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DÜSSELDORF
Düsseldorf Airport
Der Flughafen Düsseldorf gehört zu den bedeutendsten Luftverkehrsstandorten Deutschlands und ist seit fast einem Jahrhundert eng mit der Entwicklung Nordrhein-Westfalens verbunden. Was 1927 als moderner Verkehrslandeplatz im Norden der Stadt begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem internationalen Flughafen mit großer regionaler und wirtschaftlicher Bedeutung. Seine Geschichte ist geprägt von Aufbruch, Zerstörung, Wiederaufbau, Wachstum und tiefgreifender Modernisierung.
Besonders spannend ist der Blick auf die vielen Wendepunkte: die frühen Jahre der zivilen Luftfahrt, die militärische Nutzung während des Zweiten Weltkriegs, der Neustart unter britischer Verwaltung, der Ausbau im Jet-Zeitalter, die enge Verbindung zur LTU und schließlich die Brandkatastrophe von 1996, die den Flughafen nachhaltig veränderte. Aus diesem Einschnitt entstand ein grundlegend modernisierter Airport, der sich bis heute als wichtiges Tor zur Rhein-Ruhr-Region behauptet.
Diese Historie zeigt, wie stark der Flughafen Düsseldorf immer wieder auf technische Entwicklungen, politische Entscheidungen und gesellschaftliche Anforderungen reagieren musste. Genau deshalb ist seine Geschichte mehr als eine reine Abfolge von Bauprojekten und Passagierzahlen. Sie erzählt vom Wandel der Luftfahrt, von der Bedeutung eines ganzen Wirtschaftsraums und von einem Flughafen, der sich trotz Rückschlägen immer wieder neu erfunden hat.
D-40474 Düsseldorf
Flughafenstraße 105
IATA: DUS
ICAO: EDDL
RUNWAYS:
05R/23L (3000x45m) B
05L/23R (2700x45m) B
GESCHICHTE
Vorgeschichte der Luftfahrt in Düsseldorf (1909 – 1926)
- 19. September 1909 landete mit dem Zeppelin Z III auf der Golzheimer Heide ein Luftschiff in Düsseldorf. Einen Flughafen im heutigen Sinn gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch die Landung zeigte, dass Düsseldorf früh in die Entwicklung der Luftfahrt eingebunden war. Die damalige Luftfahrt war noch stark von Luftschiffen, Schauveranstaltungen und Pioniergeist geprägt. Linienverkehr, Passagierabfertigung und geregelte Flughafenanlagen standen erst am Anfang ihrer Entwicklung.
- 1910er Jahre entwickelte sich die Region Düsseldorf zu einem Ort, an dem Luftfahrt öffentlich sichtbar wurde. Luftschiffe und frühe Flugveranstaltungen weckten das Interesse der Bevölkerung und der Stadtverwaltung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine wirtschaftlich bedeutende Stadt wie Düsseldorf langfristig eine feste Anbindung an den zivilen Luftverkehr benötigen würde.
- 1925 begannen die konkreten Vorbereitungen für den Bau des heutigen Flughafens im Norden Düsseldorfs. Das Gelände bei Lohausen bot genügend Raum, lag verkehrsgünstig zur Stadt und eignete sich für die damaligen Anforderungen des Luftverkehrs. Damit wurde der Grundstein für den späteren Verkehrsflughafen gelegt.
Eröffnung und erste internationale Verbindungen (1927 – 1932)
- Januar 1927 erhielt der neue Flughafen die luftrechtliche Genehmigung als Verkehrslandeplatz. Damit war die formale Grundlage geschaffen, den Standort offiziell in den zivilen Luftverkehr einzubinden. Düsseldorf positionierte sich damit früh als Luftverkehrsstandort im Westen Deutschlands.
- 19. April 1927 wurde der Flughafen Düsseldorf offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Robert Lehr übergab den neuen Flughafen seiner Bestimmung. Eigentümer waren die Rheinische Bahngesellschaft und die Stadt Düsseldorf. An diesem Tag begann der zivile Luftverkehr mit drei Flugzeugen der Deutschen Lufthansa. Der Flugplan war noch überschaubar und umfasste zunächst Ziele wie Essen, Köln und Dortmund.
- 1928 wurde auf dem Lohausener Flughafen die erste deutsche Kunstflugmeisterschaft ausgetragen. Diese Veranstaltung machte den noch jungen Flughafen über den reinen Linienverkehr hinaus bekannt und zeigte, dass Düsseldorf auch als Veranstaltungsort für die junge Luftfahrt eine Rolle spielte.
- 28. April 1929 eröffnete die belgische Fluggesellschaft Sabena eine internationale Verbindung auf der Strecke Brüssel, Antwerpen, Düsseldorf und Hamburg. Damit erhielt Düsseldorf bereits zwei Jahre nach der offiziellen Eröffnung eine erste internationale Linienverbindung. Für die damalige Zeit war das ein wichtiger Schritt, denn der Flughafen wurde dadurch nicht nur regional, sondern auch grenzüberschreitend wahrgenommen.
Ausbau der Infrastruktur und wachsende Bedeutung (1933 – 1938)
- 1933 wurde das Abfertigungszentrum um ein befestigtes Hallenvorfeld erweitert. Diese Maßnahme verbesserte die Abfertigung der Flugzeuge und passte den Flughafen an die steigenden Anforderungen des Luftverkehrs an. Aus dem einfachen Flugfeld entwickelte sich zunehmend eine feste Verkehrsanlage mit klareren Betriebsstrukturen.
- 1934 erhielt der Flughafen eine neue Peil- und Sendestation der Flugsicherung. Damit wurde die technische Infrastruktur verbessert, was besonders für die Sicherheit und Regelmäßigkeit des Flugbetriebs wichtig war. Die Luftfahrt entfernte sich zunehmend von improvisierten Pionierbedingungen und wurde technisch kontrollierter und planbarer.
- 1936 errichtete die Luftwaffe auf dem Flughafengelände einen Fliegerhorst. Damit begann eine zunehmende militärische Prägung des Standortes. Der zivile Charakter des Flughafens blieb zunächst bestehen, doch die politische Entwicklung in Deutschland führte dazu, dass die militärische Nutzung immer stärker in den Vordergrund rückte.
Militärische Nutzung und Kriegszerstörung (1939 – 1945)
- 3. September 1939 übernahm die Luftwaffe den Flughafen Düsseldorf. Der zivile Luftverkehr wurde eingestellt. Aus dem zivilen Verkehrsflughafen wurde ein militärisch genutzter Standort, dessen ursprüngliche Funktion als öffentlicher Verkehrsflughafen während des Krieges vollständig in den Hintergrund trat.
- Ab 1943 wurde der Militärflughafen Düsseldorf Ziel alliierter Bombenangriffe. Die Angriffe beschädigten die Anlagen erheblich und beeinträchtigten den Betrieb. Wie viele deutsche Luftverkehrsstandorte wurde auch Düsseldorf in den letzten Kriegsjahren stark in Mitleidenschaft gezogen.
- 18. April 1945 erreichten US-Truppen das Flughafenareal. Nach Kriegsende wurde der Standort an die Royal Air Force übergeben. Die zivile Nutzung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, denn Gebäude, Startbahn und technische Anlagen mussten zunächst wieder instand gesetzt werden.
Wiederaufbau und Rückkehr des zivilen Luftverkehrs (1949 – 1954)
- März 1949 wurde der Flughafen Düsseldorf nach etwa einjähriger Instandsetzung auf Beschluss der britischen Militärregierung wieder für die zivile Luftfahrt in Betrieb genommen. Damit begann der eigentliche Wiederaufbau des Flughafens als Verkehrsstandort. Der Betrieb stand zunächst noch unter britischer Verwaltung, doch die Wiedereröffnung war ein entscheidender Schritt zurück in den regulären Luftverkehr.
- 1. Dezember 1950 übergaben die britischen Streitkräfte die Flughafengesellschaft in deutsche Verwaltung. Eigentümer wurden das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Düsseldorf zu gleichen Teilen. Damit erhielt der Flughafen eine neue organisatorische Grundlage und konnte langfristig als zentraler Verkehrsflughafen des Landes Nordrhein-Westfalen weiterentwickelt werden.
- 1952 wurde die Hauptstart- und Landebahn auf 2.475 Meter verlängert. Zusätzlich entstanden notwendige Rollwege und Vorfeldflächen. Im selben Jahr nutzten bereits mehr als 120.000 Fluggäste den Flughafen. Diese Zahlen zeigen, wie schnell Düsseldorf nach dem Krieg wieder an Bedeutung gewann.
Beginn des Jet-Zeitalters und Aufstieg zum wichtigen Verkehrsflughafen (1955 – 1964)
- 1. April 1955 nahm die Deutsche Lufthansa ihren Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen auf. Für den Flughafen war dies ein wichtiger Meilenstein, denn die Rückkehr der Lufthansa stärkte die nationale Bedeutung des Standortes deutlich. Düsseldorf wurde wieder fest in das deutsche Liniennetz eingebunden.
- 1955 wurde außerdem die Lufttransport Union, später bekannt als LTU, gegründet. Auch wenn die spätere Entwicklung der LTU eng mit Düsseldorf verbunden wurde, entstand die besondere Bedeutung für den Flughafen vor allem durch die spätere Verlegung des Firmensitzes nach Düsseldorf.
- 6. Juli 1956 landete das erste Strahlenflugzeug auf dem Flughafen Düsseldorf. Damit erreichte das Jet-Zeitalter den Standort. Für den Flughafen bedeutete dies den Beginn einer neuen technischen Epoche: höhere Geschwindigkeiten, größere Reichweiten und neue Anforderungen an Bahnen, Abfertigung und Sicherheit.
- 1. Januar 1961 verlegte die LTU ihren Sitz von Köln nach Düsseldorf. Damit begann eine enge Verbindung zwischen der Ferienfluggesellschaft und dem Flughafen Düsseldorf. LTU prägte über Jahrzehnte den touristischen Lang- und Mittelstreckenverkehr ab Düsseldorf und trug wesentlich zum internationalen Profil des Flughafens bei.
- 1963 beantragte die Flughafengesellschaft die Genehmigung zum Bau einer zweiten Start- und Landebahn. Der Antrag zeigte, dass der Verkehr am Standort wuchs und die bestehende Infrastruktur an Grenzen stieß. Gleichzeitig begann damit eine lange Auseinandersetzung um Ausbau, Fluglärm und Kapazität.
- 1964 erteilte die Flughafen Düsseldorf GmbH einen Planungsauftrag für eine erweiterte Abfertigungsanlage. Die Zahl der Passagiere stieg auf rund 1,43 Millionen. Der Flughafen war nun kein kleiner Nachkriegsstandort mehr, sondern entwickelte sich zu einem bedeutenden Verkehrsflughafen mit wachsendem Einzugsgebiet.
Angerlandvergleich und großer Ausbau (1965 – 1979)
- 1965 wurde der sogenannte Angerlandvergleich geschlossen. Er legte den Rahmen für den weiteren Ausbau und Betrieb des Flughafens fest und wurde für Düsseldorf langfristig besonders wichtig. Der Vergleich regelte unter anderem Fragen der Kapazität und des Nachtfluges und blieb auch Jahrzehnte später ein zentraler Bezugspunkt in juristischen und politischen Auseinandersetzungen um den Flughafenbetrieb.
- 1969 wurde der Grundstein für eine neue Abfertigungsanlage gelegt. Gleichzeitig wurden die Arbeiten zur Verlängerung der Hauptstart- und Landebahn auf 3.000 Meter abgeschlossen. Der Flughafen zählte in diesem Jahr bereits rund 2,9 Millionen Fluggäste. Damit hatte Düsseldorf endgültig die Dimension eines großen deutschen Verkehrsflughafens erreicht.
- 1970 wurde der Nachtluftpostverkehr aus Lärmschutzgründen eingestellt. Dieser Schritt zeigt, dass die Diskussion um Lärm und Flughafenbetrieb in Düsseldorf schon früh eine wichtige Rolle spielte. Der Flughafen lag nicht isoliert, sondern in einem dicht besiedelten Umfeld, wodurch betriebliche Entwicklung und Anwohnerschutz immer wieder gegeneinander abgewogen werden mussten.
- 30. März 1973 wurde nach dreijähriger Bauzeit das neue Terminal 2 mit dem heutigen Flugsteig B eröffnet. Diese neue Abfertigungsanlage veränderte den Flughafen deutlich und gab ihm eine moderne Struktur für den stark wachsenden Passagierverkehr.
- Oktober 1975 wurde die S-Bahn-Strecke vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Flughafen eröffnet. Damit erhielt der Flughafen eine direkte Schienenanbindung an die Innenstadt. Für Reisende und Beschäftigte war dies ein wichtiger Schritt, da der Flughafen nun deutlich besser in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden wurde.
- 1977 wurde der heutige Flugsteig A in Betrieb genommen. Außerdem wurde das Planfeststellungsverfahren für eine Parallelbahn eingeleitet. Der Flughafen wuchs baulich weiter und versuchte, seine Kapazität an die steigende Nachfrage anzupassen.
Kapazitätsfragen, Terminal C und Ersatzbahn (1980 – 1995)
- 1980er Jahre wurde der Flughafen Düsseldorf zunehmend mit Kapazitätsfragen konfrontiert. Der Verkehr wuchs, gleichzeitig blieb der Betrieb durch die Lage im dicht besiedelten Umfeld und durch rechtliche Rahmenbedingungen begrenzt. Ausbau und Lärmschutz wurden zu Dauerthemen.
- 10. Januar 1986 wurde der heutige Flugsteig C offiziell eingeweiht. Damit erhielt der Flughafen zusätzliche Abfertigungskapazität, insbesondere für internationale und spätere Non-Schengen-Verkehre. Terminal C wurde zu einem wichtigen Baustein für den Ausbau des internationalen Angebots.
- 24. Juni 1986 verkündete das Verwaltungsgericht Düsseldorf ein erstinstanzliches Urteil gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau und Betrieb einer parallelen Start- und Landebahn. Das Ergebnis führte zur Billigung einer reinen Ersatzbahn, die jedoch nicht zur schnellen Abfertigung in Spitzenzeiten genutzt werden durfte. Damit blieb die Kapazitätsfrage trotz baulicher Möglichkeiten stark eingeschränkt.
- 1988 zeigte sich der Kapazitätsdruck besonders deutlich. Der Flughafen verzeichnete stark steigende Passagierzahlen, während die Nutzungsmöglichkeiten der Start- und Landebahnen begrenzt blieben. Düsseldorf entwickelte sich immer stärker zu einem nachgefragten Flughafen für Geschäfts-, Linien- und Ferienverkehr.
- 1992 erreichte der Flughafen 12.274.348 Passagiere. Die Flughafengesellschaft verzeichnete damit ein deutliches Wachstum. Zugleich beantragte sie eine Lärmkontingentierung, um die Begrenzung der Fluglärmbelastung anders zu regeln. Die Entwicklung zeigte erneut den Grundkonflikt des Standorts: wirtschaftliches Wachstum auf der einen Seite, Lärm- und Nachbarschaftsschutz auf der anderen.
Brandkatastrophe und tiefgreifender Einschnitt (1996)
- 11. April 1996 kam es im Terminal A des Düsseldorfer Flughafens zu einer der schwersten Brandkatastrophen in der Geschichte der zivilen Luftfahrtinfrastruktur. Schweißarbeiten an einer Dehnungsfuge lösten einen Schwelbrand im Dämmmaterial der Zwischendecke aus. Der Rauch breitete sich schnell im Gebäude aus. 17 Menschen starben, 88 wurden verletzt. Das Abfertigungsgebäude wurde schwer beschädigt und war anschließend nicht mehr nutzbar.
- Nach dem Brand 1996 musste der Flughafen seinen Betrieb unter schwierigen Bedingungen aufrechterhalten. Teile der Abfertigung wurden vorübergehend in Zelten und provisorischen Anlagen organisiert. Terminal C konnte nach Instandsetzung vergleichsweise früh wieder genutzt werden, während andere Bereiche umfangreich saniert oder neu gebaut werden mussten.
- 1996–2001 wurde der Brand zum Auslöser eines der größten Investitions- und Modernisierungsprogramme in der Geschichte des Flughafens. Brandschutz, Gebäudetechnik, Terminalstruktur und Passagierführung wurden grundlegend überarbeitet. Der Flughafen Düsseldorf wurde dadurch baulich und sicherheitstechnisch neu aufgestellt.
Wiederaufbau, Privatisierung und „Düsseldorf International“ (1997 – 2001)
- 1997 verkaufte das Land Nordrhein-Westfalen seinen Anteil an der Flughafengesellschaft an die Airport Partners GmbH, bestehend aus Hochtief Projektentwicklung und Aer Rianta. Im selben Jahr begannen am östlichen Rand des Flughafengeländes die Bauarbeiten für den neuen Fernbahnhof. Damit wurde der Flughafen nicht nur nach dem Brand neu aufgebaut, sondern auch strukturell und verkehrlich weiterentwickelt.
- April 1998 ging der neue Flugsteig A wieder in Betrieb. Zugleich wurde aus dem alten „Rhein-Ruhr Flughafen“ die Marke „Düsseldorf International“. Der neue Name unterstrich den Anspruch, Düsseldorf stärker als internationalen Flughafen und als Tor Nordrhein-Westfalens zur Welt zu positionieren.
- 17. März 1999 wurde der Grundstein für das Projekt „airport 2000 plus“ gelegt. Im selben Monat begannen die Rohbauarbeiten. Das Projekt war ein zentraler Bestandteil des Wiederaufbaus nach der Brandkatastrophe und sollte den Flughafen in eine neue bauliche und betriebliche Epoche führen.
- 28. Mai 2000 ging der neue Bahnhof „Düsseldorf Flughafen“ in Betrieb. Damit erhielt der Flughafen einen leistungsfähigen Fernbahnhof an der Bahnstrecke Köln–Duisburg. Reisende konnten den Flughafen nun deutlich besser aus der Region und aus anderen Teilen Deutschlands erreichen.
- September 2000 erhielt der Flughafen eine Genehmigung zur Nutzung der sogenannten Einbahnkapazität. Dadurch wurden zusätzliche Flugbewegungen möglich. Bis zum Jahresende nutzten rund 16,03 Millionen Passagiere den Flughafen Düsseldorf.
- 1. Juli 2001 ging das neue Terminalgebäude in Betrieb. Erstmals seit dem Brand im April 1996 konnten wieder alle Flüge von einem gemeinsamen Terminalbereich starten und dort ankommen. Damit war der operative Wiederaufbau nach der Katastrophe im Kern abgeschlossen.
Neue Verkehrsanbindung, Airport City und Modernisierung (2002 – 2009)
- 1. Juli 2002 wurde der SkyTrain in Betrieb genommen. Die automatische Hochbahn verbindet den Fernbahnhof mit den Terminals und den Parkbereichen. Damit wurde die neue Bahnanbindung des Flughafens vollständig in den Flughafenbetrieb integriert.
- 2003 begann auf dem ehemaligen Gelände der britischen Caernarvon Barracks südwestlich des Terminals die Entwicklung der Düsseldorf Airport City. Aus einem früher militärisch genutzten Areal entstand ein Büro- und Dienstleistungsstandort mit direkter Nähe zum Flughafen.
- 2004 wurde der Grundstein für die Airport City gelegt. Mit Tiefgarage, Hotel- und Büroflächen entwickelte sich das Flughafenumfeld zu einem eigenen Wirtschaftsstandort. Der Flughafen war damit nicht mehr nur Verkehrsanlage, sondern auch ein wachsender Standort für Dienstleistungen, Verwaltung, Hotellerie und flughafennahe Unternehmen.
- 8. November 2005 erteilte das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium die sogenannte Anschlussgenehmigung. Diese führte zu weiteren juristischen Auseinandersetzungen, weil Nachbarkommunen und Privatpersonen gegen Teile der Regelung klagten. Besonders umstritten waren zusätzliche Bewegungen und Landungen in den späten Abendstunden.
- 11. Juni 2008 wurde die Genehmigung nach gerichtlichen Verfahren rechtskräftig. Damit konnte der Flughafen seine Betriebsregelung in begrenztem Umfang erweitern, musste aber zugleich Anforderungen an den passiven Lärmschutz beachten.
- 2008–2009 wurden mehrere Erweiterungsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehörten der Bau eines neuen Hangars für die Wartung von Flugzeugen der Air-Berlin-Gruppe, zusätzliche Vorfeldflächen, weitere Parkpositionen, Transfergänge zwischen den Terminalbereichen sowie ein neues Parkhaus. Diese Maßnahmen verbesserten die Abläufe und stärkten den Flughafen als Standort für Airlines, Wartung und Passagierverkehr.
Neue Marke, A380-Ausbau und internationale Ausrichtung (2010 – 2019)
- 12. November 2006 war bereits erstmals ein Airbus A380 im Rahmen eines Lufthansa-Promotionsfluges in Düsseldorf gelandet. Dieser Besuch zeigte früh, dass der Flughafen grundsätzlich auch für sehr große Verkehrsflugzeuge interessant war, auch wenn der regelmäßige A380-Betrieb erst später vorbereitet wurde.
- 9. April 2013 stellte der Flughafen ein neues Logo und die neue Eigenbezeichnung „Düsseldorf Airport“ vor. Der bisherige Namenszusatz „International“ trat damit in den Hintergrund. Die neue Marke setzte stärker auf den IATA-Code DUS und sollte den Flughafen moderner und international verständlicher positionieren.
- 18. Juni 2013 beschloss der Aufsichtsrat des Flughafens, einen Antrag auf Planfeststellung zur Änderung der Betriebsgenehmigung zu stellen. Ziel war eine flexiblere Nutzung beider Start- und Landebahnen und eine Erhöhung der koordinierten Flugbewegungen in nachfragestarken Zeiten. Der Antrag blieb politisch und gesellschaftlich umstritten.
- Januar 2014 kündigte der Flughafen Maßnahmen zur Anpassung an den Airbus A380 an. Dazu gehörten unter anderem neue Fluggastbrücken, angepasste Bodenabfertigung und infrastrukturelle Änderungen. Damit bereitete sich Düsseldorf auf den regelmäßigen Einsatz des größten Passagierflugzeugs der Welt vor.
- 1. Juni 2015 wurden die baulichen Vorbereitungen für den A380-Betrieb abgeschlossen. Der Flughafen verfügte nun über die notwendige Infrastruktur für die parallele Abfertigung des doppelstöckigen Großraumflugzeugs.
- 1. Juli 2015 nahm Emirates den regelmäßigen A380-Betrieb zwischen Dubai und Düsseldorf auf. Die Verbindung war ein sichtbares Zeichen für die internationale Bedeutung des Flughafens und stärkte Düsseldorf besonders im Langstrecken- und Umsteigeverkehr Richtung Naher Osten, Asien, Afrika und Australien.
- 2017 feierte der Flughafen sein 90-jähriges Bestehen. Aus dem kleinen Verkehrslandeplatz mit drei Lufthansa-Flugzeugen war ein internationaler Flughafen mit Millionen Passagieren, zahlreichen Fluggesellschaften und einem großen Einzugsgebiet geworden.
- Ab Sommer 2017 traten wiederholt Engpässe bei den Sicherheitskontrollen auf. Personalmangel und hohe Nachfrage führten zeitweise zu langen Wartezeiten. Diese Phase zeigte, dass moderne Flughäfen nicht nur durch Startbahnen und Terminals begrenzt werden, sondern auch durch Personal, Sicherheitsprozesse und Abfertigungsorganisation.
Pandemie, Erholung und Gegenwart (2020 – 2026)
- 2020 traf die COVID-19-Pandemie den Flughafen Düsseldorf schwer. Wie fast überall in Europa brach der Luftverkehr massiv ein. Reisebeschränkungen, Grenzschließungen und der Rückgang des Geschäftsreiseverkehrs führten zu einer historischen Krise für Flughäfen, Airlines und Dienstleister.
- 2021–2022 begann der Verkehr schrittweise zurückzukehren. Die Erholung verlief jedoch nicht gleichmäßig. Personalengpässe, verändertes Reiseverhalten und wirtschaftliche Unsicherheiten prägten den Neustart. Der Flughafen musste den Betrieb wieder hochfahren, während viele Abläufe gleichzeitig neu stabilisiert werden mussten.
- 2022 wurde erneut über die langfristige Verkehrsentwicklung und die Ausbaupläne diskutiert. Ein vom Flughafen beauftragtes Gutachten zur Verkehrsentwicklung nach der Pandemie wurde öffentlich thematisiert, während Nachbarkommunen weiterhin Kritik an Ausbauabsichten äußerten. Damit blieb der Flughafen auch nach der Pandemie ein Standort, an dem Wachstum, Klimaschutz, Lärmschutz und regionale Interessen eng miteinander verbunden sind.
- 2024 nutzten rund 20 Millionen Passagiere den Flughafen Düsseldorf. Damit setzte sich die Erholung nach der Pandemie fort, auch wenn das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht vollständig erreicht war.
- 2025 erreichte der Flughafen wieder mehr als 21 Millionen Passagiere. Düsseldorf blieb damit einer der wichtigsten Flughäfen Deutschlands und der zentrale internationale Flughafen Nordrhein-Westfalens. Die heutigen Kenndaten umfassen drei Terminalbereiche, zwei Start- und Landebahnen sowie eine jährliche Kapazität von rund 24 Millionen Passagieren.
- 2026 steht der Flughafen Düsseldorf kurz vor seinem 100-jährigen Jubiläum. Seine Geschichte zeigt eine außergewöhnliche Entwicklung: vom frühen Verkehrslandeplatz über militärische Nutzung und Kriegszerstörung, Wiederaufbau, Wachstum, Brandkatastrophe, Modernisierung und internationale Neuausrichtung bis zum heutigen Düsseldorf Airport. Der Standort bleibt ein bedeutender Verkehrsknoten im Westen Deutschlands und ein Flughafen, dessen Geschichte eng mit der wirtschaftlichen, politischen und technischen Entwicklung der Region verbunden ist.

















Hi i visited your airport in 28th June 2006 but i lost my log, could you possibly tell me how to find archive information for all arrivals and departures for that day to include all German aircraft.
Thank you very much.
Stephen