Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Charles David Fennell

HOLZDORF (GERMAN AIR FORCE)
Der Fliegerhorst Holzdorf gehört zu den markanten militärischen Luftfahrtstandorten im Osten Deutschlands. Seine Geschichte beginnt in der Zeit der DDR, als hier ein moderner Einsatzflugplatz für die Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee entstand. Besonders geprägt wurde der Standort durch das Jagdfliegergeschwader 1 „Fritz Schmenkel“, das mit der MiG-21 viele Jahre den Flugbetrieb bestimmte.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wandelte sich Holzdorf grundlegend. Aus dem früheren NVA-Jagdfliegerplatz wurde ein vielseitiger Bundeswehrstandort mit Hubschrauberbetrieb, Lufttransport, SAR-Aufgaben, Einsatzführung und Luftraumüberwachung. Heute steht Holzdorf erneut vor einer bedeutenden Entwicklung: Mit der geplanten Stationierung des CH-47F Chinook und der Einbindung moderner Luftverteidigungssysteme zählt der Standort zu den wichtigsten Zukunftsprojekten der deutschen Luftwaffe.
Fliegerhorst Holzdorf
Fliegerhorstallee 1
D-04916 Schönewalde
IATA: –
ICAO: ETSH
RUNWAY:
09/27 (2419×30m) Asphalt
GESCHICHTE
Auswahl des Geländes und erste Planungen der NVA (1968–1974)
- 1968: Die Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee wählten das Gelände bei Holzdorf als Standort für einen neuen militärischen Flugplatz aus. Der Hintergrund war die Suche nach einem geeigneten Ersatz- und Ausweichstandort für den bisherigen Jagdfliegerbetrieb in Cottbus. Der alte Standort Cottbus lag ungünstig nahe an bebauten Bereichen, was den militärischen Flugbetrieb zunehmend problematisch machte.
- 1974: Der neue Feldflugplatz Holzdorf wurde fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt war der Platz noch nicht vollständig als moderner Einsatzflugplatz ausgebaut, bildete aber bereits die Grundlage für die spätere Stationierung eines Jagdfliegerverbandes. Die Lage in einer vergleichsweise offenen Landschaft bot der NVA bessere Möglichkeiten für einen großflächigen militärischen Flugbetrieb.
- 1975: Nach einem schweren Flugunfall im Stadtgebiet von Cottbus wurde die Frage nach der weiteren Nutzung des dortigen Flugplatzes für Jagdflugzeuge noch dringlicher. Holzdorf rückte dadurch stärker in den Mittelpunkt der Planungen. Der Standort sollte künftig die Rolle übernehmen, die Cottbus für das Jagdfliegergeschwader 1 bislang gespielt hatte.
Ausbau zum modernen Einsatzflugplatz der NVA (1974–1982)
- 1974–1980: Der Feldflugplatz wurde schrittweise zu einem vollwertigen Einsatzflugplatz ausgebaut. Dazu gehörten die Start- und Landebahn, Rollwege, Vorfelder, technische Bereiche, Dezentralisierungsräume und Schutzbauten. Holzdorf wurde damit einer der modernsten militärischen Flugplätze der DDR.
- 1978–1983: Parallel zum Ausbau des Flugplatzes entstand im Raum Schönewalde ein Luftverteidigungsgefechtsstand. Dieser Bunker wurde später unter der Bundeswehr weitergenutzt und zu einem wichtigen Element der deutschen Luftraumüberwachung ausgebaut. Schon in der NVA-Zeit war damit klar, dass Holzdorf nicht nur ein reiner Flugplatz, sondern auch ein Führungs- und Überwachungsstandort werden sollte.
- 1980: Der Ausbau zum Einsatzflugplatz war weitgehend abgeschlossen. Der Platz war nun für den regelmäßigen Betrieb von Jagdflugzeugen vorbereitet. Für die NVA war Holzdorf ein moderner Standort mit besserer Infrastruktur als viele ältere Flugplätze aus den frühen Nachkriegsjahrzehnten.
Verlegung des Jagdfliegergeschwaders 1 nach Holzdorf (1982–1984)
- 23. November 1982: Das Jagdfliegergeschwader 1 „Fritz Schmenkel“ verlegte von Cottbus nach Holzdorf. Damit begann der reguläre Jagdflugbetrieb am neuen Standort. Das JG-1 war ein traditionsreicher Verband der NVA-Luftstreitkräfte und gehörte zur 1. Luftverteidigungsdivision. In Holzdorf flog das Geschwader vor allem MiG-21 in verschiedenen Versionen.
- 08. Dezember 1982: Die erste Gefechtsausbildung des JG-1 wurde auf dem Flugplatz Holzdorf durchgeführt. Damit war der neue Standort auch fliegerisch in den aktiven Ausbildungs- und Einsatzbetrieb eingebunden.
- 1982–1984: Neben dem JG-1 wurden auch unterstützende Einheiten nach Holzdorf verlegt oder dort aufgebaut. Dazu gehörten das Fliegertechnische Bataillon 1 „Willi Budich“, das Nachrichten- und Flugsicherungsbataillon 1 sowie das Funktechnische Bataillon 41. Diese Einheiten waren für Wartung, Instandhaltung, technische Sicherstellung, Flugsicherung, Nachrichtenverbindungen und Luftlageführung wichtig.
- 1984: Der gemeinsam genutzte Gefechtsstand des JG-1 und des Funktechnischen Bataillons 41 im Objekt Schönewalde wurde in die Nutzung übernommen. Damit erhielt der Standort eine feste Führungsstruktur, die über den reinen Flugbetrieb hinausging. Holzdorf war nun ein kombinierter Standort für Jagdflugbetrieb, technische Sicherstellung, Flugsicherung und Luftverteidigungsführung.
Jagdflugbetrieb der NVA mit MiG-21 (1984–1990)
- 1984: Holzdorf war vollständig in den Ausbildungs- und Einsatzrhythmus der NVA eingebunden. Das Jagdfliegergeschwader 1 führte Diensthabendes System, Gefechtsausbildung, Übungsflugbetrieb und Verlegungen durch. Die MiG-21 prägte das Bild des Flugplatzes.
- 13. Juni 1984: Erstmals landete eine polnische Jagdfliegerstaffel zu einem Staffelaustausch auf dem Flugplatz Holzdorf. Solche Austausche gehörten zum militärischen Alltag innerhalb des Warschauer Paktes und dienten der Zusammenarbeit zwischen verbündeten Luftstreitkräften.
- 1985: Der Standort wurde auch für größere militärische Veranstaltungen und Übungen genutzt. In diesem Jahr wurden bei einem operativ-taktischen Kurs zahlreiche Flugzeuge und Hubschrauber verschiedener Waffengattungen auf dem Einsatz- und Dezentralisierungsflugplatz zusammengezogen. Holzdorf zeigte damit seine Fähigkeit, auch größeren Verbandseinsatz aufzunehmen.
- 1986: Das JG-1 nahm an einer flugtaktischen Übung mit Gefechtsschießen in der Sowjetunion teil. Die Verlegung eigener MiG-21-Technik nach Astrachan war für das Geschwader ein bedeutender Leistungsnachweis. Solche Übungen waren für die NVA-Luftstreitkräfte ein wichtiger Bestandteil der Einsatzbereitschaft.
- 1987: Wegen Versiegelungsarbeiten an der Start- und Landebahn in Holzdorf verlegte das JG-1 vorübergehend zum Flugplatz Garz. Gleichzeitig wurde der Einsatzauftrag des Diensthabenden Systems weiter sichergestellt. In diesem Jahr begann auch die Aufnahme der Gefechtsausbildung auf der MiG-21MF, nachdem entsprechende Maschinen übernommen worden waren.
- 1988: Weitere MiG-21MF wurden dem Verband zugeführt. Damit erhielt das JG-1 modernere Versionen der MiG-21, während ältere Varianten schrittweise abgelöst oder ergänzt wurden.
- 1989: Das JG-1 führte letztmalig eine flugtaktische Übung mit Gefechtsschießen in der Sowjetunion durch. Gleichzeitig war die politische Lage in der DDR bereits im Umbruch. Der militärische Alltag lief zunächst weiter, doch die bevorstehende Veränderung war bereits deutlich spürbar.
- 26. September 1990: Das Jagdfliegergeschwader 1 führte seinen letzten Flugdienst als Verband der NVA durch. Damit endete die aktive NVA-Jagdfliegerzeit in Holzdorf.
- 02. Oktober 1990: Das JG-1 wurde im Zuge der Auflösung der NVA außer Dienst gestellt. Holzdorf stand damit vor einem vollständigen Wechsel seiner militärischen Rolle.
Übernahme durch die Bundeswehr und Ende der MiG-21-Zeit (1990–1991)
- 03. Oktober 1990: Mit der deutschen Wiedervereinigung übernahm die Bundeswehr den Standort Holzdorf. Der Flugplatz, die technischen Einrichtungen und die vorhandene Infrastruktur wurden zunächst gesichtet, bewertet und in die neue Struktur eingeordnet.
- 1990–1991: Das Jagdfliegergeschwader 1 und das Fliegertechnische Bataillon 1 wurden bis auf Abwicklungs- und Nachkommandos aufgelöst. Die NVA-Struktur endete, aber der Standort blieb militärisch wichtig. Holzdorf wurde nicht aufgegeben, sondern in die Bundeswehr integriert.
- 01. April 1991: Eine Lufttransportgruppe des Lufttransportgeschwaders 62 nahm in Holzdorf ihre Arbeit auf. Damit begann der Wechsel vom ehemaligen Jagdfliegerstandort hin zu einem Hubschrauber- und Lufttransportstandort der Luftwaffe.
- 01. April 1991: Das frühere Funktechnische Bataillon 41 wurde in die neu aufgestellte Radarführungsabteilung 34 überführt. Damit blieb die Luftlage- und Führungsfunktion des Standortes erhalten.
- 16. April 1991: Die letzten MiG-21 verließen Holzdorf. Einzelne Maschinen wurden überführt, andere gingen der Verwertung zu. Damit endete die Ära der sowjetischen Jagdflugzeuge am Standort endgültig.
- 01. Oktober 1991: Das Luftwaffenausbildungsregiment 1 wurde in Holzdorf aufgestellt beziehungsweise am Standort wirksam. Damit erhielt Holzdorf zusätzlich eine Ausbildungsfunktion innerhalb der Bundeswehr.
Aufbau neuer Bundeswehr-Strukturen und Beginn des Hubschrauberbetriebs (1991–1996)
- 1991–1994: Holzdorf wurde in die Strukturen der Bundeswehr eingepasst. Während der ehemalige NVA-Jagdflugbetrieb abgewickelt wurde, entwickelte sich der Standort zu einem gemischten Luftwaffenstandort mit Ausbildungs-, Führungs-, Radar- und Hubschrauberaufgaben.
- 1994: In Holzdorf wurde ein SAR-Kommando eingerichtet. Es gehörte zum Lufttransportgeschwader 62 und nutzte Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D. Damit begann die lange „Huey“-Zeit am Standort.
- 30. September 1994: Die Radarführungsabteilung 34 wurde in die Radarführungsabteilung 25 überführt. Damit wurde die Führungs- und Überwachungsstruktur des Standortes weiter an die Bundeswehr- und NATO-Anforderungen angepasst.
- 1995: Die Radarführungsabteilung 25 wurde offiziell der NATO unterstellt. Holzdorf war damit nicht mehr nur ein nationaler Bundeswehrstandort, sondern fest in die Bündnisstruktur eingebunden.
- 1996: Aus dem SAR- und Hubschrauberbetrieb entwickelte sich eine Lufttransportgruppe. Die Bell UH-1D wurde zu einem prägenden Muster des Standortes. Mit ihr wurden Such- und Rettungsaufgaben, Verbindungsflüge, Ausbildungsanteile und Unterstützungsaufgaben durchgeführt.
NATO-Integration und Modernisierung der Einsatzführung (1997–2002)
- 1997–1998: Der frühere Luftverteidigungsgefechtsstand aus NVA-Zeiten wurde entkernt und umfassend umgebaut. Aus dem alten Bunker entstand eine moderne Führungsanlage der Bundeswehr. Die Umrüstung war ein entscheidender Schritt, um Holzdorf in die zeitgemäße NATO-Luftverteidigungsstruktur einzubinden.
- 2000: In Holzdorf wurde moderne Computertechnik für das German Improved Air Defence System installiert. Dieses System brachte die Luftverteidigungsführung am Standort auf ein neues technisches Niveau.
- 06. Juni 2000: Das modernisierte Air Command and Control System wurde offiziell in Betrieb genommen. Holzdorf wurde dadurch zu einem der wichtigen deutschen Standorte für die Überwachung und Führung des Luftraums.
- 01. Oktober 2002: Der Einsatzführungsbereich 3 wurde als Nachfolger der Radarführungsabteilung 25 neu aufgestellt. Diese Einheit übernahm die Aufgabe, den deutschen Luftraum zusammen mit weiteren Einsatzführungsbereichen rund um die Uhr zu überwachen und bei Bedarf Luftfahrzeuge taktisch zu führen.
Erweiterung durch Heeresflieger und Bo 105 (2003–2010)
- 19. Mai 2003: Die Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1 verlegte mit Hubschraubern vom Typ Bölkow Bo 105 von Cottbus nach Holzdorf. Damit waren erstmals auch Hubschrauber der Heeresflieger der Bundeswehr am Standort stationiert.
- 2003–2010: Holzdorf wurde damit zu einem Standort, an dem Luftwaffe und Heer parallel fliegerisch vertreten waren. Die Luftwaffe betrieb den SAR- und Lufttransportanteil mit Bell UH-1D, während die Heeresflieger mit Bo 105 präsent waren.
- 2008: Die enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Ländern und Kommunen wurde öffentlich gewürdigt. Der Standort Holzdorf/Schönewalde entwickelte sich zunehmend zu einem festen militärischen und gesellschaftlichen Faktor in der Region.
- Bis 2010: Die Infrastruktur wurde weiter auf den künftigen Hubschrauberbetrieb vorbereitet. Frühere NVA-Dezentralisierungsräume und Flugzeugschutzbauten verloren ihre ursprüngliche Funktion. Teile der alten Jagdflieger-Infrastruktur wurden zurück gebaut oder für den Hubschrauberbetrieb angepasst.
Aufstellung des Hubschraubergeschwaders 64 in Holzdorf (2010–2012)
- 01. Oktober 2010: Die Lufttransportgruppe des Lufttransportgeschwaders 62 wurde aufgelöst, und auf dem Fliegerhorst Holzdorf wurde das Hubschraubergeschwader 64 aufgestellt. Damit erhielt die Luftwaffe wieder einen eigenständigen Hubschrauberverband.
- 21. Oktober 2010: Der erste NH90 traf beim neuen Hubschraubergeschwader 64 in Holzdorf ein. Der NH90 sollte ursprünglich eine zentrale Rolle in der weiteren Entwicklung des Verbandes spielen.
- 2010–2012: Das HSG 64 flog in Holzdorf zunächst vor allem Bell UH-1D und NH90. Der Standort war in dieser Phase stark von der Neuordnung der Hubschrauberkräfte geprägt. Gleichzeitig veränderte sich die Bundeswehrstruktur grundlegend, was direkte Auswirkungen auf Holzdorf hatte.
- 2012: Im Zuge der Bundeswehrreform und des Fähigkeitstransfers Hubschrauber wurden die Planungen geändert. Die Luftwaffe sollte künftig die CH-53 betreiben, während der NH90 stärker beim Heer konzentriert wurde. Damit veränderte sich auch die Rolle von Holzdorf erneut.
Fähigkeitstransfer, CH-53 und neue Lufttransportgruppe (2013–2015)
- 01. Januar 2013: Die CH-53-Flotte wechselte aus der Verantwortung des Heeres zur Luftwaffe. Das Hubschraubergeschwader 64 wurde neu strukturiert. Der Stab und große Teile des Verbandes verlegten nach Laupheim, während Holzdorf als Standort der Lufttransportgruppe des HSG 64 erhalten blieb.
- 2013: Die erste CH-53GA traf in Holzdorf ein. Damit begann am Standort die Ära des schweren Transporthubschraubers. Holzdorf entwickelte sich zu einem Ausbildungs- und Übungsstandort für die CH-53, insbesondere für Muster- und Taktikausbildung.
- Ende 2013: Die Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1 wurde außer Dienst gestellt. Damit endete die eigenständige Bo-105-Präsenz der Heeresflieger in Holzdorf. Das weiterhin mit UH-1D fliegende SAR-Kommando wurde der 7. Staffel des Transporthubschrauberregiments 30 unterstellt.
- 01. Januar 2014: Der Ausbildungs- und Übungsflugbetrieb der CH-53 wurde nach Holzdorf verlegt. Der Standort wurde dadurch für den schweren Hubschraubertransport der Bundeswehr deutlich wichtiger.
- 24. Juni 2015: Erstmals landete eine Antonow An-124 auf dem Fliegerhorst Holzdorf. Dieses Ereignis zeigte, dass der Standort auch für die Verlegung von großem militärischem Gerät mit schweren Transportflugzeugen genutzt werden kann.
Holzdorf als CH-53-Ausbildungs- und Einsatzstandort (2015–2021)
- 2015–2017: Das Hubschraubergeschwader 64 erhielt zusätzlich Hubschrauber vom Typ H145M LUH SOF. Diese Maschinen dienen der Unterstützung von Spezialkräften. Auch wenn der Schwerpunkt dieser Fähigkeit nicht ausschließlich in Holzdorf lag, wurde das HSG 64 dadurch insgesamt breiter aufgestellt.
- 2016–2020: Die Lufttransportgruppe in Holzdorf festigte ihre Rolle als wichtiger Verbandsteil des HSG 64. Die CH-53 wurde zum zentralen Luftfahrzeugmuster des Standortes. Ausbildung, taktisches Training, Lufttransport und Einsatzvorbereitung prägten den Alltag.
- April 2021: Die Ära der Bell UH-1D endete beim SAR-Kommando Holzdorf nach 27 Jahren. Die „Huey“ war über Jahrzehnte ein vertrautes Bild am Standort. Nach ihrer Ablösung wurde der SAR-Dienst mit dem modernen H145 LUH SAR fortgeführt.
Gegenwart: HSG 64, Einsatzführungsbereich 3 und Ausbau des Standortes (2021–2025)
- 2021–2023: Holzdorf blieb ein wichtiger Hubschrauberstandort der Luftwaffe. Die Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwaders 64 betrieb weiterhin CH-53 und war in Ausbildung, Übung und Einsatzunterstützung eingebunden. Parallel blieb der Einsatzführungsbereich 3 ein zentraler Bestandteil der Luftraumüberwachung.
- 2023: Die Planungen für die künftige Stationierung des schweren Transporthubschraubers CH-47F Chinook machten Holzdorf zu einem Schlüsselstandort der kommenden Bundeswehr-Lufttransportstruktur. Der Standort wurde für die Aufnahme eines großen Teils der deutschen Chinook-Flotte vorgesehen.
- 2024: Die Luftwaffe bereitete die Umstellung auf die CH-47F weiter vor. Holzdorf wurde dabei als künftiger Dreh- und Angelpunkt des schweren Hubschraubertransportes betrachtet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Standort nicht nur fliegerisch, sondern auch strategisch erheblich wachsen wird.
- 2025: Der Ausbau des Standortes Holzdorf/Schönewalde wurde intensiv vorangetrieben. Neben dem künftigen Chinook-Betrieb rückte auch die Stationierung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 in den Mittelpunkt. Holzdorf entwickelte sich damit von einem Hubschrauber- und Einsatzführungsstandort zu einem der wichtigsten militärischen Zukunftsstandorte in Deutschland.
- 03. Dezember 2025: In der Liegenschaft Annaburger Heide im Bereich Schönewalde/Holzdorf wurde die Erstbefähigung des Arrow Weapon System for Germany erklärt. Damit begann die schrittweise Inbetriebnahme eines Systems zur Abwehr hochfliegender ballistischer Raketen. Holzdorf wurde dadurch zum ersten Standort dieser neuen Fähigkeit in Deutschland.
Zukunftsphase: CH-47F Chinook und strategische Luftverteidigung (ab 2027)
- Ab 2027: Die Bundeswehr plant die schrittweise Einführung des schweren Transporthubschraubers Boeing CH-47F Chinook. Holzdorf soll dabei den Schwerpunkt der Stationierung bilden. Vorgesehen ist, einen großen Teil der deutschen Chinook-Flotte am Standort Schönewalde/Holzdorf zu konzentrieren.
- Ab 2027: Die CH-47F soll die in die Jahre gekommene CH-53 schrittweise ablösen. Damit wird Holzdorf zu einem der zentralen Orte für schweren Hubschraubertransport, Luftbeweglichkeit, Materialtransport, Personaltransport und künftig auch erweiterte Rettungs- und Rückführungsaufgaben.
- Bis 2030: Das Arrow-System soll seine volle Einsatzbereitschaft erreichen. Zusammen mit der CH-47F-Stationierung wird Holzdorf damit zu einem Standort, der mehrere Kernfähigkeiten der modernen Luftwaffe bündelt: Hubschrauber-Lufttransport, Luftraumüberwachung, Einsatzführung und bodengebundene Raketenabwehr.
EINHEITEN / UNITS
Flight Radar
Static Airframes
PRESERVED
- 22+62 (23+82) / Mikoyan Gurevich MiG-21 M / cn 963307 / German Air Force / (Fake Reg)
- 70+39 (7xxx) Dornier UH-1D Iroquois / cn 4513 / German Army
- 408 / Mil Mi-24 D / cn 110158 / German Air Force
WITHDRAWN FROM USE
- 70+44 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8104 / German Air Force
- 70+97 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8157 / German Air Force
- 71+17 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8177 / German Air Force
- 71+18 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8178 / German Air Force
- 71+20 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8180 / German Air Force
- 71+43 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8203 / German Air Force
- 71+66 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8226 / German Air Force
- 86+52 / MBB Bo.105 P / cn 6052 / German Army
- 98+35 / FIAT G.91 R-3 / cn 54 / West German Air Force
- 877 / Mikoyan Gurevich MiG-21 PFM / cn 761013 / East German Air Force







