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GEILENKIRCHEN (NATO)
Die NATO Air Base Geilenkirchen liegt westlich von Geilenkirchen nahe der niederländischen Grenze und gehört zu den wichtigsten militärischen Flugplätzen in Deutschland. Seit den frühen 1980er Jahren ist sie die Heimat der NATO E-3A AWACS-Flotte, deren markante Flugzeuge mit dem großen Radardom weltweit bekannt sind.
Ursprünglich wurde der Flugplatz Anfang der 1950er Jahre von der britischen Royal Air Force als RAF Geilenkirchen aufgebaut. Nach der Übergabe an die deutsche Luftwaffe diente der Standort zeitweise als Basis für Pershing-Flugkörper, bevor er zur zentralen NATO-AWACS-Basis ausgebaut wurde.
Heute steht Geilenkirchen für internationale Zusammenarbeit, moderne Luftraumüberwachung und einen besonderen Abschnitt deutscher Militärluftfahrtgeschichte.
Air Base Geilenkirchen
Lilienthalallee 100
D-52511 Geilenkirchen
IATA: GKE
ICAO: ETNG
RUNWAY:
09/27 (3051×45m) Beton
GESCHICHTE
Aufbau eines britischen NATO-Flugplatzes in der frühen Nachkriegszeit (1952–1953)
- 1952/1953 entstand westlich von Geilenkirchen, nahe dem Ortsteil Teveren und unweit der deutsch-niederländischen Grenze, ein neuer Militärflugplatz der britischen Royal Air Force. Der Bau war Teil der britischen Luftwaffenpräsenz in der Bundesrepublik Deutschland während des beginnenden Kalten Krieges. Die Anlage wurde nicht als ziviler Flughafen geplant, sondern als militärischer Einsatzflugplatz für schnelle Reaktionskräfte der RAF Germany.
- 24. Mai 1953 wurde RAF Geilenkirchen offiziell eröffnet. Der Flugplatz gehörte zu einer Reihe moderner RAF-Stationen in Westdeutschland, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil der westlichen Verteidigungsstruktur entstanden. In der lokalen Bevölkerung wurde der Platz auch als Flugplatz Teveren bekannt, da er geografisch näher an Teveren als am Stadtzentrum Geilenkirchen lag.
- 1953 begann der militärische Flugbetrieb mit britischen Jagd- und Aufklärungsverbänden. Zu den frühen Einheiten gehörte die No. 3 Squadron RAF, die in der Anfangszeit mit Strahlflugzeugen der Nachkriegsära verbunden war. Kurz darauf kamen weitere RAF-Staffeln hinzu, darunter die No. 234 Squadron RAF. Die Station entwickelte sich damit schnell zu einem wichtigen RAF-Jägerstandort in Nordrhein-Westfalen.
RAF Geilenkirchen als britischer Jägerstandort im Kalten Krieg (1953–1957)
- 1953 bis 1957 war RAF Geilenkirchen vor allem durch den Betrieb britischer Jagdflugzeuge geprägt. In dieser Zeit wurden unter anderem Canadair Sabre, Hawker Hunter und Gloster Meteor eingesetzt. Der Standort diente der schnellen Verfügbarkeit alliierter Luftstreitkräfte in Mitteleuropa und war fest in die Struktur der Royal Air Force Germany eingebunden.
- 1954 bis 1957 nutzte die No. 234 Squadron RAF den Standort. Die Staffel war zunächst mit Canadair Sabre F.4 ausgerüstet und wechselte später auf die Hawker Hunter F.4. Damit spiegelte Geilenkirchen den technischen Übergang der RAF von frühen Nachkriegsjets zu moderneren, leistungsfähigeren Jagdflugzeugen wider.
- 1955 bis 1957 war auch die No. 2 Squadron RAF in Geilenkirchen stationiert. Sie flog zunächst die Gloster Meteor FR.9 und später die Supermarine Swift FR.5. Ihre Aufgabe lag stärker im Bereich der taktischen Aufklärung, was Geilenkirchen neben der Jägerrolle auch eine wichtige Aufklärungsfunktion innerhalb der britischen Luftstreitkräfte gab.
- 1957 endete die erste Phase mehrerer früher RAF-Staffeln am Standort. Einige Verbände wurden verlegt, andere auf neue Flugzeugtypen umgerüstet oder organisatorisch neu eingeordnet. Geilenkirchen blieb jedoch weiterhin ein aktiver RAF-Flugplatz und wurde in den folgenden Jahren erneut mit anderen Staffeln und neuen Flugzeugmustern belegt.
Wechselnde RAF-Staffeln und neue Einsatzrollen (1957–1961)
- 1957 bis 1961 war die No. 59 Squadron RAF in Geilenkirchen stationiert. Sie flog English Electric Canberra B.2 und später Canberra B(I).8. Mit der Canberra erhielt der Standort eine andere Qualität, denn dieses Muster war kein klassischer Jäger, sondern ein strahlgetriebenes Einsatzflugzeug für Aufklärungs- und Angriffsrollen.
- 1958 kam kurzfristig die No. 256 Squadron RAF nach Geilenkirchen. Sie war mit der Gloster Meteor NF.11 verbunden, einem Nachtjäger der frühen Jet-Generation. Auch wenn die Stationierung nur kurz war, zeigt sie die breite Nutzung des Flugplatzes innerhalb der RAF-Struktur.
- 1958 bis 1959 nutzte die No. 96 Squadron RAF den Standort mit der Gloster Javelin FAW.4. Die Javelin war ein zweisitziger Allwetter-Abfangjäger und passte zur damaligen NATO-Anforderung, gegnerische Luftfahrzeuge auch bei schlechter Sicht und in der Nacht bekämpfen zu können.
- 1959 bis 1961 kehrte die No. 3 Squadron RAF erneut nach Geilenkirchen zurück und flog in dieser Phase die Gloster Javelin FAW.4. Damit blieb der Standort weiterhin ein wichtiger Platz für den Betrieb britischer Abfangjäger im westdeutschen Luftraum.
- 1959 bis 1965 war die No. 11 Squadron RAF mit Geilenkirchen verbunden. Sie nutzte zunächst die Gloster Meteor NF.11 und später verschiedene Versionen der Gloster Javelin, darunter FAW.4, FAW.5 und FAW.9. Die Staffel stand damit für den Übergang von der ersten Jet-Generation zur spezialisierten Allwetter-Abfangjagd.
Canberra, Javelin und Lightning als letzte RAF-Phase (1961–1968)
- 1961 bis 1968 war die No. 3 Squadron RAF erneut in Geilenkirchen präsent, nun mit der English Electric Canberra B(I).8. Damit wurde der Standort über mehrere Jahre mit einem leistungsfähigen britischen Einsatzmuster verbunden, das in der NATO-Planung der Zeit eine wichtige Rolle spielte.
- 1962 bis 1965 wurde die No. 5 Squadron RAF mit Geilenkirchen verbunden. Sie flog die Gloster Javelin FAW.9, eine weiterentwickelte Version des britischen Allwetter-Abfangjägers. Geilenkirchen blieb dadurch bis Mitte der 1960er Jahre ein aktiver Standort für britische Abfangjägerkräfte.
- 1965 bis 1968 kam mit der No. 92 Squadron RAF eine der bekannten britischen Jagdstaffeln nach Geilenkirchen. Sie war mit der English Electric Lightning F.2 und F.2A ausgerüstet. Die Lightning war eines der leistungsfähigsten britischen Abfangflugzeuge ihrer Zeit und prägte die letzte aktive RAF-Jägerphase des Platzes.
- Januar 1968 endete die Nutzung des Flugplatzes durch die Royal Air Force. Damit ging eine rund 15-jährige britische Phase zu Ende, in der RAF Geilenkirchen als wichtiger Jäger-, Abfang- und Einsatzflugplatz der RAF Germany gedient hatte. Der Standort wurde anschließend nicht aufgegeben, sondern an die deutsche Luftwaffe übergeben.
Übernahme durch die deutsche Luftwaffe und Pershing-Stationierung (1968–1981)
- März 1968 übernahm die deutsche Luftwaffe den Flugplatz Geilenkirchen. Damit begann eine neue militärische Nutzungsphase, die sich deutlich von der vorherigen RAF-Zeit unterschied. Der Schwerpunkt lag nun nicht mehr auf dem Betrieb von Jagdflugzeugen, sondern auf bodengebundenen Flugkörperverbänden.
- August 1968 wurde Geilenkirchen Heimat des Flugkörpergeschwaders 2 der Luftwaffe. Der Verband war mit Pershing I und später Pershing IA ausgerüstet. Diese ballistischen Flugkörper gehörten zur nuklearen Abschreckungsstruktur der NATO während des Kalten Krieges. Unterstützt wurde das deutsche Flugkörpergeschwader durch das 85th U.S. Army Field Artillery Detachment, das im Rahmen der nuklearen Teilhabe und der amerikanischen Unterstützungsstruktur eine besondere Rolle einnahm.
- 1968 bis 1981 prägte das Flugkörpergeschwader 2 den Standort. Während die Start- und Landebahn weiterhin Bestandteil des Flugplatzes blieb, stand die operative Bedeutung nun im Zusammenhang mit der NATO-Abschreckung und der bodengebundenen Raketenfähigkeit. Geilenkirchen war in dieser Phase weniger ein klassischer Flugbetriebsplatz als vielmehr ein militärischer Spezialstandort der Luftwaffe.
- 1981 verlegte das Flugkörpergeschwader 2 aus dem eigentlichen Flugplatzbereich in die Selfkant-Kaserne nach Geilenkirchen-Niederheid. Dieser Schritt machte den Weg frei für eine grundlegende Umgestaltung der Air Base, denn die NATO hatte inzwischen entschieden, Geilenkirchen zur Haupteinsatzbasis ihrer neuen fliegenden Frühwarnflotte zu machen.
Entscheidung für die NATO-AWACS-Basis und großer Umbau (1980–1982)
- Januar 1980 wurde die NATO Airborne Early Warning and Control Force aufgebaut. Geilenkirchen wurde als Main Operating Base für die E-3A Component ausgewählt. Damit begann die bis heute prägende NATO-Phase des Standortes.
- 1980 starteten umfangreiche Bau- und Modernisierungsarbeiten auf dem Flugplatz. Für den Betrieb der AWACS-Flotte mussten die vorhandenen Anlagen stark erweitert und angepasst werden. Dazu gehörten eine neue Start- und Landebahn, neue Rollwege, Vorfelder, technische Gebäude, Simulatoranlagen, ein Kontrollturm, Unterkünfte und modernisierte Hangars.
- Oktober 1980 erhielt die E-3A Component den Status eines NATO International Military Headquarters. Damit wurde Geilenkirchen nicht nur ein Standort für Flugzeuge, sondern auch ein multinationaler NATO-Verband mit eigenem Führungs- und Unterstützungsapparat.
- Ende 1981 war der Abzug des deutschen Pershing-Verbandes aus dem Flugplatzbereich abgeschlossen. Das 85th U.S. Army Field Artillery Detachment blieb zunächst weiterhin am Standort präsent, bis auch diese Unterstützungseinheit im Zuge der späteren Abrüstung aufgelöst wurde.
- 24. Februar 1982 landete die erste NATO E-3A AWACS in Geilenkirchen. Dieser Tag markiert den Beginn des AWACS-Flugbetriebs am Standort. Mit der Boeing E-3A Sentry erhielt Geilenkirchen ein Flugzeugmuster, das äußerlich durch den großen Radardom auf dem Rumpf sofort erkennbar ist und bis heute das Bild der Air Base prägt.
- 31. März 1982 übergab die Bundesrepublik Deutschland die Main Operating Base offiziell an die NATO. Geilenkirchen wurde damit zum zentralen europäischen Standort der NATO E-3A Component.
- 28. Juni 1982 wurde die NATO E-3A Component offiziell aktiviert. Sie gilt als erster integrierter multinationaler fliegender Verband der NATO. Das bedeutet, dass Personal aus verschiedenen NATO-Staaten nicht nur nebeneinander, sondern gemeinsam in einer einheitlichen militärischen Struktur arbeitet.
Aufbau der vollen Einsatzfähigkeit der E-3A Component (1982–1988)
- 1982 bis 1988 wurde die NATO E-3A Component Schritt für Schritt aufgebaut. Die Auslieferung weiterer E-3A-Flugzeuge, der Aufbau multinationaler Besatzungen, die Ausbildung der Crews und die Einrichtung der technischen Unterstützung machten Geilenkirchen zu einem der wichtigsten NATO-Luftwaffenstandorte in Europa.
- 1980er Jahre wurden neben den E-3A AWACS auch Boeing 707 Trainer Cargo Aircraft in die Flotte eingebunden. Diese Maschinen dienten als Trainings- und Transportflugzeuge und entlasteten die eigentlichen AWACS-Maschinen bei bestimmten Ausbildungs- und Unterstützungsaufgaben.
- Ende 1988 erreichte die E-3A Component die volle Einsatzfähigkeit. Damit war Geilenkirchen vollständig als Haupteinsatzbasis der NATO-Frühwarnflotte etabliert. Der Standort war nun fest mit den Aufgaben Luftlageerfassung, Frühwarnung, Gefechtsführung, Kommunikation und Führungsunterstützung verbunden.
Geilenkirchen als operative NATO-Drehscheibe nach dem Kalten Krieg (1989–2001)
- 1989/1990 veränderte das Ende des Kalten Krieges die sicherheitspolitische Lage in Europa grundlegend. Für Geilenkirchen bedeutete dies jedoch keinen Bedeutungsverlust. Die AWACS-Flotte blieb wichtig, weil sie nicht nur zur klassischen Abschreckung, sondern auch zur Krisenreaktion und internationalen Luftraumüberwachung eingesetzt werden konnte.
- 1991 wurde das 85th U.S. Army Field Artillery Detachment deaktiviert. Im selben Jahr wurde auch das Flugkörpergeschwader 2 der Luftwaffe endgültig aufgelöst. Damit endete die Pershing-Geschichte in Geilenkirchen endgültig, während die NATO-AWACS-Rolle des Standortes weiter an Bedeutung gewann.
- 1990er Jahre wurden die AWACS-Flugzeuge aus Geilenkirchen bei NATO-Operationen im Zusammenhang mit den Konflikten auf dem Balkan eingesetzt. Die E-3A Component unterstützte die Überwachung des Luftraums, die Koordination von Luftoperationen und die Führung von Einsatzkräften. Dadurch entwickelte sich Geilenkirchen von einer Frühwarnbasis des Kalten Krieges zu einem operativen Einsatzstandort für internationale Krisenlagen.
- 1990er Jahre wurde die Flotte technisch modernisiert. Die E-3A blieb äußerlich weitgehend gleich, erhielt aber schrittweise verbesserte Missionssysteme, Kommunikationsausrüstung und Arbeitsplätze für die Besatzungen. Diese Modernisierungen waren notwendig, um das alternde Boeing-707-Grundmuster weiterhin für moderne NATO-Aufgaben nutzbar zu halten.
AWACS im internationalen Einsatzspektrum (2001–2011)
- 2001 rückte die Bedeutung der NATO-AWACS nach den Terroranschlägen vom 11. September erneut deutlich in den Vordergrund. AWACS-Flugzeuge wurden zur Luftraumüberwachung und zur Unterstützung von Sicherheitsoperationen eingesetzt. Die Aufgaben gingen weit über die klassische Luftverteidigung hinaus und umfassten zunehmend auch Schutz-, Überwachungs- und Koordinierungsaufgaben.
- 2000er Jahre beteiligte sich die E-3A Component an verschiedenen NATO-Operationen und Übungen. Dazu gehörten Einsätze zur Unterstützung der Luftraumkontrolle, der Terrorismusabwehr, der Krisenreaktion und der internationalen Stabilisierung. Geilenkirchen blieb dabei die zentrale Heimatbasis, während die Maschinen regelmäßig zu vorgeschobenen Einsatzorten verlegten.
- 2011 endete die Nutzung der Boeing 707 Trainer Cargo Aircraft bei der NATO E-3A Component. Damit konzentrierte sich die Flotte am Standort Geilenkirchen wieder vollständig auf die E-3A AWACS. Die TCA-Maschinen hatten über viele Jahre Ausbildungs-, Transport- und Unterstützungsaufgaben übernommen, wurden aber nicht weiter betrieben.
- 2011 spielte die NATO-AWACS-Flotte auch im Zusammenhang mit Operationen über Libyen eine Rolle. Die Maschinen dienten dabei der Luftlageerfassung, Überwachung und Führungsunterstützung. Geilenkirchen zeigte erneut, dass der Standort nicht nur eine stationäre Basis, sondern Ausgangspunkt für internationale NATO-Operationen ist.
Umorganisation der NATO-Führungsstruktur und Stärkung Geilenkirchens (2012–2018)
- 2012 bis 2015 wurde die NATO-AWACS-Struktur organisatorisch weiterentwickelt. Ziel war es, Führung, Betrieb, Ausbildung, Technik und Zukunftsplanung enger zusammenzuführen. Geilenkirchen gewann dadurch weiter an Bedeutung innerhalb der NATO-Luftstreitkräfte.
- 2015 wurde das NATO Airborne Early Warning & Control Force Headquarters im Zuge einer größeren Neuorganisation von Mons in Belgien nach Geilenkirchen verlegt. Damit wurde die Air Base nicht nur Heimat der E-3A Component, sondern auch Sitz der übergeordneten Führungsstruktur der NATO-AWACS-Flotte.
- 2015 wurde die organisatorische Bedeutung Geilenkirchens zusätzlich gestärkt. Am Standort konzentrierten sich nun die E-3A Component, das Headquarters der NATO Airborne Early Warning & Control Force und technische beziehungsweise systembezogene Unterstützungselemente. Geilenkirchen wurde damit zum zentralen Knotenpunkt für Führung, Einsatzbereitschaft, Ausbildung und Weiterentwicklung der NATO-AWACS-Fähigkeit.
- Dezember 2018 wurde ein großes Modernisierungsprogramm der NATO E-3A-Flotte abgeschlossen. Die Maschinen erhielten unter anderem modernisierte Navigations-, Kommunikations- und Missionssysteme. Diese Maßnahmen waren wichtig, um die Einsatzfähigkeit der E-3A bis in die kommenden Jahre zu sichern.
Geilenkirchen in der heutigen NATO-Luftverteidigung (2019–2026)
- 2019 bis 2022 blieb Geilenkirchen eine zentrale Basis für NATO-Überwachungs- und Führungsflüge. Die E-3A Component wurde weiterhin regelmäßig für Übungen, Luftraumüberwachung, Krisenreaktion und Einsatzunterstützung genutzt. Die geografische Lage im Westen Deutschlands, nahe Belgien und den Niederlanden, macht den Standort für multinationale Abläufe besonders geeignet.
- 2022 gewann die Rolle der NATO-AWACS nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erneut stark an Bedeutung. AWACS-Flugzeuge aus Geilenkirchen wurden verstärkt für Überwachungsflüge an der Ostflanke der Allianz eingesetzt. Die Aufgabe bestand dabei nicht im direkten Eingreifen in Kampfhandlungen, sondern in der Luftraumbeobachtung, Frühwarnung und Lagebilderstellung für das Bündnisgebiet.
- 2023 wurde deutlich, dass die NATO langfristig den Übergang zu neuen luftgestützten Frühwarnsystemen vorbereitet. Die E-3A bleibt jedoch weiterhin die prägende Fähigkeit in Geilenkirchen. Gleichzeitig wird innerhalb der NATO die Zukunft mit moderneren Plattformen wie der Boeing E-7 vorbereitet, wobei der Schwesterverband in Großbritannien eine wichtige Rolle spielt.
- 2024 rückte die Air Base Geilenkirchen auch wegen erhöhter Sicherheitsmaßnahmen in den öffentlichen Blick. Die Bedeutung des Standortes als NATO-Schlüsselanlage führte zu erhöhter Aufmerksamkeit bei Schutz, Zugangskontrolle und Bedrohungsbewertung. Der militärische Flugbetrieb und die NATO-Aufgaben blieben davon grundsätzlich geprägt, aber nicht in ihrer Rolle verändert.
- 2025/2026 ist Geilenkirchen weiterhin Sitz der NATO Airborne Early Warning & Control Force, der E-3A Component und weiterer Unterstützungsstrukturen. Die dort stationierte Flotte besteht aus 14 NATO E-3A AWACS. Die Maschinen sind auf der Boeing-707-Plattform aufgebaut und werden durch multinationale Besatzungen betrieben.
EINHEITEN / UNITS
Flight Radar
Static Airframes
PRESERVED
- 71+68 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8228 / German Air Force / Ground Instructional Airframe
- 84+04 / Sikorski CH-53G Stallion / cn V002 / German Army / only Fuselage











