Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Charles David Fennell

ALTENSTADT (GERMAN ARMY)
Heeresflugplatz Altenstadt
Der Heeresflugplatz Altenstadt (ETHA) gehört zu den besonderen militärischen Standorten der Bundeswehr. Während viele Flugplätze durch große fliegende Verbände, Einsatzstaffeln oder umfangreichen Linienbetrieb bekannt wurden, steht Altenstadt vor allem für Ausbildung, Spezialisierung und militärische Tradition. Der Standort bei Schongau ist eng mit der Geschichte der deutschen Fallschirmjäger, der Luftlandeausbildung und der Lufttransportausbildung verbunden.
Seine Wurzeln reichen bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurück, als hier eine Flak-Artillerie-Schule der Luftwaffe entstand. Nach Jahren des Stillstands wurde Altenstadt mit dem Aufbau der Bundeswehr wieder zu einem wichtigen militärischen Ausbildungsort. Seit 1958 prägt die Luftlande- und Lufttransportschule den Standort und machte Altenstadt zu einem festen Begriff innerhalb der deutschen Fallschirmjägertruppe.
Heute verbindet der Heeresflugplatz historische Kasernenanlagen, moderne Ausbildungseinrichtungen und einen eigenen Flugplatzbetrieb. Mit der erneuerten Start- und Landebahn, dem Air Movement Training Center und der zentralen Rolle in der Luftlande- und Lufttransportausbildung bleibt Altenstadt ein bedeutender Standort des Heeres. Für Spottermania ist Altenstadt deshalb ein interessanter Ort der deutschen Militärluftfahrtgeschichte, auch wenn seine Bedeutung weniger im klassischen Flugbetrieb liegt, sondern vor allem in seiner besonderen Rolle als Ausbildungszentrum.
Franz-Josef-Strauss Kaserne
Burglachbergstraße 30
86972 Altenstadt
IATA: QCA
ICAO: ETHA
RUNWAY:
09/27 (700x18m) Asphalt
GESCHICHTE
Aufbau als Flakschule der Luftwaffe (1937–1940)
- 1937 begann auf dem Burglachberg bei Altenstadt der militärische Ausbau des Standortes. In dieser Phase entstand die Flak-Artillerie-Schule IV der Luftwaffe. Die Anlage wurde nicht als ziviler Verkehrsflugplatz geplant, sondern von Anfang an als militärische Ausbildungsstätte. Der Schwerpunkt lag auf der Ausbildung von Soldaten an Entfernungsmessgeräten, Horchgeräten und Scheinwerfern. Damit gehörte Altenstadt in der Vorkriegszeit zum Ausbildungsnetz der deutschen Luftwaffe und diente der Vorbereitung von Personal für die Flugabwehr.
- 1937 bis 1940 wurden die Kasernenanlagen errichtet. Die Gebäude folgten der typischen militärischen Architektur der Zeit und wurden für Schulbetrieb, Unterkunft, Stabsarbeit und Versorgung ausgelegt. Der spätere Standortcharakter war damit bereits früh vorgezeichnet: Altenstadt war weniger ein Einsatzflugplatz für frontnahe Flugverbände, sondern ein militärischer Lehr- und Ausbildungsstandort mit klarer Spezialisierung.
Wehrmachtzeit und Ausbildung an Flakgerät (1940–1945)
- 1940 war der Standort als Flak-Artillerie-Schule IV nutzbar. In der weiteren Kriegszeit wurden hier Soldaten der Wehrmacht und Luftwaffe für Aufgaben der Flugabwehr geschult. Die Ausbildung an Horchgeräten, Scheinwerfern und Entfernungsmessgeräten war in jener Zeit wichtig, weil die Flugabwehr nicht nur aus Geschützen bestand, sondern aus einem Zusammenspiel von Beobachtung, Zielerfassung, Beleuchtung, Entfernungsermittlung und Feuerleitung.
- 1944 war Franz Josef Strauß, der spätere bayerische Ministerpräsident, mit Altenstadt verbunden. Er wurde am 1. Juni 1944 zum Oberleutnant befördert und war an der Flak-Artillerie-Schule IV unter anderem als Chef einer Stabsbatterie und als Offizier für wehrgeistige Führung eingesetzt. Diese persönliche Verbindung wurde später für die Namensgebung der Kaserne bedeutsam.
- 1945 endete mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches auch die Funktion Altenstadts als Flak-Ausbildungsstätte. Der militärische Schulbetrieb wurde eingestellt. Der Standort verlor zunächst seine Bedeutung und die Anlage blieb nach Kriegsende über Jahre hinweg weitgehend ungenutzt.
Stillstand und Verfall nach dem Zweiten Weltkrieg (1945–1955)
- 1945 bis 1955 lag die frühere militärische Anlage weitgehend brach. Die Kasernengebäude verfielen nach und nach. Altenstadt war in dieser Zeit kein aktiver Standort einer deutschen Streitkraft, da Deutschland zunächst keine eigenen Streitkräfte mehr besaß. Die spätere Wiederbelebung des Standortes hing unmittelbar mit der Gründung der Bundeswehr und dem Aufbau neuer Heeresstrukturen zusammen.
- 1955 wurde die Bundeswehr gegründet. Damit entstand erneut Bedarf an militärischen Ausbildungsstätten. Für die neue Fallschirmjägertruppe suchte man einen geeigneten Standort, der Unterkunft, Ausbildungsgelände und flugbetriebliche Möglichkeiten verbinden konnte. Altenstadt bot dafür trotz des schlechten baulichen Zustands eine geeignete Grundlage.
Wiederaufbau als Bundeswehrstandort (1956–1958)
- 1956 nahm in Altenstadt ein kleiner Arbeitsstab der Bundeswehr seinen Dienst auf. Aufgabe dieses Arbeitsstabes war es, die verfallene Anlage wieder nutzbar zu machen und den Aufbau einer Schule für die neue deutsche Fallschirmjägertruppe vorzubereiten. Damit begann die zweite große militärische Phase des Standortes. Aus der früheren Flakschule entwickelte sich nun ein Ausbildungszentrum für Luftlande- und Lufttransportaufgaben.
- 1956 gilt zugleich als Beginn der modernen Altenstädter Bundeswehrgeschichte. Die heutige Ausbildungseinrichtung der Fallschirmjäger und Transportflieger besteht nach Angaben der Bundeswehr seit diesem Jahr in der Garnisonsgemeinde Altenstadt. Der Standort wurde dadurch zu einem festen Bestandteil des Ausbildungswesens des Heeres.
- Februar 1958 begann die Luftlande- und Lufttransportschule ihren Ausbildungsbetrieb. Damit wurde Altenstadt zur zentralen Ausbildungsstätte der Bundeswehr für Fallschirmjäger, Luftlandetruppen und Lufttransportverfahren. Der militärische Schwerpunkt verlagerte sich endgültig von der früheren Flugabwehrausbildung hin zur Luftlandeausbildung des Heeres.
Etablierung der Luftlande- und Lufttransportschule (1958–1970er Jahre)
- 1958 wurde Altenstadt zur Heimat der Luftlande- und Lufttransportschule, kurz LL/LTS. Sie entwickelte sich schnell zum Kernstandort der deutschen Fallschirmsprungausbildung. Hier wurden Soldaten für den militärischen Fallschirmsprung vorbereitet, ausgebildet und geprüft. Dazu gehörten Bodenausbildung, Sprungvorbereitung, Gerätekunde, Absprungverfahren, Verhalten in der Luft und Verhalten nach der Landung.
- 1960er Jahre prägte die Schule den Aufbau der Fallschirmjägertruppe der Bundeswehr. Die jungen Luftlandetruppen benötigten standardisierte Ausbildungsabläufe, erfahrene Ausbilder und eine verlässliche Infrastruktur. Altenstadt erfüllte diese Rolle und wurde zum festen Begriff innerhalb der Fallschirmjägertruppe. Die Schule bildete nicht nur Fallschirmspringer aus, sondern entwickelte auch Verfahren für Lufttransport, Luftverladung und den Einsatz luftbeweglicher Kräfte weiter.
- 1970er Jahre war Altenstadt bereits fest im Ausbildungssystem des Heeres verankert. Die Luftlande- und Lufttransportschule diente als zentrale Fachschule für das Luftlandewesen. Der Standort war dabei weniger durch große stationierte Kampfverbände geprägt, sondern durch Lehrgänge, wechselnde Lehrgangsteilnehmer und Stammpersonal aus Ausbildern, Fachpersonal, Stabsdienst und Unterstützungskräften.
Ausbau der Fachausbildung und internationale Ausrichtung (1980er–1990er Jahre)
- 1980er Jahre blieb Altenstadt die zentrale Ausbildungsstätte für militärische Fallschirmspringer der Bundeswehr. Die Ausbildung wurde fachlich weiter professionalisiert. Neben der klassischen Automatiksprungausbildung gewannen auch spezialisierte Lehrgänge und besondere Verfahren an Bedeutung. Die Schule wurde zu einem Ort, an dem taktische Anforderungen, technische Entwicklung und praktische Sprungausbildung zusammengeführt wurden.
- 1993 erhielt die Kaserne offiziell den Namen Franz-Josef-Strauß-Kaserne. Damit erinnerte der Standort an den früheren bayerischen Ministerpräsidenten und Schongauer Landrat Franz Josef Strauß, der im Zweiten Weltkrieg an der damaligen Flak-Artillerie-Schule IV in Altenstadt stationiert gewesen war. Die Namensgebung verband die Bundeswehrgeschichte des Standortes mit seiner früheren militärischen Nutzung.
- 1997 begann die Luftlande- und Lufttransportschule eine Patenschaft mit der französischen Fallschirmspringerschule École des troupes aéroportées, kurz ETAP, in Pau. Diese Verbindung unterstrich die internationale Ausrichtung des Standortes. Altenstadt war damit nicht nur ein deutscher Ausbildungsort, sondern auch Teil eines europäischen Austauschs im Bereich der Luftlande- und Fallschirmsprungausbildung.
Konsolidierung als Bundeswehr-Schulstandort (2000er Jahre)
- 2000er Jahre blieb Altenstadt das Mutterhaus der Fallschirmjägerausbildung. Die Luftlande- und Lufttransportschule führte Lehrgänge für Fallschirmspringer, Freifallspringer, Lufttransport und Luftverladung durch. Die Bundeswehr beschreibt die Schule heute als zentrale Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr und der Spezialkräfte für Luftlande- und Lufttransportausbildung.
- 2006 wurde Altenstadt auch international wahrgenommen. In dieser Zeit nutzten unter anderem Soldaten der 173rd Airborne Brigade der US Army europäische Ausbildungsmöglichkeiten, darunter auch Altenstadt, für Auffrischungsausbildungen im Fallschirmspringen. Das zeigt, dass der Standort über die Bundeswehr hinaus als fachlich relevanter Luftlandeausbildungsort bekannt war.
- Ende der 2000er Jahre war der Standort organisatorisch stabil, zugleich aber bereits von künftigen Strukturentscheidungen der Bundeswehr betroffen. Wie viele Bundeswehrstandorte musste auch Altenstadt im Zuge von Reformen, Personalreduzierungen und Standortprüfungen seine Zukunft sichern.
Sanierung, Bundeswehrreform und Standortdebatte (2010–2015)
- 2010 wurden umfangreiche Baumaßnahmen am Gebäudekomplex durchgeführt. Die Kaserne wurde saniert und erweitert. Damit wurde in die Zukunftsfähigkeit des Standortes investiert, obwohl wenige Jahre später im Zuge der Bundeswehrreform erneut über seine Rolle diskutiert wurde.
- 26. Oktober 2011 wurde im Rahmen der Bundeswehrreform zunächst die Auflösung der Luftlande- und Lufttransportschule bekannt. Geplant war, die Ausbildung umzustrukturieren und nach Oldenburg zu verlagern. Für Altenstadt hätte dies einen massiven Bedeutungsverlust bedeutet. Die Entscheidung löste in der Region und innerhalb des militärischen Umfeldes erhebliche Diskussionen aus.
- 2012 wurde zusätzlich bekannt, dass Teile der historischen Kasernenanlage unter Denkmalschutz gestellt werden sollten. Betroffen war vor allem der innere Kern der Kaserne mit zentralen Gebäuden wie Wachgebäude, Messhalle, ehemaligen Unterkunftsgebäuden und weiteren Bauten. Damit erhielt der Standort neben seiner militärischen Funktion auch eine bauliche und historische Bedeutung.
- 1. Juli 2013 wurde in Altenstadt zusätzlich das Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillon 3 aufgestellt. Dieses Bataillon war Teil der neuen Ausbildungssystematik des Heeres für den Unteroffizier- und Feldwebelnachwuchs. Altenstadt bekam damit neben der Luftlandeausbildung eine weitere militärische Ausbildungsfunktion. Das Bataillon führte truppendienstliche Lehrgänge für Feldwebel- und Unteroffizieranwärter durch.
- 2015 fiel die Entscheidung zugunsten Altenstadts. Die Luftlande- und Lufttransportausbildung sollte am Standort bleiben. Damit wurde die zuvor geplante Verlagerung nach Oldenburg nicht umgesetzt. Ausschlaggebend war unter anderem, dass in Altenstadt die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden war und ein Umzug fachlich und wirtschaftlich immer weniger sinnvoll erschien.
- Dezember 2015 wurde aus der bisherigen Luftlande- und Lufttransportschule ein verkleinerter Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport. Die Personalstärke wurde reduziert, aber die Kernfähigkeit blieb in Altenstadt erhalten. Die Gemeinde Altenstadt nennt für diese Phase einen verkleinerten Ausbildungsstützpunkt mit rund 250 Dienstposten und 180 Lehrgangsteilnehmern.
Ausbildungsstützpunkt und parallele Nutzung durch FA/UA-Bataillon 3 (2015–2021)
- 2015 bis 2021 trug die Einrichtung zeitweise die Bezeichnung Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport. Auch wenn die Schule organisatorisch verkleinert wurde, blieb der Standort für die militärische Fallschirm- und Lufttransportausbildung unverzichtbar. Altenstadt blieb der Ort, an dem Soldaten Fachwissen für Fallschirmsprung, Freifall, Lufttransport und Luftverladung erhielten.
- 2016 wurde die Unterstellung der Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillone im Heer angepasst. Das Altenstädter FA/UA-Bataillon 3 blieb Teil der Ausbildung des Heeresnachwuchses. Damit waren in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne zwei unterschiedliche Ausbildungsstränge präsent: die spezialisierte Luftlande- und Lufttransportausbildung sowie die allgemeine Ausbildung angehender Unteroffiziere und Feldwebel.
- 2018 wurde das Air Movement Training Center in Altenstadt ins Leben gerufen. Es entstand aus der engen Zusammenarbeit mit dem European Air Transport Command in Eindhoven. Dieses Zentrum machte Altenstadt auch im Bereich der Luftverlade- und Lufttransportausbildung moderner. Es konnte Abläufe eines Flughafens und die Beladung von Transportflugzeugen simulieren, ohne realen Flugbetrieb zu blockieren.
Rückkehr zur Luftlande-/Lufttransportschule und neue Startbahn (2021–2024)
- 1. April 2021 wurde die Bezeichnung Luftlande-/Lufttransportschule wieder aufgenommen. Damit erhielt die Einrichtung wieder den Charakter einer Schule des Heeres. Sie blieb der Infanterieschule in Hammelburg zugeordnet und konzentrierte sich weiterhin auf Luftlande-, Lufttransport-, Fallschirmsprung- und Überlebensausbildung.
- 27. Oktober 2021 wurde die neu asphaltierte Start- und Landebahn des Heeresflugplatzes in Dienst gestellt. Die Bahn ersetzte die frühere Grasbahn und machte den Flugplatz deutlich leistungsfähiger. Nach rund 15 Monaten Bauzeit konnte Altenstadt nun Flugzeuge und Hubschrauber aufnehmen. Die neue Piste ist rund 700 Meter lang; sie wurde mit neuen Rollwegen, Abstellflächen und moderner Infrastruktur ergänzt. Als erste Maschinen landeten eine M28 Skytruck und kurz darauf ein Transporthubschrauber CH-53G.
- 2021 wurde der Standort dadurch flugbetrieblich stark aufgewertet. Bis zu fünf Flugzeuge konnten gleichzeitig abgefertigt werden. Hubschrauber verschiedener Typen und Flugzeuge bis zur Vergleichsgröße einer früheren Transall konnten den Platz nutzen. Für die Fallschirmjägerausbildung war besonders die Nutzung der M28 Skytruck wichtig, da dieses Muster vorrangig für die Ausbildung der Fallschirmjäger eingesetzt wurde.
- 2021 wurde auch das Air Movement Training Center als europäische Trainingseinrichtung zertifiziert. Damit entwickelte sich Altenstadt weiter zu einem Kompetenzzentrum für Lufttransport- und Luftverladeausbildung. Die moderne Ausbildungstechnik erlaubte unter anderem virtuelle Beladungsübungen für Transportflugzeuge der EATC-Flotte.
- 2024 endete die Nutzung Altenstadts durch das Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillon 3. Die Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillone der Bundeswehr wurden im Zuge einer erneuten Umstellung der Heeresausbildung zwischen 2022 und 2024 aufgelöst; das Altenstädter Bataillon wurde zum 31. März 2024 außer Dienst gestellt.
- 2024 übernahm Oberstleutnant i.G. Markus Daniel die Führung der Luftlande-/Lufttransportschule. Die Bundeswehr nennt die Schule weiterhin als zentrale Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr und der Spezialkräfte für Luftlande- und Lufttransportausbildung.
Aktuelle militärische Nutzung und neue Standortentwicklung (2024–2026)
- 2024 blieb die Luftlande-/Lufttransportschule der prägende militärische Nutzer des Standortes. Sie bildet Fallschirmjäger, Transportflieger und Spezialkräfte in verschiedenen Lehrgängen aus. Dazu gehören der Fallschirmspringerlehrgang, der Freifalllehrgang sowie Lufttransport- und Luftverladelehrgänge. Der eigene Heeresflugplatz und moderne Ausbildungseinrichtungen gelten als wesentliche Grundlage für diese Rolle.
- 2024 wurde außerdem eine Erweiterung der Standortnutzung angekündigt. Neben der bestehenden Sportfördergruppe sollten zeitweise weitere Sportsoldaten aus dem Bundesgebiet nach Altenstadt kommen. Zudem war vorgesehen, dass die Heimatschutzkompanie Oberbayern eine neue militärische Heimat in Altenstadt findet. Diese Reservisteneinheit sollte dort regelmäßig zu Übungen zusammenkommen können.
- 2025 wurde über weitere Zuwächse am Standort berichtet. Neben bestehenden Dienststellen wie Sanitätsversorgungszentrum, Bundeswehrfeuerwehr und Sportfördergruppe wurde die 13. Kompanie des Feldjägerregiments 3 als Zielstationierungsort für Altenstadt genannt. Zusätzlich sollten Gebirgsjäger am Standort Basisausbildung durchführen, ohne dort als dauerhaft fester Truppenteil stationiert zu sein. Damit wird die Franz-Josef-Strauß-Kaserne nach Jahren der Reduzierung wieder stärker militärisch genutzt.
- 2026 steht Altenstadt damit weiterhin für eine besondere Kombination aus traditioneller Fallschirmjägerausbildung, moderner Lufttransportausbildung und zusätzlicher Nutzung durch weitere Bundeswehrdienststellen. Der Standort hat sich von einer Flakschule der Luftwaffe über eine verfallene Nachkriegsanlage zu einem spezialisierten Ausbildungszentrum des Heeres entwickelt. Seine heutige Bedeutung liegt weniger in dauerhaft stationierten fliegenden Staffeln, sondern in Ausbildung, Spezialisierung, Lehrgangsbetrieb, Luftverladung und der Verbindung von Kaserne und eigenem Heeresflugplatz.
Stationierte Einheiten und Dienststellen im Überblick
| Zeitraum | Einheit / Dienststelle | Rolle am Standort |
|---|---|---|
| 1937–1945 | Flak-Artillerie-Schule IV | Ausbildung von Wehrmacht-/Luftwaffenpersonal an Entfernungsmess-, Horch- und Scheinwerfergerät |
| ab 1956 | Arbeitsstab zum Aufbau der Bundeswehrgarnison Altenstadt | Vorbereitung der neuen Fallschirmjägerausbildung |
| ab Februar 1958 | Luftlande- und Lufttransportschule / LL/LTS | Zentrale Ausbildungsstätte für Fallschirmjäger, Luftlande- und Lufttransportausbildung |
| 1997 ff. | Patenschaft mit ETAP Pau | Internationale Verbindung zur französischen Fallschirmspringerschule |
| 2013–2024 | Feldwebel-/Unteroffizieranwärterbataillon 3 | Ausbildung von Feldwebel- und Unteroffizieranwärtern des Heeres |
| 2015–2021 | Ausbildungsstützpunkt Luftlande und Lufttransport | Verkleinerte Nachfolgeorganisation der LL/LTS während der Reformphase |
| seit 2021 | Luftlande-/Lufttransportschule | Wieder als Schule geführte zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres |
| seit 2018/2021 ausgebaut | Air Movement Training Center | Moderne Lufttransport- und Luftverladeausbildung, auch mit Simulationstechnik |
| aktuell | Sportfördergruppe der Bundeswehr Altenstadt | Militärischer Sportförderbereich am Standort |
| aktuell | Sanitätsversorgungszentrum Altenstadt | Medizinische Versorgung am Standort |
| aktuell | Bundeswehrfeuerwehr | Standort- und Flugplatzbezogene Gefahrenabwehr |
| ab 2024/2025 angekündigt bzw. im Aufbau | Heimatschutzkompanie Oberbayern | Reservistenstruktur mit Übungs- und Standortbezug Altenstadt |
| ab 2025 genannt | 13. Kompanie Feldjägerregiment 3 | Zielstationierungsort Altenstadt |
| ab 2025 genannt | Gebirgsjäger-Ausbildungselemente | Basisausbildung am Standort, jedoch nicht als dauerhaft fester Truppenteil beschrieben |
EINHEITEN / UNITS
Flight Radar
Static Airframes
PRESERVED
- 53+37 / Nord (HFB) Noratlas 2501D / cn D160 / West German Air Force / Static Display
- 50+03 (50+08) / VFW Transall C-160D / cn A-01 / German Air Force / Instructional airframe, only fuselage
- 50+86 / VFW Transall C-160D / cn 123 / German Air Force / Static Display
- 70+02 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8002 / German Air Force
- 70+49 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8109 / German Air Force
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