
HAHN
Hahn Airport
Der Flughafen Hahn liegt im Hunsrück und ist bis heute ein besonderer Standort in der deutschen Luftfahrt. Aus einem ehemaligen Militärflugplatz wurde ein ziviler Airport, der vor allem durch Low-Cost-Verkehr und Luftfracht bekannt wurde. Für Spotter ist Hahn interessant, weil hier neben Ferienflügen auch Frachtmaschinen zu sehen sind, die man an vielen anderen deutschen Flughäfen seltener bekommt. Im Sommerflugplan 2026 bietet der TRIWO Hahn Airport 38 Ziele und bis zu 130 Starts und Landungen pro Woche.
Gerade diese Mischung aus ziviler Nutzung, Frachtverkehr und militärischer Vergangenheit macht den Flughafen Hahn zu einem spannenden Ziel für Luftfahrtfreunde.
D-55483 Hahn-Flughafen
IATA: HHN
ICAO: EDFH
RUNWAY:
03/21 (3800x45m) Asphalt
GESCHICHTE
1951–1992 Die Anfänge als Militärflugplatz
- 1951: Bau des Flugplatzes durch die US-amerikanischen Streitkräfte in der Nähe von Kirchberg im Hunsrück. Ziel war die Nutzung als NATO-Militärbasis während des Kalten Krieges.
- 1952: Offizielle Eröffnung als US Air Base Hahn. Der Flugplatz wurde nach dem deutschen General Hans Joachim von der Hahn benannt.
- 1960er–1980er Jahre: Nutzung als strategisch wichtiger Luftwaffenstützpunkt der USA in Europa. Stationierung von Kampfflugzeugen wie der F-16 „Fighting Falcon“.
- 1991: Nach dem Ende des Kalten Krieges begannen die USA, ihre Militärpräsenz in Europa zu reduzieren.
1993–1998 Umwandlung in einen Zivilflughafen
- 1993: Die USA gaben die Kontrolle über die Hahn Air Base auf. Der Flugplatz wurde an die Bundesrepublik Deutschland übergeben.
- 1994: Der Betrieb wurde zivilen Zwecken überlassen, und der Flugplatz erhielt den Namen Flughafen Frankfurt-Hahn, um seine Nähe zu Frankfurt zu betonen.
- 1996: Die erste zivile Fluggesellschaft, Ryanair, nahm den Betrieb auf, was den Flughafen in den folgenden Jahren stark prägen sollte.
1999–2010 Aufstieg als Low-Cost-Drehkreuz
- 1999: Ryanair etablierte Hahn als eines ihrer europäischen Drehkreuze. Dies führte zu einem Anstieg der Passagierzahlen.
- 2001: Einführung der Busverbindung nach Frankfurt (ca. 120 km entfernt), um die Verbindung zum Ballungsraum zu stärken.
- 2003: Ausbau des Flughafens mit einem neuen Passagierterminal, um dem wachsenden Verkehr gerecht zu werden.
- 2007: Die Passagierzahlen erreichten ihren Höchststand von knapp 4 Millionen Passagieren pro Jahr.
2011–2019 Herausforderungen und Niedergang
- 2011: Rückgang der Passagierzahlen aufgrund verstärkter Konkurrenz durch andere Flughäfen und Einschränkungen im Billigflugsegment.
- 2014: Finanzielle Schwierigkeiten des Flughafens wurden öffentlich, und erste Verkaufspläne wurden diskutiert.
- 2017: Der Flughafen wurde an das chinesische Unternehmen HNA Group verkauft. Dennoch blieben die Probleme bestehen.
2020–2022 Krise und Insolvenz
- 2020: Die COVID-19-Pandemie führte zu einem drastischen Rückgang der Flugaktivitäten.
- 2021: Der Flughafen meldete Insolvenz an.
- 2022: Ein neuer Käufer, ein Konsortium um den Immobilieninvestor Triwo AG, übernahm den Flughafenbetrieb. Ziel war es, den Standort durch Frachtverkehr und spezielle Geschäftsbereiche zu revitalisieren.
2023 – HEUTE Zukunftsperspektiven
- 2023: Neuausrichtung des Flughafens auf Frachtverkehr, Charterflüge und die Nutzung als Logistikstandort.
- Der Flughafen bleibt ein regional wichtiger Standort, hat jedoch die Bedeutung als Passagier-Drehkreuz weitgehend verloren.
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