Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Charles David Fennell

Spotter Mania Titelbild

NEUBRANDENBURG

Flughafen Neubrandenburg Trollenhagen

Der Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen ist ein Platz mit viel Geschichte. Er liegt nordöstlich von Neubrandenburg und wurde lange militärisch genutzt. Heute ist er ein ziviler Flugplatz, der vor allem für Rundflüge, Geschäftsflüge und die Allgemeine Luftfahrt interessant ist.

Für Spotter ist Trollenhagen besonders spannend, weil man hier noch den Charakter eines ehemaligen Militärflugplatzes spürt. Alte Strukturen, die große Fläche und die Geschichte des Standortes machen den Platz mehr als nur zu einem kleinen Regionalflugplatz.

Ein wichtiger Hinweis gehört auch zum Museum. In der Nähe befindet sich der Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen e.V. mit einer Luftfahrtsammlung. Dort werden Flugzeuge und Technik gezeigt, die gut zur Geschichte der Fliegerei in der Region passen. Wer Neubrandenburg-Trollenhagen besucht, sollte dieses Museum unbedingt mit einplanen.

Flughafenstraße 10
D-17039 Trollenhagen

IATA: FNB
ICAO: EDBN

RUNWAY:
09/27 (2293x45m) Beton


SIEHE AUCH

Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen


GESCHICHTE

Aufbau des Fliegerhorstes und erste militärische Nutzung (1933–1939)
  • 1933/1934: Im Zuge des massiven Ausbaus der deutschen Luftstreitkräfte begann nordöstlich von Neubrandenburg bei Trollenhagen die Anlage eines neuen Militärflugplatzes. Die Standortwahl bot ausreichend große, weitgehend ebene Flächen und zugleich eine günstige Lage abseits dichter Besiedlung.
  • 1934: Der neue Fliegerhorst Neubrandenburg-Trollenhagen wurde in Betrieb genommen. Zu dieser Zeit lief der Aufbau der später offiziell 1935 bekanntgegebenen Luftwaffe noch weitgehend unter Tarnbezeichnungen und im Rahmen verschiedener Ausbildungs- und Organisationsmaßnahmen.
  • Mitte der 1930er-Jahre: Auf dem Gelände entstanden die für einen Fliegerhorst dieser Zeit typischen militärischen Einrichtungen. Dazu gehörten Hangars, Werkstätten, Betriebsgebäude, Unterkünfte, Treibstofflager sowie Roll- und Abstellflächen.
  • 1935–1939: Mit der offiziellen Aufstellung der Luftwaffe erhielt Trollenhagen zunehmend militärische Bedeutung. Der Platz wurde für Ausbildung, Stationierungen und Verlegungen verschiedener fliegender Verbände genutzt. In den Jahren unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Infrastruktur weiter ausgebaut.
Der Flugplatz während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945)
  • September 1939: Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Trollenhagen vollständig in die Einsatz- und Ausbildungsorganisation der Luftwaffe eingebunden. Neben stationierten Einheiten nutzten auch zeitweise verlegte Verbände den Flugplatz.
  • 1939–1943: Der Standort diente unter anderem der Ausbildung, der Bereitstellung von Flugzeugen und als Ausweich- beziehungsweise Verlegungsflugplatz. Die konkrete Belegung änderte sich während des Krieges mehrfach.
  • 1943–1944: Mit der zunehmenden Intensität des Luftkriegs über Deutschland gewannen Flugplätze im nordöstlichen Reichsgebiet zusätzlich an Bedeutung. Trollenhagen wurde deshalb auch für die Aufnahme und Verlegung von Luftwaffenverbänden genutzt.
  • 1944–1945: In der Endphase des Krieges wurde die militärische Situation immer schwieriger. Flugplätze wurden häufiger Ziel alliierter Luftangriffe und gleichzeitig mussten Verbände wegen des Vorrückens der Alliierten ständig verlegt werden. Auch Trollenhagen war von diesen Entwicklungen betroffen.
  • April 1945: Mit dem Vorrücken der Roten Armee nach Mecklenburg endete die Nutzung des Platzes durch die deutsche Luftwaffe. Teile der Anlagen waren beschädigt beziehungsweise wurden beim Rückzug unbrauchbar gemacht.
  • Frühjahr 1945: Sowjetische Truppen besetzten das Gelände. Damit begann für Trollenhagen eine neue Phase unter sowjetischer Kontrolle.
Sowjetische Nutzung und Wiederaufbau (1945–1956)
  • 1945–1948: Nach Kriegsende befand sich der Flugplatz innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone. Die sowjetischen Streitkräfte übernahmen das Gelände und entschieden über die weitere militärische Verwendung.
  • Ende der 1940er-Jahre: Der Flugplatz wurde wieder für militärische Zwecke hergerichtet. Die ursprüngliche Infrastruktur aus der Zeit der Luftwaffe wurde teilweise weiterverwendet, verändert oder durch neue Anlagen ersetzt.
  • Um 1949: Trollenhagen wurde erneut als aktiver Militärflugplatz genutzt. Dabei spielten sowjetische Luftstreitkräfte zunächst die entscheidende Rolle.
  • Beginn der 1950er-Jahre: Die Anforderungen an Militärflugplätze veränderten sich durch die Einführung strahlgetriebener Kampfflugzeuge grundlegend. Grasflächen beziehungsweise ältere Startbahnsysteme waren für die neue Flugzeuggeneration nicht mehr ausreichend.
  • 1950er-Jahre: Trollenhagen wurde deshalb schrittweise modernisiert. Eine befestigte Start- und Landebahn sowie entsprechende Rollwege und technische Einrichtungen ermöglichten künftig den Betrieb moderner Strahlflugzeuge.
Übergang an die DDR-Luftstreitkräfte (1956–1961)
  • 1. März 1956: Mit der Gründung der Nationalen Volksarmee der DDR entstanden auch eigene Luftstreitkräfte. Zahlreiche zuvor vorbereitete Fliegerkräfte und Flugplätze wurden nun in die reguläre militärische Organisation der DDR überführt.
  • 1956–1957: Trollenhagen wurde zunehmend für die Luftstreitkräfte der NVA vorbereitet. Die sowjetische Seite übergab entsprechende Anlagen an die DDR beziehungsweise unterstützte den Aufbau der neuen militärischen Strukturen.
  • Ende der 1950er-Jahre: Die technische Infrastruktur wurde weiter auf den Betrieb von Strahljägern ausgerichtet. Neben der Start- und Landebahn gehörten dazu Abstellflächen, technische Zonen, Funk- und Navigationsanlagen sowie Einrichtungen für Wartung und Versorgung.
  • 1960/1961: Trollenhagen entwickelte sich zu einem dauerhaft genutzten Jagdflugplatz der DDR-Luftstreitkräfte.
Trollenhagen wird Heimat des Jagdfliegergeschwaders 2 (1961–1970)
  • 1961: Das Jagdfliegergeschwader 2, kurz JG-2, wurde in Trollenhagen stationiert. Damit begann die prägendste militärische Epoche des Flugplatzes, die nahezu drei Jahrzehnte dauern sollte.
  • Anfang der 1960er-Jahre: Das Geschwader verfügte zunächst über sowjetische Jagdflugzeugmuster der ersten Strahlflugzeuggeneration beziehungsweise über Flugzeuge, die noch aus der Aufbauphase der DDR-Luftstreitkräfte stammten.
  • 1960er-Jahre: Die MiG-21 wurde schrittweise zum wichtigsten Kampfflugzeug des Geschwaders. Trollenhagen musste dafür technisch weiter angepasst werden.
  • 1960er-Jahre: Neben den fliegenden Staffeln waren zahlreiche technische und logistische Einheiten auf dem Fliegerhorst stationiert. Wartung, Bewaffnung, Betankung, Funktechnik, Flugsicherung und Bodenorganisation machten Trollenhagen zu einem umfangreichen militärischen Standort.
  • Ende der 1960er-Jahre: Der Flugplatz war vollständig in das Luftverteidigungssystem der DDR und damit indirekt in die Strukturen des Warschauer Paktes eingebunden.
Ausbau zum modernen NVA-Jagdflugplatz (1970–1980)
  • Anfang der 1970er-Jahre: Der Standort wurde weiter modernisiert. Die militärischen Planungen des Warschauer Paktes verlangten einen hohen Bereitschaftsgrad und einen besseren Schutz der Kampfflugzeuge.
  • 1971: Das Jagdfliegergeschwader 2 erhielt den Traditionsnamen „Juri Gagarin“, benannt nach dem sowjetischen Kosmonauten, der 1961 als erster Mensch ins Weltall geflogen war. Von nun an lautete die offizielle Bezeichnung Jagdfliegergeschwader 2 „Juri Gagarin“.
  • 1970er-Jahre: Auf dem Flugplatz entstanden beziehungsweise wurden verstärkt geschützte Flugzeugdeckungen errichtet. Diese betonierten Schutzbauten sollten die Kampfflugzeuge bei einem Angriff besser gegen Splitterwirkungen und begrenzte Bombenschäden schützen.
  • 1970er-Jahre: Gleichzeitig wurden Rollwege, Vorstartlinien, technische Bereiche sowie Munitions- und Treibstoffeinrichtungen weiter ausgebaut.
  • 1970er-Jahre: Das JG-2 setzte unterschiedliche Versionen der MiG-21 ein. Neue Varianten ersetzten nach und nach ältere Maschinen.
  • Mitte bis Ende der 1970er-Jahre: Trollenhagen gehörte inzwischen zu den fest etablierten Jagdflugplätzen der DDR. Hauptaufgabe des Geschwaders war die Sicherung des Luftraums und die Bereitschaft zur Abwehr möglicher gegnerischer Luftangriffe.
Höhepunkt der militärischen Nutzung im Kalten Krieg (1980–1989)
  • Anfang der 1980er-Jahre: Das Jagdfliegergeschwader 2 betrieb weiterhin verschiedene Versionen der MiG-21. Der Flugdienst bestand aus Ausbildungsflügen, Gefechtsausbildung, Abfangübungen und der Aufrechterhaltung der ständigen Einsatzbereitschaft.
  • 1980er-Jahre: Ein Teil der Flugzeuge wurde ständig in hoher Bereitschaft gehalten. Bei einer Alarmierung mussten entsprechend eingeteilte Besatzungen innerhalb kurzer Zeit starten können.
  • 1980–1985: Die Infrastruktur des Flugplatzes wurde weiterhin instand gehalten und teilweise modernisiert. Dazu gehörten Funk- und Navigationsanlagen, technische Einrichtungen sowie Schutzbauten.
  • Mitte der 1980er-Jahre: Trollenhagen war einer der wichtigen Standorte für die Luftverteidigung des nördlichen Gebietes der DDR.
  • 1985–1989: Während andere NVA-Geschwader teilweise modernere Kampfflugzeuge erhielten, blieb die MiG-21 beim JG-2 das bestimmende Einsatzmuster.
  • 1989: Die politische Lage in der DDR veränderte sich grundlegend. Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November zeichnete sich zunehmend ab, dass auch die militärischen Strukturen der DDR vor umfassenden Veränderungen standen.
Ende der NVA und Auflösung des Jagdfliegergeschwaders 2 (1990)
  • Frühjahr 1990: Der reguläre Flugbetrieb der NVA wurde schrittweise reduziert. Auch beim JG-2 nahm die Zahl der Ausbildungs- und Einsatzflüge ab.
  • 1990: Im Zuge der Vorbereitung der deutschen Wiedervereinigung begann die Auflösung zahlreicher Verbände der NVA. Die MiG-21-Flotte des JG-2 hatte innerhalb einer gesamtdeutschen Luftwaffe keine langfristige Zukunft.
  • September 1990: Das Jagdfliegergeschwader 2 „Juri Gagarin“ wurde noch vor beziehungsweise unmittelbar im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung außer Dienst gestellt.
  • 3. Oktober 1990: Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland ging der Flugplatz Trollenhagen zusammen mit den übrigen militärischen Einrichtungen der ehemaligen NVA in die Verantwortung der Bundeswehr über.
  • Ende 1990: Die bisherige Funktion Trollenhagens als ständig einsatzbereiter NVA-Jagdflugplatz war beendet. Ein dauerhaft stationiertes Jagdgeschwader war für den Standort nicht mehr vorgesehen.
Übernahme durch die Bundeswehr und Suche nach einer neuen Aufgabe (1990–1993)
  • 1990/1991: Die Bundeswehr begann mit der Bewertung der übernommenen Infrastruktur. Dabei musste entschieden werden, welche ehemaligen NVA-Flugplätze langfristig militärisch benötigt würden.
  • 1991: Trollenhagen wurde zunächst weiterhin als militärischer Flugplatz betrieben. Die vorhandene Start- und Landebahn sowie die umfangreiche Infrastruktur ermöglichten die weitere Nutzung durch verschiedene militärische Luftfahrzeuge.
  • 1991–1992: Gleichzeitig entstanden Überlegungen, den Flugplatz künftig auch für den zivilen Luftverkehr zu öffnen. Für die Stadt Neubrandenburg und die Region Mecklenburgische Seenplatte bot die vorhandene militärische Infrastruktur die Möglichkeit, mit vergleichsweise geringem zusätzlichem Aufwand einen Regionalflughafen aufzubauen.
  • 1992/1993: Die Voraussetzungen für eine zivile Mitbenutzung wurden geschaffen. Dazu gehörten organisatorische Änderungen sowie der Aufbau ziviler Abfertigungs- und Betriebsstrukturen.
Beginn der zivilen Nutzung (1993–2000)
  • 1993: Die zivile Mitbenutzung des Flugplatzes begann. Aus dem ausschließlich militärischen Standort entwickelte sich damit ein gemeinsam militärisch und zivil genutzter Flugplatz.
  • 1993: Der Standort trat zunehmend unter der Bezeichnung Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen auf. Für den zivilen Luftverkehr wurde der IATA-Code FNB verwendet, während der Flugplatz international unter dem ICAO-Code EDBN geführt wurde.
  • Mitte der 1990er-Jahre: Für den Passagierverkehr wurden zivile Abfertigungsmöglichkeiten eingerichtet beziehungsweise erweitert. Ziel war es, Neubrandenburg besser an andere deutsche und europäische Regionen anzubinden.
  • 1990er-Jahre: Neben Geschäfts- und Privatflügen fanden zeitweise auch Charter- und Regionalverkehre statt. Aufgrund des vergleichsweise kleinen Einzugsgebietes blieb das Verkehrsaufkommen jedoch deutlich hinter den großen Verkehrsflughäfen zurück.
  • 1990er-Jahre: Die lange Start- und Landebahn ermöglichte grundsätzlich auch die Abfertigung größerer Verkehrsflugzeuge. Die technische Leistungsfähigkeit des Flugplatzes stand damit in einem deutlichen Gegensatz zum relativ begrenzten Passagieraufkommen.
  • Ende der 1990er-Jahre: Die zivile Entwicklung wurde weiter vorangetrieben. Gleichzeitig blieb die Bundeswehr wichtiger Nutzer des Flugplatzes.
Regionalflughafen zwischen ziviler und militärischer Nutzung (2000–2010)
  • Anfang der 2000er-Jahre: Neubrandenburg-Trollenhagen wurde weiterhin als regionaler Verkehrsflughafen vermarktet. Der zivile Flugbetrieb bestand aus Geschäftsflügen, Privatverkehr, einzelnen Charterverbindungen und sonstigen kommerziellen Flugbewegungen.
  • 2000–2005: Verschiedene Versuche, regelmäßige oder saisonale Passagierverbindungen dauerhaft zu etablieren, konnten keine langfristig stabile Linienverkehrsstruktur schaffen.
  • Mitte der 2000er-Jahre: Charterflüge zu Ferienzielen gehörten zeitweise zum Verkehrsangebot. Das Passagieraufkommen blieb jedoch insgesamt gering und schwankte erheblich von Jahr zu Jahr.
  • 2000er-Jahre: Daneben gewann die allgemeine Luftfahrt zunehmend an Bedeutung. Geschäftsreiseflugzeuge, Privatflugzeuge, Schulungsflüge und Sonderverkehre gehörten zum regelmäßigen Bild.
  • 2000er-Jahre: Die Bundeswehr nutzte den Flugplatz weiterhin. Trollenhagen blieb damit einer der Standorte in Deutschland, an denen militärische und zivile Luftfahrt nebeneinander stattfanden.
  • Ende der 2000er-Jahre: Die wirtschaftliche Zukunft des Regionalflughafens wurde zunehmend diskutiert. Wie zahlreiche kleinere deutsche Regionalflughäfen war Trollenhagen auf öffentliche Unterstützung beziehungsweise Zuschüsse seiner kommunalen Eigentümer angewiesen.
Rückgang des Passagierverkehrs und Bundeswehrreform (2010–2013)
  • 2010: Regelmäßiger größerer Passagierverkehr spielte in Neubrandenburg nur noch eine geringe Rolle. Der Schwerpunkt verlagerte sich zunehmend auf Allgemeine Luftfahrt und Sonderverkehre.
  • 2011: Mit der von der Bundesregierung beschlossenen Neuausrichtung der Bundeswehr wurde auch die Zukunft zahlreicher Militärstandorte überprüft.
  • 26. Oktober 2011: Das Bundesverteidigungsministerium stellte das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr vor. Dieses hatte auch erhebliche Auswirkungen auf den Standort Trollenhagen.
  • 2011–2012: Es zeichnete sich ab, dass die dauerhafte militärische Nutzung des Flugplatzes aufgegeben werden sollte. Für den Flughafen bedeutete dies eine grundlegende Veränderung, weil die Bundeswehr über Jahrzehnte einen wesentlichen Teil der Infrastruktur und des Betriebes getragen hatte.
  • 2012: Die Vorbereitungen für den Rückzug der Bundeswehr und die zukünftige zivile Nutzung wurden konkretisiert.
  • 2013: Die militärische Präsenz wurde weiter reduziert. Damit näherte sich die fast 80 Jahre währende Geschichte Trollenhagens als bedeutender Militärflugplatz ihrem Ende.
Ende des militärischen Flugbetriebs (2013–2014)
  • 2013: Die Bundeswehr stellte ihre bisherige dauerhafte Nutzung des Fliegerhorstes weitgehend ein. Ein regulärer militärischer Flugbetrieb wie in den Jahrzehnten zuvor fand nicht mehr statt.
  • 2013/2014: Die verbliebenen militärischen Strukturen wurden aufgelöst oder verlegt. Die zivile Betriebsgesellschaft musste sich darauf einstellen, größere Teile des Flugbetriebs und der Infrastruktur künftig selbst zu tragen.
  • 2014: Mit dem Ende der Bundeswehrnutzung begann endgültig die Phase Trollenhagens als überwiegend beziehungsweise ausschließlich zivil betriebener Flugplatz.
  • 2014: Die Dimensionen des ehemaligen Militärflugplatzes erwiesen sich dabei als wirtschaftliche Herausforderung. Die großflächige Infrastruktur war ursprünglich für einen militärischen Jagdflugplatz und nicht für das vergleichsweise geringe zivile Verkehrsaufkommen konzipiert worden.
Vom Verkehrsflughafen zum Verkehrslandeplatz (2014–2015)
  • 2014: Angesichts des geringen Passagieraufkommens und der hohen Betriebskosten wurde die bisherige Einstufung als Verkehrsflughafen zunehmend infrage gestellt.
  • 2014/2015: Die Struktur des Betriebes wurde den tatsächlichen Verkehrsverhältnissen angepasst. Der Schwerpunkt lag nun eindeutig auf Geschäfts-, Privat-, Ausbildungs- und Sonderflügen.
  • 2015: Neubrandenburg-Trollenhagen verlor den Charakter eines klassischen Regionalflughafens mit der Erwartung eines regelmäßigen Linien- oder Charterverkehrs immer stärker.
  • Mitte der 2010er-Jahre: Der Flugplatz wurde schließlich als Verkehrslandeplatz weitergeführt. Dadurch konnten Betriebsorganisation und Kosten stärker an das tatsächlich vorhandene Verkehrsaufkommen angepasst werden.
Neuausrichtung des ehemaligen Militärstandortes (2015–2020)
  • 2015–2016: Nach dem Rückzug der Bundeswehr wurde versucht, für die umfangreichen ehemaligen militärischen Flächen neue Nutzungen zu finden. Teile des Areals standen für gewerbliche oder andere zivile Entwicklungen zur Verfügung.
  • 2016–2018: Der Flugplatz blieb weiterhin für die Allgemeine Luftfahrt geöffnet. Geschäftsreiseverkehr, private Luftfahrt, Schulungsflüge und einzelne Sonderflüge bildeten die wesentlichen Bestandteile des Betriebs.
  • 2010er-Jahre: Die große Start- und Landebahn blieb ein besonderer Vorteil des Standortes. Sie erlaubt die Nutzung durch deutlich größere Flugzeugtypen, als dies bei vielen vergleichbaren Verkehrslandeplätzen möglich ist.
  • 2018–2020: Ein Wiederaufbau eines umfangreichen Linienverkehrs zeichnete sich nicht ab. Stattdessen stabilisierte sich die Rolle Trollenhagens als regionaler Flugplatz mit Schwerpunkt auf individueller und gewerblicher Luftfahrt.
Der Flughafen in der Gegenwart (2020–2026)
  • 2020: Die Corona-Pandemie führte auch im Bereich der Allgemeinen Luftfahrt und des Geschäftsreiseverkehrs zeitweise zu Einschränkungen. Für einen ohnehin nur schwach vom klassischen Passagierverkehr geprägten Standort waren die Auswirkungen jedoch anders gelagert als bei großen Verkehrsflughäfen.
  • 2021–2023: Der Betrieb konzentrierte sich weiterhin auf Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseverkehr, Ausbildungs- und Trainingsflüge sowie Sonderflüge.
  • 2020er-Jahre: Die frühere militärische Infrastruktur ist an vielen Stellen weiterhin deutlich erkennbar. Die Dimensionierung des Geländes, Rollwege, Schutzbauten und ehemalige militärische Funktionsbereiche erinnern an die jahrzehntelange Nutzung als Jagdflugplatz.
  • 2024: Neubrandenburg-Trollenhagen war weiterhin kein Flughafen mit regulärem Linienverkehr. Die Bedeutung lag vielmehr in seiner Funktion als regional verfügbare Luftverkehrsinfrastruktur für Mecklenburg-Vorpommern und den Raum Neubrandenburg.
  • 2025: Der Flugplatz wurde weiterhin unter dem ICAO-Code EDBN und dem IATA-Code FNB geführt. Seine außergewöhnlich umfangreiche Infrastruktur geht noch immer wesentlich auf die jahrzehntelange militärische Nutzung zurück.
  • 2026: Der heutige Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen steht für einen grundlegenden Strukturwandel: Aus einem in den 1930er-Jahren errichteten Luftwaffenstützpunkt wurde nach 1945 zunächst ein sowjetisch beeinflusster Militärflugplatz, anschließend einer der bedeutenden Jagdflugplätze der NVA, nach 1990 ein Bundeswehrstandort mit ziviler Mitnutzung und schließlich ein rein zivil geprägter regionaler Flugplatz.

INFORMATIONEN


SPOTTER SERVICE

IMPRESSIONEN

Auf dieser Seite finden Sie besondere Fotos aus den letzten Monaten.


FNB IN DEN SOZIALEN MEDIEN

n/a



Flight Radar


Static Airframes

  • 37+58 / McDonnell Douglas F-4F Phantom II / cn 4490 / German Air Force / for Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen
  • 43+73 / Panavia Tornado IDS / cn GS046 / German Air Force / for Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen
  • 781 (003 / 001) / WSK Lim-5 / cn 1C-0715 / East German Air Force / (Fake Reg) / for Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen
  • 825 / Mikoyan Gurevich MiG-21 PFM / cn 760606 / East German Air Force / for Interessenverein Luftfahrt Neuenkirchen

Die lokale Luftfahrt-Community vor Ort

FLUGZEUG FORUM

Flugbetrieb in Neubrandenburg – Trollenhagen (EDBN / FNB) (ex ETNU) 2026 (de)


Flughafen Spotter Leitfäden

n/a


Weitere interessante Informationen

WIKIPEDIA

Flughafen Neubrandenburg (de)


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert