Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Charles David Fennell

MÖNCHENGLADBACH

Mönchengladbach Airport

Der Mönchengladbach Airport, (MGL/EDLN), gehört zu den wichtigen Plätzen der Allgemeinen Luftfahrt in Nordrhein-Westfalen. Hier treffen Flugschulen, Business Aviation, private Luftfahrt und Wartungsbetriebe aufeinander. Für Spotter ist der Platz besonders interessant, weil neben Schul- und Privatflugzeugen auch Geschäftsreiseflugzeuge und Turboprops zu sehen sind.

Eine wichtige Rolle spielt die Rheinland Air Service GmbH. Durch Wartung, Technik, Betankung und Service entstehen regelmäßig besondere Flugbewegungen. Dadurch können am MGL immer wieder Maschinen auftauchen, die nicht zum normalen Alltagsverkehr gehören. Genau das macht Mönchengladbach für Spotter spannend. Der Flughafen ist überschaubar, aber nie ganz vorhersehbar.

Der Flughafen selbst nennt knapp 50.000 Flugbewegungen und beschreibt MGL als einen der größten General-Aviation-Airports in Deutschland. Rheinland Air Service ist am Standort Mönchengladbach unter anderem mit MRO, Business Aviation und Fueling vertreten.

Flughafenstraße 95
41066 Mönchengladbach

Deutschland

IATA: MGL
ICAO: EDLN

RUNWAY:
13/31 (1200x30m) Asphalt


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Düsseldorf Airport

GESCHICHTE

Die fliegerischen Wurzeln Mönchengladbachs und der erste Flugplatz (1910–1945)
  • 1910 – Die Luftfahrtgeschichte Mönchengladbachs beginnt deutlich früher als die Geschichte des heutigen Flughafens. Auf der sogenannten Holter Heide im Westen der Stadt, im Bereich des heutigen Nordparks, entsteht auf Initiative flugbegeisterter Bürger ein erstes Flugfeld. Dieser Standort darf nicht mit dem heutigen Flughafen an der Niers verwechselt werden.
  • 1927–1929 – Das Flugfeld auf der Holter Heide wird für die zivile Luftfahrt ausgebaut. Damit erhält Mönchengladbach bereits in der Zwischenkriegszeit eine feste fliegerische Infrastruktur.
  • 1930er-Jahre – Mit der zunehmenden Militarisierung Deutschlands verändert sich auch die Nutzung des Flugplatzes. Während der Zeit des Nationalsozialismus wird das Gelände verstärkt militärisch genutzt. Im Zweiten Weltkrieg operieren von dort unter anderem Tag- und Nachtjagdverbände.
  • März 1945 – Nach dem Vormarsch der westlichen Alliierten wird der alte Mönchengladbacher Flugplatz von den US-Streitkräften als provisorisches Advanced Landing Ground mit der Bezeichnung Y-56 Mönchen-Gladbach genutzt. Nach Kriegsende fällt das Gebiet in die britische Besatzungszone. Der Flugbetrieb auf diesem ersten Mönchengladbacher Flugplatz endet schließlich.
  • Nach 1945 – Das ehemalige Flugplatzgelände im Westen der Stadt wird später anderen Nutzungen zugeführt. Heute befindet sich dort der Nordpark. Die Entwicklung des heutigen Flughafens beginnt an einem völlig anderen Standort nordöstlich der Innenstadt.
Vom Nachkriegsgelände zum neuen Flugplatz an der Niers (1955–1959)
  • 1955 – Auf dem Gelände des heutigen Flughafens entsteht zunächst ein einfacher Segelflugplatz mit Grasbahn. Zuvor war das Areal nach dem Krieg unter anderem als Trümmer- und Ablagerungsfläche genutzt worden; später fanden dort Modellflug und Fallschirmsport statt. Britische Streitkräfte nutzten das Gelände außerdem im Zusammenhang mit einer Luftlandeübung. Aus diesen sehr einfachen Anfängen entwickelt sich der heutige Flughafen Mönchengladbach.
  • 22. April 1956 – Dieses Datum gilt als eigentliche Geburtsstunde des heutigen Flughafens. Mit der Erteilung der Berechtigung zum Motorflug wird der neue Flugplatz an der Niers offiziell eröffnet. Die Ausstattung ist zunächst ausgesprochen bescheiden: eine Baubaracke für die Flugleitung, einige Zelte zur Unterbringung von Flugzeugen, ein Windsack und eine provisorische Start- und Landefläche prägen das Bild.
  • 1957 – Bereits ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung zählt der Platz rund 13.000 Flugbewegungen. Gleichzeitig beginnt der schrittweise Ausbau der Infrastruktur. Ein erster fester Flugzeughangar wird errichtet und ersetzt einen Teil der provisorischen Anlagen der Anfangszeit.
  • 1957/1958 – Die Luftfahrtausbildung entwickelt sich früh zu einem wichtigen Standbein des Platzes. Die Luftfahrerschule Nordrhein-Westfalen siedelt sich an und legt damit den Grundstein für die bis heute bedeutende Pilotenausbildung am Standort. Aus dieser Entwicklung geht später die heutige RWL German Flight Academy hervor.
  • 1958 – Der Flugplatz erhält weitere feste Infrastruktur. Ein Kontrollturm sowie ein Passagiergebäude entstehen und machen aus dem einfachen Grasflugfeld zunehmend einen regulären Verkehrslandeplatz.
  • 1958 – Mit Rhein-Flugzeugbau, kurz RFB, siedelt sich ein bedeutendes Luftfahrtunternehmen am Platz an. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf der Wartung von Militärflugzeugen der jungen Bundeswehr. Später entwickelt RFB in Mönchengladbach eigene Flugzeugprojekte und macht den Standort auch als Entwicklungs- und Produktionsstätte bekannt.
Etablierung als bedeutender Platz der Allgemeinen Luftfahrt (1960–1969)
  • 1960er-Jahre – Der Flugplatz entwickelt sich kontinuierlich weiter. Flugschulen, Privatpiloten, Geschäftsflieger und luftfahrttechnische Unternehmen sorgen für stetig steigende Aktivitäten. Im Durchschnitt werden in diesem Jahrzehnt bereits mehr als 30.000 Flugbewegungen pro Jahr registriert.
  • 1960er-Jahre – Neben dem eigentlichen Flugbetrieb wächst das Gelände zunehmend zu einem Luftfahrtstandort mit Wartung, Ausbildung und technischen Betrieben. Rhein-Flugzeugbau erweitert seine Aktivitäten und beginnt mit eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Die Bedeutung Mönchengladbachs geht damit zunehmend über die eines reinen Sportflugplatzes hinaus.
  • Ende der 1960er-Jahre – Die vorhandenen Gras- und Behelfsflächen reichen für die weitere Entwicklung nicht mehr aus. Der Ausbau mit einer befestigten Start- und Landebahn wird vorbereitet. Damit soll der Platz auch für leistungsfähigere Geschäfts- und Regionalflugzeuge nutzbar werden.
Neue Asphaltbahn und starkes Wachstum (1970–1979)
  • 1970 – Der Bau einer neuen befestigten Start- und Landebahn beginnt. Die geplante Länge beträgt 1.200 Meter und entspricht damit im Wesentlichen der bis heute vorhandenen Piste. Dieser Ausbau verändert die Möglichkeiten des Flugplatzes grundlegend.
  • 1971 – Rheinland Air Service wird gegründet. Das Unternehmen entwickelt sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem wichtigen Akteur der regionalen Luftfahrt und später zu einem bedeutenden Wartungs- und Luftfahrtdienstleister am Standort Mönchengladbach.
  • 1973 – Die neue 1.200 Meter lange Asphaltpiste wird fertiggestellt. Sie bildet bis heute das Herzstück des Flugbetriebs. Durch die befestigte Bahn können nun größere und schwerere Flugzeuge regelmäßig eingesetzt werden, wodurch insbesondere Geschäfts-, Schulungs- und Regionalverkehr neue Möglichkeiten erhalten.
  • 1975 – Der Flughafen erreicht einen bis heute außergewöhnlichen Höchststand bei den Flugbewegungen. Rund 88.000 Starts und Landungen werden innerhalb eines Jahres registriert. Die 1970er-Jahre bilden damit eine der stärksten Phasen der Allgemeinen Luftfahrt in der Geschichte des Platzes.
  • 1970er-Jahre – Mönchengladbach ist wiederholt Austragungsort größerer fliegerischer Veranstaltungen und Wettbewerbe, darunter auch der Deutschlandflug. Gleichzeitig werden zusätzliche Hallen gebaut und die Vermietung von Stellflächen zu einem wichtigen Bestandteil des Flughafenbetriebs.
  • 1977 – Bei Rhein-Flugzeugbau erreicht eines der bekanntesten in Mönchengladbach entwickelten Flugzeugprogramme einen wichtigen Meilenstein. Der RFB Fantrainer absolviert seinen Erstflug. Der einmotorige Trainer mit Mantelpropellerantrieb wird für die militärische und zivile Pilotenausbildung entwickelt. Insgesamt entstehen später rund 50 Flugzeuge der Versionen Fantrainer 400 und 600. Ein wesentlicher Teil der Erprobung findet in Mönchengladbach statt.
  • 1978 – Mit der Fertigstellung einer vierten großen Flugzeughalle wächst die Infrastruktur des Platzes weiter. Mönchengladbach etabliert sich zunehmend als Standort für dauerhaft stationierte Privat-, Schulungs- und Geschäftsflugzeuge.
Erste Linienverbindungen und Ausbau zum Regionalflugplatz (1980–1995)
  • 1981 – Rund 270 Flugzeuge sind inzwischen am Flughafen Mönchengladbach stationiert. Die Zahl verdeutlicht die außergewöhnlich starke Stellung des Platzes innerhalb der deutschen Allgemeinen Luftfahrt jener Zeit.
  • 1981/1982 – Erste regelmäßige Regionalverbindungen erweitern das bisher vor allem von Allgemeiner Luftfahrt geprägte Profil. In dieser Zeit werden unter anderem Verbindungen in Richtung Frankfurt, Eindhoven und Metz angeboten. Die in Mönchengladbach ansässige City-Flug ist an diesem frühen Regionalverkehr beteiligt und verbindet beispielsweise Mönchengladbach unter der Bezeichnung „Deutscher Flugdienst“ mit Metz.
  • 1985 – Rheinland Air Service steigt stärker in das regionale Luftverkehrsgeschäft ein. Zunächst kommen kleinere zweimotorige Cessna-Flugzeuge für Charter-, Fracht- und Regionalverkehre zum Einsatz. Aus diesen Aktivitäten entwickelt sich später ein größeres Regionalflugnetz.
  • Anfang der 1990er-Jahre – Größere Turbopropflugzeuge wie die Shorts 360 kommen im Regionalverkehr zum Einsatz. Mönchengladbach erhält zeitweise Verbindungen unter anderem nach Berlin-Tempelhof und Westerland auf Sylt. Damit wandelt sich der Platz immer deutlicher von einem klassischen General-Aviation-Flugplatz zu einem kleinen Regionalflughafen.
  • 1990er-Jahre – Rhein-Flugzeugbau gerät wirtschaftlich in Schwierigkeiten und muss schließlich Insolvenz anmelden. Damit endet ein bedeutendes Kapitel der Flugzeugentwicklung und -produktion in Mönchengladbach. Teile des früheren RFB-Geländes bleiben anschließend lange Zeit ungenutzt.
  • 1995 – Der Flughafen erhält die Genehmigung für den Instrumentenflugbetrieb. Damit wird eine entscheidende Voraussetzung geschaffen, den Platz auch bei schlechteren Wetterbedingungen zuverlässig anzufliegen und einen regelmäßigen Regionalverkehr aufzubauen. Gleichzeitig entsteht die Grundlage für die Einrichtung der Kontrollzone mit Flugverkehrskontrolle.
Vom Verkehrslandeplatz zum „Düsseldorf Express Airport“ (1996–1999)
  • 1. April 1996 – Der Regional-Linienverkehr wird in deutlich größerem Umfang aufgenommen. Mönchengladbach soll nun systematisch als Ergänzungs- und Entlastungsstandort für den nur wenige Kilometer entfernten Flughafen Düsseldorf entwickelt werden.
  • 1996 – Die Flughafen Düsseldorf GmbH wird Mehrheitsgesellschafter der Mönchengladbacher Flughafengesellschaft. Sie hält anschließend 70 Prozent der Anteile. Das strategische Ziel besteht darin, insbesondere kleinere Regionalflugzeuge und entsprechende Kurzstreckenverkehre nach Mönchengladbach zu verlagern.
  • 1996 – Im Zuge dieser Strategie wird der Flughafen unter anderem als „Düsseldorf Express Airport“ vermarktet. Mönchengladbach soll für Geschäftsreisende eine schnellere und unkompliziertere Alternative zum großen Düsseldorfer Flughafen darstellen.
  • April 1996 – Die belgische Regionalfluggesellschaft VLM Airlines nimmt eine für Mönchengladbach besonders wichtige Verbindung zum London City Airport auf. Eingesetzt werden Fokker 50. Zeitweise werden auf der Strecke bis zu 24 wöchentliche Flüge je Richtung angeboten. Die London-City-Verbindung entwickelt sich zu einer der bekanntesten Linien in der Geschichte des Flughafens.
  • 11. April 1996 – Nur wenige Tage nach Beginn der neuen Regionalverkehrsphase ereignet sich der schwere Brand im Terminal des Flughafens Düsseldorf. Da Düsseldorf seinen Betrieb erheblich einschränken muss, gewinnt Mönchengladbach vorübergehend zusätzliche Bedeutung als Ausweichstandort.
  • 19. Juni 1996 – Die britische Fluggesellschaft Debonair startet ihren Flugbetrieb und nimmt Mönchengladbach in ihr Streckennetz ab London-Luton auf. Die mit BAe 146 operierende Gesellschaft gehört in den folgenden Jahren zu den auffälligsten Betreibern am MGL.
  • 1996–1999 – Neben London entstehen zeitweise weitere europäische Verbindungen. Mönchengladbach wird unter anderem mit München sowie verschiedenen Zielen in Großbritannien und Südeuropa verbunden. Regionalfluggesellschaften wie VLM, Debonair, European Air Express und Rheinland Air Service prägen diese Phase.
  • 1998 – Der Flughafen erreicht seinen historischen Passagierrekord: Rund 224.000 Fluggäste werden innerhalb eines Jahres abgefertigt. Mönchengladbach befindet sich damit auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung als Regionalflughafen.
  • 1998 – Auch die luftfahrttechnische Infrastruktur wächst weiter. Rheinland Air Service erweitert seine Wartungsaktivitäten und nimmt unter anderem Line Maintenance für Fokker 50 und BAe 146 auf, zwei Flugzeugtypen, die zu dieser Zeit eng mit dem Regionalverkehr am Platz verbunden sind.
  • Oktober 1999 – Debonair stellt nach finanziellen Problemen den Flugbetrieb ein. Damit verliert Mönchengladbach einen seiner wichtigsten internationalen Linienanbieter. Andere Regionalfluggesellschaften übernehmen teilweise Verbindungen, können die Dynamik der vorherigen Jahre jedoch nicht dauerhaft aufrechterhalten.
Rückgang des Linienverkehrs und Air-Berlin-Intermezzo (2000–2007)
  • 2000–2002 – Der Regionalflugverkehr gerät zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Fluggesellschaften verschwinden vom Markt, werden verkauft oder stellen einzelne Mönchengladbacher Strecken ein. Gleichzeitig konzentrieren sich viele Airlines stärker auf die größeren Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn.
  • 2001 – City-Air übernimmt zeitweise die Strecke Mönchengladbach–Leipzig/Halle. Auch andere regionale Verbindungen werden weiterhin mit kleineren Turbopropflugzeugen bedient, doch das Streckennetz wird zunehmend instabil.
  • März 2002 – RAS Flug stellt ihren Flugbetrieb ein und meldet Insolvenz an. Damit verschwinden weitere Regionalverbindungen aus Mönchengladbach. Der Wartungsbereich von Rheinland Air Service bleibt davon getrennt bestehen und entwickelt sich später zu einem der wichtigsten Luftfahrtunternehmen am Flughafen.
  • 2002/2003 – European Air Express bedient unter anderem München. Gleichzeitig endet schrittweise eine Reihe weiterer Regionalverbindungen. Der Flughafen verliert innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit einen beträchtlichen Teil seines regelmäßigen Linienangebots.
  • Anfang 2003 –Air Berlin startet ein bemerkenswertes Experiment am MGL. Im Rahmen des neuen City-Shuttle-Konzepts werden Verbindungen von Mönchengladbach nach London-Stansted, Zürich und Wien sowie weitere europäische City-Verbindungen angeboten. Dafür werden unter anderem BAe 146 eingesetzt.
  • Februar 2003 – Die langjährige VLM-Verbindung zum London City Airport endet. Damit verschwindet eine Strecke, die seit 1996 zu den konstantesten internationalen Angeboten des Flughafens gehört hatte.
  • 1. November 2003 – Air Berlin verlegt die bis dahin von Mönchengladbach bedienten City-Shuttle-Verbindungen nach Düsseldorf. Ausschlaggebend sind unter anderem bessere wirtschaftliche Möglichkeiten am größeren Nachbarflughafen. Damit erleidet die Strategie, MGL als bedeutenden Regionalflughafen für den Düsseldorfer Raum zu etablieren, einen entscheidenden Rückschlag.
  • 2004–2006 – Regelmäßiger Passagierverkehr spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Flughafen konzentriert sich wieder stärker auf Geschäftsfliegerei, Flugschulen, Wartungsunternehmen und Allgemeine Luftfahrt.
  • 5. Februar 2007 – Die österreichische Gesellschaft Smartline nimmt eine Verbindung zwischen St. Gallen-Altenrhein und Düsseldorf/Mönchengladbach auf. Eingesetzt werden Beech 1900 mit 19 Sitzplätzen. Das Unternehmen versucht insbesondere Geschäftsreisende zwischen Vorarlberg, der Ostschweiz und Nordrhein-Westfalen anzusprechen.
  • März 2007 – Bereits nach wenigen Wochen stellt Smartline den Flugbetrieb wieder ein. Die Verbindung hatte nur knapp vier Wochen Bestand.
  • Mai 2007 – Die endgültige Aufgabe von Smartline wird bestätigt. Damit endet vorerst auch das Kapitel des regelmäßigen Linienflugverkehrs am Flughafen Mönchengladbach.
Neuausrichtung auf General Aviation, Wartung und Business Aviation (2008–2017)
  • Ab 2008 – Nach dem Ende des Linienverkehrs erfolgt eine grundlegende Neupositionierung. Statt erneut mit größeren Regionalflughäfen um Linienpassagiere zu konkurrieren, konzentriert sich MGL stärker auf jene Bereiche, für die die vorhandene Infrastruktur besonders geeignet ist: Allgemeine Luftfahrt, Geschäftsreiseverkehr, Flugausbildung sowie Wartung und Instandhaltung.
  • 2010er-Jahre – Rheinland Air Service entwickelt den Standort Mönchengladbach zunehmend zu einem überregional bedeutenden Wartungszentrum. Neben kleineren Geschäftsflugzeugen werden auch größere Turbopropmuster wie ATR und Dash 8 betreut. Dadurch bleibt der Flughafen trotz des fehlenden Linienverkehrs eng mit der kommerziellen Luftfahrt verbunden.
  • 2015 – Nach rund einem Jahr Bauzeit eröffnet der Hugo Junkers Hangar. Die Anlage erinnert an den in Rheydt geborenen Luftfahrtpionier Hugo Junkers und wird gleichzeitig als Veranstaltungs- und Tagungsstätte genutzt. Damit erhält der Flughafen zusätzlich eine kulturelle und wirtschaftliche Funktion außerhalb des eigentlichen Flugbetriebs.
  • 2015 – Rheinland Air Service stellt einen weiteren Hangar fertig und erweitert damit insbesondere seine Kapazitäten im Bereich Business-Aviation-Wartung. Gleichzeitig wird der Bereich Special Mission als zusätzliches Geschäftsfeld aufgebaut.
Neue Eigentümerstruktur und strategischer Neustart (2018–2021)
  • 1. August 2018 – Eine der wichtigsten strukturellen Veränderungen seit den 1990er-Jahren erfolgt: Die Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach, EWMG, übernimmt die Mehrheit an der Flughafengesellschaft. Die bisherigen Mehrheitsanteile der Flughafen Düsseldorf GmbH werden für einen symbolischen Preis von einem Euro übertragen.
  • 2018 – Nach der Neuordnung hält die EWMG 54,75 Prozent, NEW Mobil und Aktiv 25,24 Prozent, die Flughafen Düsseldorf GmbH 20 Prozent und die Stadt Willich 0,01 Prozent. Damit befindet sich die strategische Führung des Flughafens wieder überwiegend in Mönchengladbacher Hand.
  • 2018/2019 – Die neue Strategie sieht keinen erneuten Aufbau eines klassischen Regionalflughafens vor. Stattdessen sollen General Aviation, Business Aviation, Wartung, Ausbildung, Gewerbeansiedlungen sowie Forschung und neue Luftfahrttechnologien ausgebaut werden.
  • 2019 – Mit dem Forschungsprojekt SkyCab beginnt eine neue Entwicklungsphase. Gemeinsam mit Hochschulen und Industriepartnern untersucht MGL Möglichkeiten elektrisch angetriebener Lufttaxis sowie deren Integration in bestehende Verkehrs- und Luftraumstrukturen.
  • 2020 – Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie zählt der Flughafen 48.856 Flugbewegungen. Die Zahlen zeigen, dass MGL inzwischen wesentlich weniger vom klassischen Linienpassagierverkehr und stärker von Ausbildung, General Aviation und gewerblichem Flugbetrieb abhängig ist.
  • 2021 – Im Rahmen des SkyCab-Projekts führt eine Songbird-Drohne von Germandrones einen Testflug durch das Mönchengladbacher Stadtgebiet mit Zwischenlandung im Bereich des Borussia-Parks durch. Damit beginnt die praktische Erprobung der Integration unbemannter Luftfahrzeuge in das urbane Umfeld und den kontrollierten Luftraum rund um den Flughafen.
  • 30. September 2021 – Die langfristige Finanzierung der Flugsicherung am MGL wird gesichert. Damit bleibt auch die Kontrollzone mit Instrumentenflugbetrieb erhalten, die für Geschäftsfliegerei, Ausbildung, Forschung und zukünftige Luftfahrtprojekte von zentraler Bedeutung ist.
Vom klassischen Flugplatz zum Reallabor für neue Luftfahrttechnologien (2022–2025)
  • 2022 – Die Zusammenarbeit mit der FH Aachen wird im Bereich elektrisches Fliegen intensiviert. Ein bemanntes Elektroflugzeug vom Typ Pipistrel Velis Electro absolviert einen Testflug von Aachen nach Mönchengladbach. Die Strecke dient als praktisches Beispiel für elektrisch betriebene Kurzstreckenflüge in einer dicht besiedelten Region.
  • November 2022 – Am Flughafen wird ein gefördertes Batterieladesystem für Elektroflugzeuge installiert. Der dafür benötigte Strom kann teilweise direkt aus der eigenen Photovoltaikanlage des Flughafens erzeugt werden. Damit schafft MGL frühzeitig Infrastruktur für elektrisch betriebene Luftfahrzeuge.
  • 1. Januar 2023 – Das Forschungsprojekt OpAL – Operationelle Auswirkungen von neuen Antrieben in der Luftfahrt startet. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft werden Betriebsabläufe für Elektro-, Wasserstoff- und Brennstoffzellenflugzeuge untersucht. Dazu gehören Betankung beziehungsweise Energieversorgung, Bodenprozesse, Sicherheitskonzepte und Anforderungen an zukünftige Vertiports.
  • 2023/2024 – Der Flughafen baut seine Rolle als Test- und Forschungsstandort weiter aus. Gleichzeitig bleibt die klassische Luftfahrt ein wichtiges wirtschaftliches Fundament. Flugschulen, Wartungsbetriebe, Business Aviation und private Luftfahrt bestehen parallel zu den neuen Forschungsprojekten.
  • 2024 – Germandrones entscheidet sich für Mönchengladbach als zusätzlichen Produktions- und Entwicklungsstandort. Das Unternehmen entwickelt unbemannte Luftfahrtsysteme und nutzt die vorhandene Flughafeninfrastruktur für Produktion, Tests und Forschungsprojekte.
  • 2024 – Rund 350 Solarmodule auf dem Dach eines Hangars erzeugen jährlich knapp 200.000 Kilowattstunden Strom. Ein Teil dieser Energie wird unter anderem für die Ladeinfrastruktur elektrischer Luftfahrzeuge genutzt.
  • 2024 – Am Flughafen und in den dort ansässigen Unternehmen arbeiten inzwischen 801 Menschen. Mehr als 45 Unternehmen sind am Standort vertreten. Damit hat sich MGL von einem klassischen Flugplatz zunehmend zu einem Luftfahrt-, Ausbildungs-, Wartungs- und Technologiecluster entwickelt.
  • Anfang 2025 – Mit Thrustworks siedelt sich ein weiteres Unternehmen aus dem Hochtechnologiesektor am Flughafen an. Der Schwerpunkt liegt unter anderem auf additiver Fertigung und der Verarbeitung spezieller Werkstoffe für Luft- und Raumfahrtanwendungen.
  • 2025 – Im Rahmen des Smart-City-Projekts werden konkrete Vorbereitungen für Drohnentransporte medizinischer Proben zwischen Krankenhäusern und Laboren getroffen. Gleichzeitig werden gemeinsam mit der Flugsicherung Verfahren entwickelt, wie unbemannte Luftfahrzeuge sicher in einen Luftraum integriert werden können, der parallel von klassischen Flugzeugen genutzt wird.
  • 2025 – Der Flughafen verzeichnet erneut rund 45.000 Flugbewegungen. Der Schwerpunkt liegt inzwischen deutlich auf General Aviation, Business Aviation, Schulung, Wartung sowie Forschungs- und Entwicklungsflügen.
70 Jahre Flughafen und heutige Rolle des MGL (2026)
  • 22. April 2026 – Der Flughafen Mönchengladbach besteht seit 70 Jahren. Genau sieben Jahrzehnte zuvor war der Flugplatz an der Niers mit der Genehmigung für den Motorflug offiziell eröffnet worden. Aus dem einfachen Grasflugplatz mit provisorischen Einrichtungen hat sich ein kontrollierter Verkehrslandeplatz mit umfangreicher luftfahrttechnischer Infrastruktur entwickelt.
  • 21. Juni 2026 – Der 70. Geburtstag wird mit einem großen Tag der offenen Tür gefeiert. Das Jubiläum stellt bewusst sowohl die historische Entwicklung des Flughafens als auch dessen zukünftige Rolle in der Luftfahrt in den Mittelpunkt.
  • 2026 – MGL zählt heute mit annähernd 50.000 Flugbewegungen zu den größeren General-Aviation-Flugplätzen Deutschlands. Der Platz verfügt weiterhin über die 1.200 Meter lange Start- und Landebahn, eine Kontrollzone und Instrumentenanflugverfahren. Dadurch können neben kleineren Flugzeugen auch zahlreiche Business Jets sowie größere Turboprops wie ATR 72 oder Dash 8 eingesetzt werden.
  • 2026 – In neun Hangars stehen inzwischen insgesamt rund 17.000 Quadratmeter Flugzeugstellfläche zur Verfügung. Weitere Ausbauflächen sind vorgesehen. Der Flughafen versteht sich dabei nicht mehr als klassischer Regionalflughafen für massenhaften Linienverkehr, sondern als spezialisierter Standort für Allgemeine Luftfahrt, Business Aviation, Flugausbildung, Wartung, Forschung und neue Mobilitätskonzepte.
  • Heute – Die Geschichte des Flughafens Mönchengladbach lässt sich damit in mehrere deutlich unterschiedliche Epochen gliedern: vom einfachen Grasflugplatz der Nachkriegszeit über einen der verkehrsreichsten deutschen Plätze der Allgemeinen Luftfahrt, den Ausbau zum Regionalflughafen und die kurze Hochphase als „Düsseldorf Express Airport“ bis hin zur heutigen Spezialisierung auf General Aviation, Wartung, Ausbildung und innovative Luftfahrttechnologien. MGL hat damit seine ursprüngliche Rolle mehrfach verändert, den Luftfahrtstandort selbst jedoch dauerhaft erhalten und weiterentwickelt.

INFORMATIONEN


SPOTTER SERVICE


EDLN IN DEN SOZIALEN MEDIEN



Flight Radar


Static Airframes

PRESERVED

  • D-AELL / Fokker F27 / cn 10414 / WDL Aviation / ex PH-FON / RWL Flight Academy

WITHDRAWN FROM USE (aktualisiert 10.08.2026)

  • F-GPYF / ATR 42 500 / cn 495 / Air Antilles Express
  • 2-YYDJ / ATR 72 600 / cn 1080 / Nordic Aviation Capital
  • 2-YYDK / ATR 72 600 / cn 1108 / Nordic Aviation Capital
  • 2-YYDM / ATR 72 600 / cn 1286 / Nordic Aviation Capital
  • 9H-AIU / ATR 72 500 / cn 789 / Nordic Aviation Capital
  • HB-AFM / ATR 72 202F / cn 364 / Zimex Aviation
  • PR-AKM / ATR 72 600 / cn 1594 / Azul Linhas Aereas Brasileiras
  • PR-AKN / ATR 72 600 / cn 1596 / Azul Linhas Aereas Brasileiras
  • PR-AKO / ATR 72 600 / cn 1556 / Azul Linhas Aereas Brasileiras
  • D-CNRZ / Jetstream 31-07 / cn 703 / European Air Express
  • D-ISWA / Citation CJ1 / cn 525-0236 / Waldmann Lichtechnik GmbH
  • OK-PBS / Citation CJ1 / cn 525-0029 / T-Air
  • PH-FJK / Citation CJ3 / cn 525B0291 / ASL Private Jet Services
  • 2-TSUT / DHC-8 402 NG / cn 4356 / Nordic Aviation Capital
  • 2-TSUW / DHC-8 402 NG / cn 4345 / Nordic Aviation Capital
  • 2-TSUX / DHC-8 402 NG / cn 4328 / Nordic Aviation Capital
  • N135SG / Legacy 600 / cn 145706 / United Aviation
  • D-AELL / F27 200 / cn 10414 / WDL Aviation
  • HB-HOY / CASA 352L / cn 56 / JU-AIR
  • HA-EFC / P.180 Avanti / cn 1043 / BKC Logistic Ltd
  • N196SL / P.180 Avanti II / cn 1216 / Qualitair LLC Trustee
  • D-FDHM / PC-6 C1-H2 / cn 688 / EFS Flug Service GmbH
  • A23-025 / PC-9 A / cn 525 / Royal Australian Air Force
  • A23-040 / PC-9 A / cn 540 / Royal Australian Air Force
  • A23-049 / PC-9 A / cn 549 / Royal Australian Air Force
  • YR-JMM / Premier I / cn RB-20 / Jetify Charter Srl

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Die CASA 352/Ju 52 vor der Verschrottung retten und sie wieder in die Luft zu bekommen

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Die Pro-Airport-Initiative will der Öffentlichkeit die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Region vermitteln

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