehr, der Luftpost und dem allgemeinen Luftverkehr. Für die wirtschaftlich starke Region Stuttgart war das ein deutliches Signal: Luftverkehr wurde nicht mehr nur als technische Sensation betrachtet, sondern zunehmend als Teil moderner Infrastruktur.
  • Ab 1934 gewann der Flughafen Böblingen zusätzlich an internationaler Bedeutung, weil über ihn auch Luftpostverbindungen, unter anderem nach Südamerika, abgewickelt wurden. In den späten 1930er-Jahren gehörten verschiedene innerdeutsche und europäische Ziele zum Flugangebot. Gleichzeitig wuchs jedoch der Druck auf das Gelände, denn Böblingen war räumlich begrenzt und militärische Interessen nahmen wieder stärker zu.
  • 1938 wurde der Flughafen Böblingen zunehmend von Einheiten der Luftwaffe beansprucht. Damit war absehbar, dass der zivile Landesflughafen an einen anderen Ort verlagert werden musste. Die Stuttgarter Luftverkehrsplanung suchte daher nach einem Gelände, das größer, besser ausbaufähig und langfristig geeigneter war. Die Wahl fiel auf die Filderebene bei Echterdingen.
Bau des neuen Flughafens auf den Fildern (1936–1939)
  • 1936 begann auf der Filderebene bei Echterdingen der Bau des neuen Stuttgarter Flughafens. Das Gelände bot mehr Raum als Böblingen und lag südlich der Stadt auf einem Hochplateau, das sich für den damaligen Flugbetrieb eignete. Der neue Flughafen wurde ursprünglich als Grasflugfeld mit Abfertigungsanlagen geplant und sollte Flugzeuge wie die Junkers Ju 52 aufnehmen können. Die Anlage war für eine damals beachtliche Jahreskapazität von rund 150.000 Passagieren ausgelegt.
  • 1938/1939 wurde der neue Flughafen Stuttgart-Echterdingen betriebsbereit. In der Literatur und in Darstellungen zur Flughafenhistorie erscheinen beide Jahre, weil Bau, Inbetriebnahme und endgültige Verlagerung vom alten Standort Böblingen nach Echterdingen nicht als ein einzelner Moment, sondern als Übergangsphase zu verstehen sind. Mit der Verlegung nach Echterdingen endete die Rolle Böblingens als ziviler Landesflughafen für Stuttgart.
Krieg, Luftwaffennutzung und schwere Schäden (1939–1945)
  • 1939 begann für den neuen Flughafen Stuttgart-Echterdingen unmittelbar eine schwierige Zeit. Kurz nach der Verlagerung des zivilen Verkehrs nach Echterdingen wurde der Flughafen durch den Zweiten Weltkrieg stark geprägt. Der zivile Luftverkehr verlor an Bedeutung, während militärische Nutzung und strategische Anforderungen in den Vordergrund traten.
  • 1943 erhielt der Flughafen eine Betonstartbahn von etwa 1.400 Metern Länge. Damit wurde der Platz für militärische Anforderungen leistungsfähiger. Während des Krieges wurden in Echterdingen unter anderem Nachtjäger stationiert, die im Zusammenhang mit den Luftangriffen auf Stuttgart und Süddeutschland eingesetzt wurden. Im weiteren Kriegsverlauf wurde die Startbahn durch alliierte Luftangriffe beschädigt und der Flugbetrieb stark beeinträchtigt.
  • April 1945 erreichten französische Truppen Stuttgart und das Flughafengelände. Nach Kriegsende wurde die beschädigte Infrastruktur zunächst notdürftig instand gesetzt. Bereits im Frühsommer 1945 übernahmen amerikanische Einheiten den Platz und brachten den Flugbetrieb schrittweise wieder in Gang. Damit begann eine neue Phase, in der der Flughafen sowohl militärisch als auch später wieder zivil genutzt wurde.
Wiederaufbau und Rückkehr des zivilen Luftverkehrs (1945–1955)
  • 1946 nutzten amerikanische Verbindungseinheiten den Flugplatz Echterdingen. Kleine Verbindungsflugzeuge operierten von dort aus im Rahmen der amerikanischen Besatzungs- und Verwaltungsstrukturen. Der Flughafen war damit zunächst kein normaler ziviler Verkehrsflughafen, sondern Teil der Nachkriegsordnung im besetzten Deutschland.
  • Herbst 1948 begann der deutsche zivile Flugbetrieb in Echterdingen wieder. Das war ein entscheidender Einschnitt, denn Stuttgart erhielt damit nach den Kriegsjahren wieder einen regulären Anschluss an den zivilen Luftverkehr. Die vorhandenen Anlagen waren noch begrenzt, doch der Flughafen konnte erneut als Verkehrsinfrastruktur für die Region wirken.
  • 1948 wurde die Startbahn auf etwa 1.800 Meter verlängert. Diese Verlängerung war wichtig, weil die Flugzeuge der Nachkriegszeit größer und schwerer wurden. Der Flughafen musste sich technisch weiterentwickeln, um mit den Anforderungen des europäischen Luftverkehrs Schritt zu halten.
  • 1954/1955 entstanden neue zivile Abfertigungsgebäude und ergänzende Anlagen. Gleichzeitig regelten Vereinbarungen zwischen amerikanischer Seite und deutschen Stellen die parallele Nutzung des Flughafens. Auf diese Weise wurde die Trennung zwischen militärischen Einrichtungen und zivilem Flughafenbetrieb klarer organisiert.
Ausbau zum modernen Landesflughafen (1956–1974)
  • 1959 begann ein größeres Ausbauprogramm an der Start- und Landebahn. Dazu gehörten Erdarbeiten, die Verlegung beziehungsweise Anpassung von Verkehrswegen und der weitere Ausbau der Flugbetriebsflächen. Der Flughafen musste leistungsfähiger werden, weil der zivile Luftverkehr in der Bundesrepublik stark wuchs und Stuttgart als Wirtschaftsstandort auf eine verlässliche Luftverkehrsanbindung angewiesen war.
  • Anfang der 1960er-Jahre wurde die Startbahn weiter ausgebaut und verstärkt. In dieser Phase erreichte sie schließlich eine Länge von rund 2.550 Metern. Damit konnten deutlich größere Flugzeuge Stuttgart anfliegen als in den frühen Nachkriegsjahren. Der Flughafen entwickelte sich von einem wiederaufgebauten Nachkriegsflugplatz zu einem leistungsfähigeren Landesflughafen.
  • 1967 änderte sich die militärische Organisation am Standort. Die United States Air Forces in Europe übernahmen für den militärischen Bereich mehr Verantwortung, während weiterhin amerikanische Heereseinheiten und militärische Transportflüge den Platz nutzten. Parallel dazu entwickelte sich der zivile Verkehr weiter. Stuttgart-Echterdingen blieb damit über Jahrzehnte ein Flughafen mit ziviler und militärischer Prägung.
  • 1974 lag das Passagieraufkommen bereits bei ungefähr zwei Millionen Fluggästen pro Jahr. In diesem Jahr wurde Manfred Rommel Oberbürgermeister von Stuttgart und damit auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft. Seine spätere Rolle war für die Modernisierung des Flughafens besonders wichtig, weil er die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung des Standorts politisch stark unterstützte.
Kapazitätsgrenzen, Planungen und neue Terminalarchitektur (1975–1991)
  • Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre wurde deutlich, dass der Flughafen Stuttgart an bauliche und betriebliche Grenzen stieß. Das alte Abfertigungssystem entsprach immer weniger den steigenden Passagierzahlen und den Anforderungen eines modernen Verkehrsflughafens. Gleichzeitig blieb die Lage auf den Fildern anspruchsvoll, weil der Flughafen nur begrenzte Erweiterungsmöglichkeiten hatte.
  • 1980 wurde der Entwurf für ein neues Terminal 1 im Rahmen eines Architekturwettbewerbs ausgewählt. Das Hamburger Architekturbüro gmp prägte mit seiner Planung die spätere Gestalt des Flughafens entscheidend. Charakteristisch wurden die baumartigen Stahlstützen, die das Terminal bis heute architektonisch erkennbar machen.
  • 1986 bis 1991 entstand Terminal 1 als erster großer Neubau der modernen Terminalgeneration. Der Neubau brachte kurze Wege, bessere Orientierung, mehr Abfertigungskapazität und eine deutlich zeitgemäßere Gestaltung. Mit diesem Terminal begann der große bauliche Wandel des Flughafens Stuttgart, der sich bis in die 2000er-Jahre fortsetzte.
  • 1991 wurde Terminal 1 in Betrieb genommen. Es ersetzte nicht sofort alle älteren Strukturen, setzte aber den neuen Standard für den Flughafen. Die markante Stahl- und Glasarchitektur wurde zu einem prägenden Element des Standorts und machte den Flughafen Stuttgart auch architektonisch bekannter.
S-Bahn-Anschluss, Terminalausbau und die große Startbahnentscheidung (1992–1996)
  • 1993 erhielt der Flughafen mit dem S-Bahn-Anschluss eine deutlich bessere Verbindung an Stuttgart und die Region. Der Flughafenbahnhof unter Terminal 1 machte die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erheblich einfacher und verknüpfte den Luftverkehr enger mit dem regionalen Nahverkehr.
  • 1991 bis 1993 wurde Terminal 2 errichtet. Es ergänzte Terminal 1 und diente vor allem der Abfertigung. Damit entstand ein zusammenhängender Terminalbereich, der dem wachsenden Verkehrsaufkommen besser gerecht wurde.
  • 24. Juni 1996 wurde die modernisierte Start- und Landebahn nach mehrjähriger Bauzeit neu konfiguriert, nach Osten verlegt und auf 3.345 Meter verlängert. Vorher war die Piste 2.550 Meter lang und lag weiter westlich in Richtung Weidacher Höhe. Diese topografische Situation hatte den Betrieb jahrzehntelang eingeschränkt, besonders bei schweren Starts in westlicher Richtung. Mit der Verlängerung und Verlegung wurden höhere Nutzlasten, bessere Sicherheitsreserven und zuverlässigere Anflüge bei schlechter Sicht möglich.
  • 1997 nahm Delta Air Lines Direktflüge nach Atlanta auf. Diese Verbindung wurde erst durch die Startbahnmodernisierung realistisch, denn zuvor waren Langstreckenflüge ab Stuttgart wegen der Pistenlänge und Gewichtsbeschränkungen nur eingeschränkt beziehungsweise mit Zwischenstopps möglich.
Neue Terminals, neues Erscheinungsbild und Wachstum (1998–2004)
  • 1998 wurde Terminal 1 West eröffnet, um Engpässe in Spitzenzeiten zu entschärfen. Ebenfalls in dieser Zeit wurde ein eigenes General Aviation Terminal für die Allgemeine Luftfahrt eingerichtet. Damit differenzierte sich der Flughafen stärker nach Verkehrsarten und Nutzergruppen.
  • 1999 wurde der neue Kontrollturm am Ortsrand von Bernhausen in Betrieb genommen. Bemerkenswert ist seine Lage: Der Tower steht nicht direkt auf dem Flughafengelände, sondern südlich davon. Er löste den älteren Tower ab, der seit der Nachkriegszeit auf dem Empfangsgebäude untergebracht war.
  • Januar 1999 bis April 2000 wurde eine frühere Lufthansa-Halle aus den 1950er-Jahren zum Terminal 4 umgebaut. Der Umbau sollte vor allem zusätzliche Kapazität schaffen und Terminal 1 während weiterer Bauphasen entlasten. Terminal 4 wurde besonders für Charter- und touristische Verkehre genutzt.
  • 2000 wurde das alte Terminalgebäude aus der Anfangszeit des Flughafens abgerissen. Damit verschwand ein bauliches Relikt aus der frühen Echterdinger Flughafenzeit. Gleichzeitig machte der Abriss Platz für die nächste große Ausbaustufe: das neue Terminal 3.
  • 2000 bis 2004 entstand Terminal 3. Es wurde ebenfalls von gmp geplant und führte die architektonische Sprache von Terminal 1 weiter. Die neue Halle war für mehrere Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt und stärkte den Flughafen als modernes Luftverkehrszentrum Baden-Württembergs.
  • 28. März 2004 begann der Betrieb im neuen Terminal 3. Mit diesem Schritt war die große Terminalerneuerung der 1980er-, 1990er- und frühen 2000er-Jahre im Kern abgeschlossen. Der Flughafen Stuttgart hatte nun ein deutlich moderneres Abfertigungssystem mit mehreren Terminalbereichen, besserer Wegeführung und wesentlich höherer Kapazität.
Messe, Airport City und stärkere Vernetzung (2005–2014)
  • 2007 wurde die neue Landesmesse Stuttgart direkt am Flughafen eröffnet. Dadurch entstand auf den Fildern ein enger Verbund aus Flughafen, Messe, Kongresszentrum, Hotels, Parkhäusern und Büroflächen. Der Flughafen war damit nicht mehr nur Luftverkehrsanlage, sondern wurde Teil eines größeren Wirtschafts- und Mobilitätsstandorts.
  • 2007 bis 2009 wurde Terminal 1 umfassend renoviert. Unter anderem wurden technische Anlagen modernisiert und die Abfertigungsqualität verbessert. Der Flughafen reagierte damit auf steigende Anforderungen an Komfort, Sicherheit und Betriebsabläufe.
  • 2009 wurde auf einem Parkhausdach eine größere Solaranlage in Betrieb genommen. Damit begann der Flughafen stärker, Nachhaltigkeit und Energieversorgung als Teil seiner Standortentwicklung zu kommunizieren.
  • 15. Juli 2014 wurde beschlossen, den Flughafen zu Ehren des früheren Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel mit dem Zusatz „Manfred Rommel Flughafen“ zu benennen. Rommel hatte die Entwicklung des Flughafens über viele Jahre politisch begleitet und insbesondere die Startbahnmodernisierung unterstützt.
Rekordjahre, Infrastrukturdebatten und Corona-Einschnitt (2015–2020)
  • 2015 bis 2019 bewegte sich der Flughafen Stuttgart in einer Phase hoher Nachfrage. Die vorhandene Infrastruktur wurde intensiv genutzt, und der Standort gehörte weiterhin zu den wichtigsten Verkehrsflughäfen Deutschlands. 2019 erreichte Stuttgart mit rund 12,7 Millionen Passagieren einen sehr hohen Wert vor dem anschließenden Einbruch durch die Corona-Pandemie.
  • 2019 wurden am Terminal 1 nach rund 25 Jahren mehrere Fluggastbrücken ersetzt. Solche Maßnahmen zeigen, dass die Modernisierung des Flughafens nicht nur aus großen Neubauten bestand, sondern auch aus laufender Erneuerung technischer und betrieblicher Infrastruktur.
  • 6. April bis 22. April 2020 wurde der Flugbetrieb wegen der vorgezogenen Sanierung der Start- und Landebahn weitgehend eingestellt. Die Arbeiten waren ursprünglich anders geplant, wurden aber wegen des stark reduzierten Flugverkehrs während der Corona-Krise vorgezogen. Danach folgten Bauphasen mit verkürzter nutzbarer Pistenlänge.
  • 18. Juni 2020 stand die Start- und Landebahn wieder mit ihrer vollen Länge von 3.345 Metern zur Verfügung. Auf rund 1.200 Metern war die Betondecke erneuert worden. Die Sanierung war ein bedeutender Eingriff in die wichtigste Betriebsfläche des Flughafens und konnte durch die pandemiebedingt schwache Verkehrslage beschleunigt umgesetzt werden.
Erholung, Jubiläum und nachhaltige Modernisierung (2021–2026)
  • 2021 bis 2023 stand der Flughafen Stuttgart im Zeichen der Erholung nach der Corona-Krise. Der Verkehr kehrte schrittweise zurück, zugleich rückten Themen wie Energieeffizienz, Klimastrategie und Gebäudesanierung stärker in den Mittelpunkt. Der Flughafen entwickelte unter dem Leitbild STRzero eine Strategie, mit der der Standort langfristig klimafreundlicher werden soll.
  • 2024 feierte die Flughafengesellschaft ihr 100-jähriges Jubiläum. Anlass war die Gründung der Luftverkehr Württemberg AG im Jahr 1924, aus der die heutige Flughafen Stuttgart GmbH hervorging. Das Jubiläum verband die frühen Anfänge auf dem Cannstatter Wasen und in Böblingen mit der heutigen Rolle des Flughafens als zentraler Luftverkehrsstandort Baden-Württembergs.
  • Oktober 2024 wurde bekannt, dass gmp den Zuschlag für das Projekt „STRzero Terminal: Terminal 4“ erhielt. Das Vorhaben umfasst die Modernisierung des bestehenden Terminal 4 und einen Masterplan für die umfassende energetische Sanierung des Gebäudebestands. Damit beginnt eine neue Umbauphase, die weniger auf reine Kapazitätserweiterung und stärker auf Energieeffizienz, Bestandserhalt und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.
  • 23. Februar 2026 meldete der Flughafen Stuttgart ein weiteres EU-gefördertes Vorhaben im Rahmen seiner Klimastrategie STRzero. Der Standort beteiligt sich am Konsortium AGENDA, das den Ausbau grüner Energieinfrastruktur an europäischen Flughäfen voranbringen soll. Damit setzt sich die Entwicklung des Flughafens in eine neue Richtung fort: Nach Jahrzehnten von Standortsuche, Wiederaufbau, Startbahnausbau und Terminalneubauten steht nun die nachhaltige Transformation der bestehenden Infrastruktur im Mittelpunkt.

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Die Kamera in der einen Hand, den Flugplan in der anderen – so ziehen vor allem an Wochenenden und bei besonderen Events sogenannte Planespotter und viele Luftfahrtfans ihre Runden am Airport.

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STR FORUM

Das STRForum ist das Luftfahrt-Forum zu allen Themen rund um den Flughafen Stuttgart und darüber hinaus. (de)

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Spotten in Stuttgart – Karte mit verschieden Spotter Positionen rund um den Flughafen Stuttgart. (de)

SPOTTERGUIDE

Stuttgart Intl. Airport – Spotting Guide (en)


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WIKIPEDIA

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