Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 2. Juni 2026 von Charles David Fennell

SANTA MARIA
Aeroporto de Santa Maria
Der Aeroporto de Santa Maria (LPAZ/SMA) gehört zu den geschichtlich spannendsten Flughäfen der Azoren. Seine Entstehung ist eng mit dem Zweiten Weltkrieg, der strategischen Lage mitten im Atlantik und dem rasanten Aufstieg des interkontinentalen Luftverkehrs verbunden. Aus einer militärisch geprägten Anlage entwickelte sich nach 1945 ein bedeutender Zwischenlandeplatz auf den Routen zwischen Europa, Nordamerika, Südamerika und der Karibik.
Besonders faszinierend ist die Wandlung des Flughafens: Santa Maria war einst ein lebendiger Treffpunkt internationaler Airlines, ein technischer Stopp für Langstreckenflüge und zeitweise ein Symbol für die große Ära der Atlantikluftfahrt. Mit leistungsfähigeren Flugzeugen verlor der Flughafen später zwar seine Rolle als unverzichtbare Zwischenstation, blieb aber durch seine Lage, seine lange Piste und die ozeanische Flugsicherung weiterhin ein wichtiger Standort.
Diese Historie macht den Aeroporto de Santa Maria zu weit mehr als einem kleinen Inselairport. Er erzählt von Krieg und Wiederaufbau, von Pionierleistungen der zivilen Luftfahrt, von internationalen Verbindungen und von einer Insel, deren Entwicklung über Jahrzehnte stark vom Flughafen geprägt wurde. Genau diese Mischung aus Technik, Geschichte und Atlantik-Atmosphäre macht Santa Maria zu einem besonderen Kapitel der portugiesischen Luftfahrtgeschichte.
9580-402 Vila do Porto
Açores, Portugal
IATA: SMA
ICAO: LPAZ
RUNWAY:
14/32 (1830x45m) Asphalt
04/22 (1830x45m) Asphalt
18/36 (3048x60m) Beton
GESCHICHTE
Strategische Vorüberlegungen und Standortsuche auf Santa Maria (1941–1944)
- 1941 rückte die Insel Santa Maria erstmals konkret in den Fokus portugiesischer Planungen für ein Flugfeld auf den Azoren. Eine portugiesische Kommission untersuchte die Insel und wählte das Hochplateau südwestlich des Pico de Maria Dias als geeigneten Standort aus. Ausschlaggebend war die Lage Santa Marias im Atlantik: Die Insel lag günstig zwischen Europa, Nordamerika und später auch den Routen in Richtung Südamerika. In einer Zeit, in der Langstreckenflugzeuge noch regelmäßig Zwischenlandungen zum Auftanken benötigten, war dieser Standort von hoher strategischer Bedeutung.
- Juni 1944 begannen amerikanische und zivile Luftfahrtplaner mit detaillierteren Untersuchungen. Offiziell wurde das Projekt als zivile Anlage behandelt, tatsächlich stand es aber klar im Zusammenhang mit der militärischen Lage des Zweiten Weltkriegs. Portugal blieb offiziell neutral, erlaubte den Alliierten jedoch unter bestimmten Bedingungen die Nutzung strategischer Standorte auf den Azoren. Santa Maria sollte dabei eine ergänzende Rolle zu Lajes auf der Insel Terceira übernehmen.
Die geheime Militäranlage und der Baubeginn (1944)
- 08. August 1944 landete das erste Flugzeug auf einer provisorischen Piste auf Santa Maria. Es handelte sich um eine Douglas C-47 Skytrain der US-Streitkräfte, die Material von der Insel Terceira brachte. Diese frühe Landung zeigte, dass der Platz schon während der Bauphase praktisch genutzt werden konnte. Die erste Piste war noch einfach ausgeführt und diente vor allem dazu, Personal, Gerät und Nachschub auf die Insel zu bringen.
- 28. November 1944 wurde ein Abkommen zwischen Portugal und den Vereinigten Staaten über den Bau eines Flugplatzes auf Santa Maria unterzeichnet. Der Bau erfolgte mit amerikanischer Unterstützung und unter starker Einbindung von Pan American Airways. Nach außen wurde das Vorhaben als ziviles Luftfahrtprojekt dargestellt, während seine unmittelbare Entstehung eng mit den militärischen Erfordernissen des Zweiten Weltkriegs verbunden war.
- 14. Dezember 1944 folgte eine Vereinbarung zwischen der portugiesischen Regierung und Pan American Airways. Pan Am spielte eine wichtige Rolle bei der technischen Ausgestaltung und beim Aufbau von Funk- und Navigationsinfrastruktur. Gleichzeitig wuchsen die Baustellen auf der Insel rasch an. Neben Pisten und Rollwegen entstanden Versorgungseinrichtungen, Straßen, Unterkünfte, technische Gebäude, soziale Einrichtungen und Anlagen zur Treibstoffversorgung. Santa Maria veränderte sich dadurch innerhalb weniger Monate grundlegend.
Fertigstellung, Einweihung und Übergang vom Krieg zur zivilen Luftfahrt (1945–1946)
- 15. November 1944 bis Mai 1945 wurden weitere Start- und Landeflächen sowie Rollwege ausgebaut. Die amerikanische Präsenz prägte die Insel in dieser Phase stark. Tausende Arbeiter, darunter amerikanisches Personal sowie Arbeitskräfte von Santa Maria und anderen Azoreninseln, waren am Bau beteiligt. Für eine kleine Insel bedeutete dies einen enormen wirtschaftlichen und sozialen Einschnitt. Die moderne Infrastruktur brachte Arbeitsplätze, neue Versorgungswege und eine bis dahin unbekannte internationale Dynamik nach Santa Maria.
- Juli 1945 erreichte der Flugplatz seine erste große Zäsur. Portugiesische und amerikanische Vertreter besuchten die Anlage zur offiziellen Einweihung. In zeitgenössischen und späteren Darstellungen werden für die offizielle Eröffnung der 25. beziehungsweise 26. Juli 1945 genannt. Sicher ist: Ende Juli 1945 war Santa Maria als großer Atlantikflugplatz offiziell in Betrieb und galt damals als eine der bedeutenden Luftfahrtanlagen im Nordatlantik.
- 02. Juni 1946 endete die amerikanische Militärpräsenz auf Santa Maria offiziell. Die Anlage wurde nach Kriegsende an Portugal übergeben. Damit begann der eigentliche Wandel vom militärisch geprägten Kriegsflugplatz zu einem zivilen internationalen Flughafen. Dieser Übergang war für die weitere Geschichte entscheidend, denn Santa Maria wurde nun zu einem wichtigen Baustein des portugiesischen und internationalen Luftverkehrs.
- 28. November 1946 wurde der Flughafen als ziviler internationaler Flughafen erneut offiziell hervorgehoben beziehungsweise neu eingeordnet. Aus dem militärischen Zweckbau wurde nun eine zivile Drehscheibe im Atlantik. Santa Maria diente fortan als Zwischenstation für Flugzeuge auf langen Atlantikrouten, als technischer Stützpunkt, als Kommunikationsknoten und als Tor der Azoren zur Welt.
Aufbau des zivilen Flughafenbetriebs und der internationalen Infrastruktur (1946–1949)
- Erstes Halbjahr 1946 wurde Santa Maria für den zivilen Passagierverkehr und die internationale Flugsicherung immer wichtiger. Die provisorische internationale Zivilluftfahrtorganisation PICAO wählte Santa Maria als Standort für Aufgaben im Bereich der nordatlantischen Flugverkehrskontrolle. Damit war der Flughafen nicht nur ein Ort für Starts und Landungen, sondern auch ein Kommunikations- und Kontrollzentrum für den Luftverkehr über dem Atlantik.
- 13. Januar 1947 wurde Henrique Owen Pinto de Barros da Costa Pessoa als erster Direktor des Flughafens genannt. Diese organisatorische Festigung zeigt, wie schnell aus der früheren Kriegsanlage eine dauerhafte zivile Einrichtung wurde. Der Flughafen brauchte nun Verwaltung, Betriebspersonal, technische Dienste und klare Strukturen für den internationalen Luftverkehr.
- 1947 bis 1949 begann die architektonische und städtebauliche Ausformung des Flughafenareals. Der portugiesische Architekt Francisco Keil do Amaral war mit Planungen für den Flughafen und das dazugehörige Umfeld verbunden. Dabei ging es nicht nur um einzelne Gebäude, sondern um ein ganzes Flughafenensemble mit funktionalen, technischen und sozialen Bereichen. Santa Maria war damit mehr als ein Flugplatz: Es entstand ein eigener Flughafenort, dessen Entwicklung eng mit der modernen Luftfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden war.
Santa Maria als Atlantikdrehscheibe der Nachkriegszeit (1950er Jahre)
- 1950er Jahre entwickelte sich der Aeroporto de Santa Maria zu einem der wichtigsten Zwischenlandeplätze im Atlantikverkehr. Langstreckenflugzeuge der damaligen Zeit konnten viele Routen zwischen Europa, Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika und der Karibik noch nicht ohne technische Stopps bedienen. Santa Maria bot dafür eine ideale Lage, ausreichend lange Pisten, technische Versorgung und Funkverbindungen. Der Flughafen wurde zu einem regelmäßigen Halt für internationale Fluggesellschaften und prägte das Leben auf der Insel nachhaltig.
- 1954 gehörte Santa Maria bereits zum festen Netz internationaler Fluggesellschaften. Swissair nutzte den Flughafen als Zwischenstopp, während auch andere große Gesellschaften wie Pan Am, KLM, Air France, TWA und weitere Anbieter in unterschiedlichen Phasen den Platz anflogen. Für Santa Maria bedeutete dies einen außergewöhnlich internationalen Alltag. Flugzeuge, Crews und Passagiere aus vielen Ländern machten die Insel zu einem kleinen, aber sehr lebendigen Knotenpunkt der Weltluftfahrt.
- 1957 begann SATA, die spätere SATA Air Açores beziehungsweise Azores Airlines-Gruppe, mit Linienverbindungen innerhalb der Azoren. Für Santa Maria war dies ein wichtiger Schritt, denn der Flughafen war nicht nur für interkontinentale Zwischenlandungen bedeutend, sondern zunehmend auch für die regionale Erreichbarkeit des Archipels. Die Verbindung der Inseln untereinander wurde ein entscheidender Faktor für Wirtschaft, Verwaltung, medizinische Versorgung und Alltag der Bevölkerung.
- 1959 übernahm SATA Infrastruktur von Trans World Airlines am Flughafen Santa Maria. Diese Übernahme steht beispielhaft für den Wandel: Aus der starken Präsenz internationaler Gesellschaften entwickelte sich Schritt für Schritt auch eine eigene azoreanische Luftfahrtstruktur. Santa Maria blieb dabei ein wichtiger Standort für Bodenabfertigung, technische Dienste und regionale Luftverkehrsorganisation.
Blütezeit des internationalen Verkehrs und wachsende Bedeutung für die Insel (1960er Jahre)
- 1960er Jahre erreichte Santa Maria eine besonders starke Phase als internationaler Verkehrsflughafen. Viele Atlantikflüge benötigten weiterhin Zwischenstopps, und Santa Maria war dafür hervorragend positioniert. Die Infrastruktur des Flughafens, die lange Piste und die Erfahrung im Umgang mit internationalem Verkehr machten den Standort zu einer festen Größe im Luftverkehr zwischen Europa und Amerika.
- 07. Dezember 1962 begann TAP mit Zwischenlandungen beziehungsweise regulären Aktivitäten in Santa Maria. Damit wurde der Flughafen auch stärker in das portugiesische Liniennetz eingebunden. Während internationale Airlines Santa Maria vor allem als technischen Atlantikstopp nutzten, verband TAP den Flughafen mit der nationalen Luftverkehrsentwicklung Portugals.
- 1965 wurde die Rolle Santa Marias als Kommunikationsstandort durch moderne transatlantische Verbindungen ergänzt. Obwohl sich die technische Kommunikation weltweit weiterentwickelte, blieb Santa Maria ein wichtiger Punkt in der Flugsicherung und im Austausch von Luftverkehrsinformationen. Besonders die Lage im Atlantik machte den Standort für Funk, Koordination und Überwachung weiterhin wertvoll.
- 26. April 1969 nahm TAP eine Verbindung Santa Maria–New York auf. Diese Route unterstrich noch einmal die Bedeutung des Flughafens im transatlantischen Passagierverkehr. Santa Maria war nicht nur ein technischer Halt, sondern auch ein offizieller Einstiegspunkt in den internationalen Luftverkehr. Für die Insel bedeutete dies Beschäftigung, weltweite Kontakte und eine wirtschaftliche Blüte, die weit über die Größe Santa Marias hinausging.
Höhepunkt und beginnender Wandel im Jet-Zeitalter (1970er Jahre)
- 1970 erreichte der Flughafen einen seiner bekannten Höhepunkte. Zeitzeugenberichte und spätere Darstellungen nennen rund 300.000 Passagiere pro Jahr sowie eine sehr hohe Zahl täglicher Flugbewegungen. Santa Maria war in dieser Zeit ein außergewöhnlicher Ort: Eine kleine Atlantikinsel mit internationalem Flughafenbetrieb, weltweiten Fluggesellschaften, fremden Sprachen, technischen Diensten und einer starken Abhängigkeit der lokalen Wirtschaft vom Flughafen.
- 08. Mai 1971 wurde die TAP-Verbindung Santa Maria–Montreal aufgenommen. Damit wurde die Bedeutung des Flughafens für den Verkehr zwischen Portugal, den Azoren und Nordamerika weiter gestärkt. Besonders für die azoreanische Auswanderungsgeschichte und die Verbindungen nach Kanada und in die USA spielte der Luftverkehr eine wichtige Rolle. Santa Maria blieb ein Symbol für Mobilität, Auswanderung, Rückkehr und internationale Verbindung.
- Mitte bis Ende der 1970er Jahre begann sich die Rolle Santa Marias zu verändern. Moderne Langstreckenjets wurden leistungsfähiger, Reichweiten stiegen, und immer mehr Atlantikflüge konnten ohne Zwischenlandung durchgeführt werden. Damit verlor Santa Maria schrittweise einen Teil seiner früheren Funktion als obligatorischer technischer Stopp. Der Flughafen blieb wichtig, doch seine große Zeit als nahezu unverzichtbare Atlantikdrehscheibe neigte sich dem Ende zu.
- 09. April 1976 begann Air France mit Concorde-Flügen nach Caracas, bei denen Santa Maria als Tankstopp eine Rolle spielte. Der Überschallverkehr gab dem Flughafen noch einmal einen besonderen Platz in der internationalen Luftfahrtgeschichte. Die Concorde war ein Symbol technischer Spitzenleistung, und Santa Maria gehörte für einige Jahre zu den Flughäfen, die diesen außergewöhnlichen Flugzeugtyp im regulären Betrieb erlebten.
Rückgang der Zwischenlandungen und Neuorientierung des Flughafens (1980er–1990er Jahre)
- 1980er Jahre wurde der Rückgang der klassischen technischen Zwischenstopps immer deutlicher. Flugzeuge mit größerer Reichweite, veränderte Streckennetze und modernere Navigations- und Kommunikationssysteme reduzierten die Notwendigkeit, mitten im Atlantik planmäßig zu landen. Für Santa Maria bedeutete dies einen tiefen Strukturwandel. Der Flughafen blieb betriebsfähig und strategisch günstig gelegen, doch seine wirtschaftliche Bedeutung für die Insel veränderte sich spürbar.
- 1990er Jahre verlagerte sich die Bedeutung des Standorts stärker auf regionale Verbindungen, Ausweichfunktionen, technische Dienste und die Flugsicherung. Die Erinnerung an die goldene Ära blieb lebendig, doch der Alltag des Flughafens wurde ruhiger. Gleichzeitig blieb Santa Maria durch seine Lage, seine lange Piste und die Verbindung zur ozeanischen Flugsicherung weiterhin ein wichtiger Bestandteil der portugiesischen Luftfahrtinfrastruktur.
- 18. Dezember 1998 wurden die Konzessionen mehrerer portugiesischer Flughäfen, darunter Santa Maria, an ANA Aeroportos de Portugal übertragen. Damit wurde der Flughafen in eine moderne Verwaltungs- und Entwicklungsstruktur eingebunden. ANA übernahm Aufgaben im Bereich Betrieb, Planung, Entwicklung und Ausbau der zivilen Flughafeninfrastruktur.
Modernisierung und Einbindung in das heutige portugiesische Flughafennetz (2000er Jahre)
- Anfang des 21. Jahrhunderts wurde der Flughafen Santa Maria modernisiert und ausgebaut. Der Schwerpunkt lag nicht mehr auf der früheren Rolle als großer Atlantik-Zwischenstopp, sondern auf zeitgemäßer Infrastruktur, regionaler Erreichbarkeit, Sicherheit und zuverlässigem Betrieb. Die historische Anlage blieb dabei weiterhin eng mit ihrer Vergangenheit verbunden, musste sich aber den Anforderungen eines kleineren, modernen Inselverkehrs anpassen.
- 2003 wurde Santa Maria noch einmal im Zusammenhang mit der Concorde-Erinnerung hervorgehoben. Die letzte Phase des kommerziellen Concorde-Betriebs führte vielerorts zu Rückblicken auf Flughäfen, die mit diesem Flugzeugtyp verbunden waren. Für Santa Maria blieb die Concorde ein besonders markantes Kapitel, weil sie den Flughafen mit einer der spektakulärsten Epochen der zivilen Luftfahrt verbindet.
Santa Maria als Standort der ozeanischen Flugsicherung (2000er–2020er Jahre)
- 2000er bis 2020er Jahre blieb Santa Maria vor allem durch seine Rolle in der Flugsicherung von internationaler Bedeutung. Das Oceanic Control Centre auf Santa Maria überwacht beziehungsweise koordiniert Luftverkehr in einem großen Bereich des Nordatlantiks. Die Santa Maria Flight Information Region gehört zu den bedeutenden ozeanischen Informationsgebieten Europas und liegt auf wichtigen Flugrouten zwischen Europa, Nordamerika, Mittelamerika und Südamerika.
- 2020er Jahre ist der Aeroporto de Santa Maria ein kleiner, aber historisch außergewöhnlicher Flughafen. Im Linienverkehr dient er vor allem der Anbindung der Insel an andere Azoreninseln, insbesondere an Ponta Delgada. Gleichzeitig bleibt der Standort durch die Flugsicherung und seine lange Atlantikgeschichte weit über den lokalen Verkehr hinaus bedeutsam. Der Flughafen steht heute für mehrere Schichten der Luftfahrtgeschichte: Zweiter Weltkrieg, Pan-Am-Zeit, Atlantiklinien, Concorde-Erinnerung, regionale Inselverbindungen und moderne ozeanische Luftverkehrskontrolle.
Gegenwart und historische Einordnung des Aeroporto de Santa Maria (heute)
- Heute ist der Aeroporto de Santa Maria kein Massenverkehrsflughafen mehr wie in seiner großen Nachkriegszeit. Seine Bedeutung liegt in einer besonderen Mischung aus regionaler Versorgung, strategischer Lage, langer Piste, technischer Geschichte und internationaler Flugsicherung. Kaum ein anderer Flughafen der Azoren zeigt so deutlich, wie eng Kriegsgeschichte, zivile Luftfahrt, Inselentwicklung und transatlantische Mobilität miteinander verbunden sein können.
- Heute erinnert Santa Maria daran, dass manche Flughäfen nicht nur durch Passagierzahlen bedeutend sind. Der Flughafen war ein Produkt der Weltpolitik, wurde ein Motor der Inselentwicklung, erlebte die große Zeit der Atlantikstopps, sah internationale Fluggesellschaften aus vielen Ländern und blieb auch nach dem Ende dieser Ära ein wichtiger Standort der Luftfahrt. Gerade diese Wandlung macht den Aeroporto de Santa Maria zu einem der geschichtlich spannendsten Flughäfen Portugals.
LPAZ / SMA INFO
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LPAZ / SMA IN DEN SOZIALEN MEDIEN
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