Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Charles David Fennell

Spotter Mania Titelbild

FRANKFURT AM MAIN

Frankfurt Airport

Der Flughafen Frankfurt am Main gehört zu den bedeutendsten Verkehrsdrehscheiben Europas und ist seit Jahrzehnten das wichtigste internationale Luftverkehrszentrum Deutschlands. Seine Geschichte reicht weit zurück: von den frühen Frankfurter Luftfahrtanfängen am Rebstock über die Eröffnung des Rhein-Main-Flughafens im Jahr 1936 bis hin zum heutigen Großflughafen mit mehreren Terminals, eigenem Fernbahnhof, umfangreicher Frachtinfrastruktur und weltweiter Vernetzung.

Kaum ein anderer deutscher Flughafen spiegelt die Entwicklung der Luftfahrt so deutlich wider wie Frankfurt. Luftschiffe, Propellerflugzeuge, die Berliner Luftbrücke, das Jet-Zeitalter, der Aufstieg der Lufthansa zum globalen Netzwerkcarrier, die Erweiterung um Terminal 2, die neue Landebahn Nordwest und schließlich Terminal 3 markieren wichtige Stationen einer außergewöhnlichen Flughafenbiografie. Dabei war Frankfurt nie nur ein Ort des Reisens, sondern immer auch ein Spiegel politischer, wirtschaftlicher und technischer Veränderungen.

Heute steht der Flughafen Frankfurt am Main für internationale Mobilität, logistische Leistungsfähigkeit und eine enorme historische Tiefe. Wer seine Entwicklung betrachtet, erkennt nicht nur die Geschichte eines Flughafens, sondern auch ein Stück deutscher Luftfahrtgeschichte: vom ambitionierten Flug- und Luftschiffhafen der 1930er Jahre bis zum modernen globalen Drehkreuz des 21. Jahrhunderts.

D-60547 Frankfurt am Main

IATA: FRA
ICAO: EDDF

RUNWAYS:
07R/25L (4000x45m) Asphalt
07C/25C (4000x60m) Asphalt
18 (4000x45m) Beton – Nur für Starts
07L/25R (2800x45m) Beton – Nur für Landungen


GESCHICHTE

Von den Frankfurter Luftfahrtanfängen zum modernen Großflughafen (1909 – 1935)
  • 1909 beginnt die Frankfurter Luftfahrtgeschichte nicht am heutigen Standort des Flughafens, sondern am Rebstockgelände. Dort entsteht mit der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft, kurz DELAG, ein früher Mittelpunkt der zivilen Luftfahrt. Frankfurt ist damit bereits vor dem Ersten Weltkrieg eng mit der Entwicklung von Luftschiffen und später auch mit dem Flugverkehr verbunden. Der Standort Rebstock stößt jedoch mit wachsendem Luftverkehr zunehmend an seine Grenzen.
  • 1924 wird die Südwestdeutsche Luftverkehrs AG gegründet, eine Vorgängergesellschaft der späteren Flughafen Frankfurt/Main AG und der heutigen Fraport AG. Sie betreibt zunächst den Flughafen am Rebstock. Der Betrieb dort zeigt jedoch bald, dass Frankfurt für die Zukunft einen größeren, leistungsfähigeren Standort benötigt.
  • 1930 fällt die Entscheidung, einen neuen Flughafen im Frankfurter Stadtwald zu bauen. Geplant ist ein großzügiger Flug- und Luftschiffhafen südwestlich der Stadt, nahe der Autobahnverbindung Frankfurt–Darmstadt und in der Nähe des späteren Frankfurter Kreuzes. Die Weltwirtschaftskrise verzögert den Beginn, doch die Grundidee ist klar: Frankfurt soll einen modernen Verkehrsflughafen mit überregionaler Bedeutung erhalten.
  • 1934 beginnen die Bauarbeiten am neuen Standort. Große Waldflächen werden gerodet, die Infrastruktur wird vorbereitet, und es entstehen gewaltige Luftschiffhallen. Eine dieser Hallen befindet sich in dem Bereich, in dem Jahrzehnte später Terminal 3 entstehen wird. Schon in dieser frühen Phase wird der Flughafen nicht nur als lokaler Verkehrsplatz gedacht, sondern als repräsentatives Tor zur Welt.
Eröffnung des Rhein-Main-Flughafens und Ende der Zeppelin-Ära (1936 – 1939)
  • 8. Juli 1936 wird der neue „Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main“ offiziell eröffnet. Das erste Flugzeug, das am neuen Flughafen landet, kommt vom alten Frankfurter Flughafen Rebstock. Mit der Eröffnung beginnt die Geschichte des heutigen Flughafens Frankfurt am Main an seinem bis heute genutzten Standort. Die Anlage wird damals als moderner Weltflughafen inszeniert und verbindet den klassischen Flugverkehr mit der noch immer bedeutenden Luftschifffahrt.
  • 1936 entwickelt sich der neue Flughafen rasch zu einem wichtigen Verkehrspunkt im Rhein-Main-Gebiet. Die Lage nahe der Autobahn und im wirtschaftlich starken Raum Frankfurt macht ihn zu einem Standort mit großem Entwicklungspotenzial. Gleichzeitig bleibt die Luftschifffahrt zunächst ein wichtiger Bestandteil des Konzepts, denn Frankfurt ist zu dieser Zeit noch eng mit dem Zeppelinverkehr verbunden.
  • 1937 endet die kurze Blütezeit der Zeppelin-Ära abrupt. Nach der Katastrophe der „Hindenburg“ in Lakehurst verliert der kommerzielle Luftschiffverkehr seine Zukunftsperspektive. Auch in Frankfurt verschiebt sich der Schwerpunkt damit endgültig hin zum motorisierten Flugverkehr. Der Flughafen bleibt bestehen, doch seine Rolle verändert sich grundlegend. Aus dem kombinierten Flug- und Luftschiffhafen wird Schritt für Schritt ein klassischer Verkehrsflughafen.
  • 1939 wird mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs die zivile Entwicklung des Flughafens unterbrochen. Der Standort gewinnt nun vor allem militärische Bedeutung. Der zivile Luftverkehr tritt in den Hintergrund, während die Anlagen zunehmend in die Kriegslogistik eingebunden werden. Damit beginnt eine Phase, in der der Flughafen nicht mehr als offenes Verkehrstor, sondern als militärisch genutzte Infrastruktur wahrgenommen wird.
Krieg, Besetzung und Wiederaufbau unter amerikanischer Kontrolle (1940 – 1949)
  • 1940 bis 1945 steht der Flughafen im Zeichen des Zweiten Weltkriegs. Die Anlagen werden militärisch genutzt und durch Kriegseinwirkungen beschädigt. Nach Kriegsende liegt der Standort nicht mehr in der Hand deutscher ziviler Stellen, sondern wird von den amerikanischen Streitkräften übernommen und wieder instand gesetzt. Damit beginnt eine neue, für Frankfurt prägende Nachkriegsphase.
  • 1945 entsteht auf der Südseite des Flughafens die Rhein-Main Air Base der US Air Force. Sie wird zu einem der wichtigsten amerikanischen Lufttransportstützpunkte in Europa. Der zivile Flughafen und die militärische Basis existieren fortan über Jahrzehnte nebeneinander. Diese Doppelfunktion prägt die räumliche und betriebliche Entwicklung des Flughafens erheblich.
  • 1948 beginnt mit der Berlin-Blockade eine der bekanntesten Phasen der Frankfurter Flughafengeschichte. Die Rhein-Main Air Base spielt während der Berliner Luftbrücke eine zentrale Rolle. Von Frankfurt aus starten zahlreiche Versorgungsflüge nach West-Berlin. Der Flughafen wird dadurch international bekannt und gewinnt zusätzlich an strategischer Bedeutung.
  • 1949 wird das System der Parallelbahnen fertiggestellt. Damit erhält der Flughafen eine Grundlage, auf der der zivile Verkehr in den folgenden Jahren wieder wachsen kann. Gleichzeitig bleibt die amerikanische Präsenz auf der Südseite bestehen. Frankfurt entwickelt sich nun zu einem Standort mit zwei Gesichtern: ziviler Wiederaufbau auf der einen Seite, militärische Drehscheibe auf der anderen.
Rückkehr des zivilen Luftverkehrs und Aufstieg zum internationalen Drehkreuz (1950 – 1961)
  • 1950 bis 1954 gewinnt der zivile Luftverkehr am Flughafen Frankfurt wieder an Bedeutung. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der schrittweisen Rückgabe von Zuständigkeiten an deutsche Stellen wird der Flughafen erneut stärker als ziviler Verkehrsflughafen entwickelt. Die frühere Betreibergesellschaft verändert sich ebenfalls: Aus der VAG wird 1954 die Flughafen Frankfurt/Main AG.
  • 1955 ist ein Schlüsseljahr für Frankfurt. Die Bundesrepublik erhält ihre Lufthoheit zurück, und Lufthansa nimmt den Flugbetrieb wieder auf. Frankfurt wird dabei zu einem zentralen Standort der deutschen Nachkriegsluftfahrt. Der Flughafen profitiert von seiner geografischen Lage, der wirtschaftlichen Stärke des Rhein-Main-Gebietes und der guten Verkehrsanbindung.
  • 1957 wird die nördliche Start- und Landebahn verlängert, zunächst auf 3.000 Meter und anschließend auf 3.900 Meter. Damit bereitet sich Frankfurt auf das Jet-Zeitalter vor. Die Verlängerung ist ein entscheidender Schritt, um größere und leistungsfähigere Verkehrsflugzeuge abfertigen zu können. Der Flughafen richtet sich damit klar auf den internationalen Langstreckenverkehr aus.
  • 1958 wird mit der Empfangsanlage Ost ein neues Passagiergebäude eröffnet. Der Flughafen entwickelt sich nun sichtbar zu einem internationalen Luftverkehrsknoten. Die neue Anlage verbessert die Abfertigung, reicht aber schon nach wenigen Jahren nicht mehr aus. Das starke Wachstum des Luftverkehrs überholt die Ausbauplanung schneller, als viele erwartet hatten.
  • 1961 zählt Frankfurt bereits rund 2,2 Millionen Passagiere und etwa 81.000 Starts und Landungen. Damit gehört der Flughafen zu den bedeutendsten Flughäfen Europas. Die vorhandenen Anlagen geraten erneut an ihre Kapazitätsgrenzen. Frankfurt steht nun vor der Frage, wie aus einem wachsenden Nachkriegsflughafen ein moderner Großflughafen werden kann.
Planung des Großflughafens und Ausbau für das Jet-Zeitalter (1962 – 1971)
  • 1962 fällt die Entscheidung, ein deutlich größeres Terminal zu bauen. Geplant wird eine Anlage, die den Flughafen auf ein neues Niveau heben soll. Gleichzeitig wird über eine weitere Startbahn nachgedacht, da die vorhandene Infrastruktur dem steigenden Verkehrsaufkommen langfristig nicht mehr gewachsen ist. Frankfurt beginnt damit eine Ausbauphase, die das Erscheinungsbild des Flughafens über Jahrzehnte prägen wird.
  • 1964 wird die südliche Start- und Landebahn auf 3.750 Meter verlängert. Auch diese Maßnahme steht im Zeichen des Jet-Zeitalters. Moderne Langstreckenflugzeuge benötigen leistungsfähige Bahnen, größere Abfertigungsflächen und eine zuverlässige technische Infrastruktur. Frankfurt baut seine Rolle als internationaler Flughafen weiter aus.
  • 1965 beginnen die Arbeiten am neuen großen Terminal. Das Projekt ist für die damalige Zeit enorm ambitioniert. Der Flughafen soll nicht nur mehr Passagiere abfertigen können, sondern auch effizientere Umsteigeprozesse ermöglichen. Der Ausbau zeigt, wie stark sich Frankfurt von einem Nachkriegsflughafen zu einem europäischen Luftverkehrszentrum entwickelt.
  • 1970 wird ein neuer Großhangar eröffnet, der bis zu sechs Flugzeuge in der Größenordnung einer Boeing 747 aufnehmen kann. Zur damaligen Zeit zählt er zu den größten Hangars der Welt. Diese Investition verdeutlicht, wie stark Frankfurt auf den Betrieb großer Langstreckenflugzeuge ausgerichtet wird. Der Flughafen ist nun technisch und infrastrukturell fest im Interkontinentalverkehr angekommen.
Terminal Mitte und die neue Dimension des Passagierverkehrs (1972 – 1979)
  • 14. März 1972 wird das neue Terminal Mitte eröffnet, das heutige Terminal 1. Mit diesem Terminal beginnt eine neue Ära am Flughafen Frankfurt. Die Anlage ist für größere Flugzeuge, steigende Passagierzahlen und schnelle Umsteigeprozesse ausgelegt. Besonders prägend ist das moderne Gepäckfördersystem, das damals zu den fortschrittlichsten und größten weltweit zählt.
  • 1972 erhält der Flughafen mit dem Terminal 1 erstmals eine direkte unterirdische Bahnanbindung. Damit wird die Verbindung von Luftverkehr und Schienenverkehr deutlich verbessert. Frankfurt entwickelt sich nicht nur als Flughafen weiter, sondern auch als intermodaler Verkehrsknoten. Diese Verbindung von Flugzeug, Bahn und Straße wird später zu einem der wichtigsten Standortvorteile des Flughafens.
  • 1973 beginnt das Planfeststellungsverfahren für die Startbahn 18 West. Der Ausbau ist aus Sicht der Flughafenbetreiber notwendig, weil das Verkehrsaufkommen weiter zunimmt. Gleichzeitig formiert sich massiver Widerstand gegen das Projekt. Die Auseinandersetzung um die Startbahn West wird zu einem der bekanntesten Infrastrukturkonflikte der Bundesrepublik.
  • 1970er Jahre wächst der Flughafen Frankfurt weiter, doch der Ausbau wird immer stärker von Umweltfragen, Lärmschutz und Bürgerprotesten begleitet. Der Flughafen ist inzwischen ein wirtschaftlicher Motor für die Region, aber auch ein Symbol für die Konflikte zwischen Wachstum, Verkehrsinfrastruktur und Naturschutz. Diese Spannung begleitet Frankfurt bis in die Gegenwart.
Startbahn West, Proteste und Kapazitätserweiterung (1980 – 1989)
  • 1980 eskaliert der Konflikt um die Startbahn 18 West. Nach gerichtlichen Entscheidungen und politischen Beschlüssen beginnen vorbereitende Arbeiten. Der Widerstand gegen Rodungen und Baumaßnahmen wird zu einer bundesweit beachteten Protestbewegung. Der Flughafen steht in dieser Phase nicht nur für Luftverkehr, sondern auch für eine große gesellschaftliche Debatte über Wachstum und Umwelt.
  • 1981 kommt es rund um das geplante Baugebiet zu großen Demonstrationen und zur Räumung von Protestcamps. Die Startbahn West wird zum Symbol der Umweltbewegung. Für die Flughafenentwicklung bedeutet diese Phase dennoch, dass der Ausbau weiter vorangetrieben wird, obwohl er politisch und gesellschaftlich stark umstritten bleibt.
  • 12. April 1984 nimmt die Startbahn 18 West den Betrieb auf. Sie ist rund 4.000 Meter lang und verläuft in Nord-Süd-Richtung. Wegen ihrer Lage und Ausrichtung wird sie in der Regel nur für Starts nach Süden genutzt. Mit ihrer Inbetriebnahme erhält Frankfurt zusätzliche Kapazität, bleibt aber weiterhin von Lärmschutzfragen und Ausbaukonflikten begleitet.
  • 1987 endet die Protestgeschichte um die Startbahn West tragisch, als bei einer Demonstration zwei Polizeibeamte erschossen werden. Dieses Ereignis verändert die Wahrnehmung der Bewegung grundlegend. Der Flughafen selbst setzt seinen Betrieb fort, doch die Startbahn West bleibt dauerhaft ein historisch sensibles Kapitel der Frankfurter Flughafengeschichte.
Terminal 2, SkyLine und der Flughafen der 1990er Jahre (1990 – 1999)
  • 1990 beginnen die Bauarbeiten für Terminal 2. Das bestehende Terminal 1 stößt inzwischen wieder an seine Grenzen. Terminal 2 wird östlich des bestehenden Terminalkomplexes errichtet und ist als moderne Ergänzung für den wachsenden internationalen Verkehr gedacht. Frankfurt bereitet sich damit auf die nächste Wachstumsstufe vor.
  • 24. Oktober 1994 wird Terminal 2 offiziell eröffnet. Mit den Flugsteigen D und E erweitert der Flughafen seine Terminalkapazität deutlich. Gleichzeitig geht die SkyLine in Betrieb, ein automatisches Hochbahnsystem, das Terminal 1 und Terminal 2 miteinander verbindet. Damit wird der Flughafen räumlich größer, bleibt aber für Passagiere intern schnell verbunden.
  • 1997 wird CargoCity South eröffnet. Dieser Ausbau stärkt Frankfurt besonders im Frachtbereich. Der Flughafen entwickelt sich damit nicht nur als Passagierdrehkreuz weiter, sondern auch als bedeutender Logistikstandort. Die frühere südliche Flughafenfläche wird zunehmend zu einem Bereich für Fracht, Technik und Dienstleistungen ausgebaut.
  • 1999 erhält Frankfurt mit dem Fernbahnhof am Flughafen eine zweite Bahnanlage, die vor allem für den Fernverkehr und den ICE-Verkehr ausgelegt ist. Zusammen mit dem bestehenden Regionalbahnhof wird der Flughafen zu einem der wichtigsten intermodalen Verkehrsknoten Europas. Die Kombination aus Flugverkehr, Fernbahn, Regionalbahn und Autobahnanschluss wird zu einem zentralen Merkmal des Standortes.
Fraport, Börsengang und Neuordnung der Südseite (2000 – 2006)
  • 2000 entscheidet die hessische Landesregierung nach einem Mediationsprozess zugunsten eines weiteren Flughafenausbaus. Die Diskussionen der späten 1990er Jahre führen zu einer neuen Ausbauplanung, die langfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen soll. Dabei geht es nicht nur um neue Flugbetriebsflächen, sondern auch um die spätere Entwicklung eines dritten Terminals.
  • 2001 geht Fraport, die frühere Flughafen Frankfurt/Main AG, an die Börse. Der Flughafen wird damit stärker als international ausgerichtetes Infrastrukturunternehmen positioniert. Frankfurt bleibt das Herzstück des Unternehmens, während Fraport sein Know-how zunehmend auch an anderen Flughafenstandorten weltweit einsetzt.
  • 2005 endet die Geschichte der Rhein-Main Air Base. Die amerikanische Lufttransportmission wird eingestellt, und die Basis wird bis Ende des Jahres an Deutschland zurückgegeben. Damit endet eine sechs Jahrzehnte lange militärische Nutzung auf der Südseite des Flughafens. Für Frankfurt öffnet sich dadurch ein großer Entwicklungsraum, der später eine entscheidende Rolle für Terminal 3 spielt.
  • 2006 beginnt die Neuordnung der früher militärisch genutzten Flächen. Die Integration der Südseite verändert die langfristige Struktur des Flughafens. Was einst als amerikanische Drehscheibe „Gateway to Europe“ bekannt war, wird nun Teil des zivilen Flughafens und der weiteren Ausbauplanung.
Ausbauentscheidung, Landebahn Nordwest und neues Betriebssystem (2007 – 2012)
  • 18. Dezember 2007 wird der Planfeststellungsbeschluss für den Flughafenausbau erlassen. Er schafft die Grundlage für mehrere zentrale Projekte, darunter die Landebahn Nordwest, die Entwicklung von Terminal 3 und die Anpassung der Verkehrsanbindung. Der Beschluss ist ein Meilenstein, bleibt aber wegen Lärm- und Umweltfragen weiterhin umstritten.
  • 20. Januar 2009 beginnen die Bauarbeiten an der neuen Landebahn Nordwest. Die Bahn entsteht nördlich des bisherigen Start- und Landebahnsystems und soll die Zahl möglicher Flugbewegungen erhöhen. Der Bau ist Teil eines umfassenden Ausbaupakets, mit dem Frankfurt seine Rolle als internationales Drehkreuz sichern will.
  • 21. Oktober 2011 nimmt die Landebahn Nordwest den Betrieb auf. Sie ermöglicht parallele Anflüge mit größerem Abstand zum bestehenden Bahnsystem und erhöht die betriebliche Leistungsfähigkeit des Flughafens erheblich. Gleichzeitig tritt das Nachtflugverbot zwischen 23 Uhr und 5 Uhr als wichtiger Bestandteil der Lärmschutzdiskussion in den Vordergrund.
  • 10. Oktober 2012 wird der Flugsteig A-Plus am Terminal 1 in Betrieb genommen. Der rund 800 Meter lange Ausbau erweitert die Kapazität um etwa sechs Millionen Passagiere pro Jahr und schafft zusätzliche Positionen für Großraumflugzeuge. Damit wird Terminal 1 für den interkontinentalen Verkehr nochmals deutlich gestärkt.
Terminal 3 und die nächste Entwicklungsstufe des Flughafens (2013 – 2026)
  • 2014 wird die Baugenehmigung für Terminal 3 erteilt. Das neue Terminal ist als modular erweiterbare Anlage im Süden des Flughafens geplant. Es soll langfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen und die gewachsene Terminalstruktur entlasten. Die Planung berücksichtigt auch die neue SkyLine-Anbindung sowie die verkehrliche Erschließung über die Südseite.
  • Oktober 2015 erfolgt der offizielle Baubeginn für Terminal 3. Nach mehr als 15 Jahren Planung, Genehmigungsverfahren und Vorbereitung startet eines der größten privat finanzierten Infrastrukturprojekte Europas. Der Bau markiert die Rückkehr der früheren Südseite in eine zentrale Rolle der Frankfurter Flughafenentwicklung.
  • 2015 bis 2020 entstehen die ersten großen Bauabschnitte von Terminal 3. Dazu gehören die Baugrube, das Hauptgebäude, technische Anlagen und die ersten Flugsteige. Die Arbeiten zeigen die Dimension des Projekts: Terminal 3 wird nicht als bloße Ergänzung gebaut, sondern als eigenständiger neuer Terminalbereich für den Flughafen der kommenden Jahrzehnte.
  • 2020 bis 2022 wird der Flughafen durch die Corona-Pandemie stark getroffen. Der Passagierverkehr bricht zeitweise massiv ein, während Fracht- und Sonderverkehre eine größere Bedeutung erhalten. Trotz dieser Krise wird der Bau von Terminal 3 weitergeführt. Frankfurt bleibt damit auf langfristiges Wachstum ausgerichtet, auch wenn die Luftfahrtbranche vorübergehend in eine historische Krise gerät.
  • 22. April 2026 wird Terminal 3 offiziell eröffnet. Fraport bezeichnet die Eröffnung als historischen Moment und als Abschluss des größten Infrastrukturprojektes der Unternehmensgeschichte. Der reguläre Betrieb beginnt am 23. April 2026, zunächst mit einer schrittweisen Verlagerung von Airlines. Damit erhält der Flughafen Frankfurt nach Terminal 1 und Terminal 2 seinen dritten großen Terminalkomplex.
  • 2026 beginnt zugleich eine neue Terminalordnung am Flughafen. Während Terminal 3 den Betrieb aufnimmt, wird Terminal 2 für eine umfassende Modernisierung vorbereitet. Frankfurt tritt damit in eine weitere Umbauphase ein: Nicht nur neue Kapazitäten entstehen, sondern auch ältere Anlagen werden an aktuelle Anforderungen angepasst.

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Mit Terminal 3 entsteht im Süden des Frankfurt Airport eines der größten Infrastrukturprojekte Europas.


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