Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 31. Mai 2026 von Charles David Fennell

BRAUNSCHWEIG / WOLFSBURG

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

Der Flughafen Braunschweig / Wolfsburg (EDVE/BWE) ist ein Luftfahrtstandort mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Geschichte, Forschung, Wirtschaft und regionaler Bedeutung. Seine Wurzeln reichen zurück bis in die frühe Braunschweiger Luftfahrt, lange bevor der heutige Flughafen in Waggum entstand. Aus den ersten Flugaktivitäten entwickelte sich in den 1930er Jahren ein neuer Verkehrsflughafen, der schon früh mit Ausbildung, Technik und Luftfahrtforschung verbunden war.

Bis heute unterscheidet sich Braunschweig / Wolfsburg deutlich von klassischen Verkehrsflughäfen. Hier stehen nicht große Passagierströme im Mittelpunkt, sondern Forschung, Geschäftsfliegerei, Werksverkehr, Behörden, Ausbildung und die enge Verbindung zur Mobilitätsregion Braunschweig-Wolfsburg. Die Nähe zu Volkswagen, zur Technischen Universität Braunschweig, zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und zum Luftfahrt-Bundesamt macht den Flughafen zu einem besonderen Standort innerhalb der deutschen Flughafenlandschaft.

Seine Entwicklung ist geprägt von mehreren tiefen Einschnitten und Neustarts: vom frühen zivilen Luftverkehr über die militärische Nutzung im Zweiten Weltkrieg, den Stillstand der Nachkriegszeit, den Wiederbeginn ab 1955 bis hin zum modernen Forschungsflughafen mit verlängerter Start- und Landebahn. Gerade diese Mischung aus historischer Tiefe und heutiger technischer Bedeutung macht den Flughafen Braunschweig / Wolfsburg zu einem spannenden Thema für Spottermania.

Lilienthalplatz 5
D-38108 Braunschweig

IATA: BWE
ICAO: EDVE

RUNWAY:
08/26 (2300x45m) Asphalt


SIEHE AUCH

Fliegerhorst Braunschweig-Broitzem

SIEHE AUCH

Provisorische Flugfeld an der Salzdahlumer Straße


GESCHICHTE

Die fliegerischen Anfänge in Braunschweig vor Waggum (1916–1933)
  • 1916 entstand in Braunschweig ein erster organisierter Flugplatz im Bereich Broitzem. Der Braunschweigische Verein für Luftschifffahrt schuf dort die Grundlage für den frühen Flugbetrieb in der Stadt. Schon ab 1917 wurde dieser Platz auch militärisch genutzt. Damit begann in Braunschweig eine Luftfahrttradition, die später entscheidend für die Entwicklung des heutigen Flughafens in Waggum werden sollte.
  • 1920er Jahre entwickelte sich Broitzem zu einem wichtigen lokalen Flugfeld. Der Platz wurde zivil genutzt, diente aber zugleich als Grundlage für die weitere fliegerische Infrastruktur der Region. In dieser Zeit war die Luftfahrt noch stark von Pioniergeist geprägt. Flugplätze waren meist einfache Grasflächen mit überschaubarer Infrastruktur, aber sie bildeten die Basis für spätere Verkehrsverbindungen, Flugausbildung und technische Entwicklung.
  • Frühe 1930er Jahre änderten sich die Rahmenbedingungen deutlich. Das Reichsluftfahrtministerium entschied, den bisherigen Flugplatz Broitzem zunehmend für militärische Zwecke zu beanspruchen. Für den zivilen Verkehr und die geplante weitere Entwicklung wurde ein neuer Standort gesucht. Die Wahl fiel auf ein Gelände nördlich von Braunschweig bei Waggum, unter anderem wegen der günstigeren Wetterbedingungen und der besseren Entwicklungsmöglichkeiten.
Planung und Bau des Flughafens Braunschweig-Waggum (1934–1936)
  • Juni 1934 wurde die Flughafengesellschaft Braunschweig-Waggum gegründet. Damit begann die offizielle organisatorische Grundlage für den neuen Flughafen im Norden der Stadt. Der Standort sollte den alten Platz Broitzem ersetzen und zugleich Raum für Verkehr, Ausbildung und luftfahrttechnische Einrichtungen bieten.
  • 1934/1935 wurde der Flughafen Braunschweig-Waggum gebaut. Die Anlage entstand in der Zeit des Nationalsozialismus und war zunächst kleiner als das spätere Flughafengelände. Die Ausrichtung der frühen Gebäude erklärt sich aus dieser ursprünglichen Anlageform. Noch heute lassen sich an Teilen der historischen Bausubstanz Spuren dieser ersten Entwicklungsphase erkennen.
  • September 1935 fand nach Abschluss wesentlicher Erdarbeiten die erste Landung auf dem neuen Gelände statt. Damit war der Platz technisch nutzbar, auch wenn die offizielle Eröffnung noch bevorstand. Der Flughafen war von Beginn an mehr als nur eine einfache Landefläche. Neben dem Abfertigungsbereich entstanden Einrichtungen für Ausbildung, Wartung, Flugzeughallen und Segelflug.
  • 18. Mai 1936 landete nach der Abnahme des Platzes durch das Luftamt Hannover eine Heinkel He 70 der Deutschen Lufthansa in Braunschweig-Waggum. Diese Landung markierte den Beginn des regulären Luftverkehrs am neuen Standort. Braunschweig wurde damit in das Streckennetz der Lufthansa eingebunden. Es bestanden direkte Verbindungen nach Berlin, Halle und Hannover sowie Anschlussmöglichkeiten in weitere Städte.
  • 27. Mai 1936 erhielt der Flughafen seine Zulassung als „Öffentlicher Verkehrsflughafen I. Ordnung Braunschweig-Waggum“. Damit war der Platz offiziell als Verkehrsflughafen anerkannt. Der heutige Flughafen Braunschweig-Wolfsburg führt dieses Datum als einen zentralen Ursprungspunkt seiner Geschichte. Im Jahr 2026 wurde deshalb das 90-jährige Bestehen des Flughafens gefeiert.
Frühe Verkehrs- und Forschungsjahre in Waggum (1936–1939)
  • 1936 nahm der Flughafen Braunschweig-Waggum rasch Fahrt auf. Die Einbindung in das Lufthansa-Netz brachte dem Standort eine überregionale Bedeutung. Für Braunschweig war dies ein wichtiger Schritt, denn die Stadt erhielt damit eine feste Rolle im deutschen Luftverkehr der Vorkriegszeit. Neben dem Passagierverkehr spielte auch die Ausbildung eine Rolle. Flugschule, Reparaturwerkstätten, Hallen und Segelfluggelände prägten das Bild des jungen Flughafens.
  • 1936 entstand außerdem die Deutsche Forschungsanstalt für Luftfahrt, eine Vorgängerin des heutigen Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Damit wurde Braunschweig nicht nur ein Verkehrsstandort, sondern auch ein Standort der Luftfahrtforschung. Diese Verbindung aus Flugbetrieb, Technik, Wissenschaft und Entwicklung wurde später zum entscheidenden Profil des Flughafens.
  • 1937 wurde der Flughafen nach Osten erweitert. Die ursprüngliche Anlage war für die schnelle Entwicklung bereits zu klein geworden. Der Ausbau verbesserte die Nutzbarkeit des Platzes und schuf mehr Raum für den wachsenden Betrieb.
  • 26. November 1938 wurde am Flughafen Waggum das Luftfahrtlehrzentrum der Technischen Hochschule Braunschweig eröffnet. Gleichzeitig entstand dort das Institut für Flugzeugbau, aus dem später das Institut für Flugzeugbau und Leichtbau der TU Braunschweig hervorging. Damit wurde Waggum zu einem wichtigen akademischen Luftfahrtstandort.
  • 1939 entstand das heute noch genutzte Empfangsgebäude. Gleichzeitig nahm die militärische Bedeutung des Platzes zu. Kurz vor und während des Zweiten Weltkriegs wurde der Flughafen stärker in militärische Strukturen eingebunden. Die zivile Entwicklung, die 1936 vielversprechend begonnen hatte, wurde dadurch zunehmend überlagert.
Militärische Nutzung und Einschnitt durch den Zweiten Weltkrieg (1939–1945)
  • 1939 wurde auf dem Gelände ein Fliegerhorst eingerichtet. Damit begann eine Phase, in der der Flughafen Braunschweig-Waggum nicht mehr nur Verkehrs- und Ausbildungsplatz war, sondern auch militärisch genutzt wurde. Die Luftfahrt in Deutschland war in dieser Zeit stark vom Kriegsgeschehen und von militärischen Anforderungen geprägt.
  • Frühe 1940er Jahre blieb der Standort zugleich mit technischer Entwicklung verbunden. An der Technischen Hochschule Braunschweig wurden unter anderem Flugzeugbau und Leichtbau weitergeführt. In dieser Zeit entstanden am Institut Flugzeugprojekte wie die LF1 „Zaunkönig“, die später einen besonderen Platz in der deutschen Luftfahrtgeschichte erhielt.
  • 1944 wurde das Institut für Flugzeugbau der Technischen Hochschule durch Bombenangriffe auf den Flughafen Waggum teilweise zerstört und nach Bad Harzburg verlegt. Damit erlitt der Forschungs- und Hochschulstandort einen schweren Einschnitt.
  • 1945 endete mit dem Kriegsende auch die militärisch geprägte Phase des Flughafens. Der Flugbetrieb kam zum Erliegen. Wie viele deutsche Flugplätze war auch Braunschweig-Waggum nach dem Krieg zunächst von den Einschränkungen und Verboten der alliierten Besatzungszeit betroffen.
Stillstand, Wiederbeginn und zivile Neuordnung (1945–1955)
  • 1945 bis 1955 war der Flughafen über Jahre hinweg für den regulären Flugbetrieb geschlossen oder nur stark eingeschränkt nutzbar. Diese Zeit war geprägt von Wiederaufbau, Neuordnung und den generellen Beschränkungen der deutschen Luftfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • 1952 wurde die Wiederzulassung der Luftfahrt in der Bundesrepublik Deutschland vorbereitet beziehungsweise schrittweise ermöglicht. Für die Braunschweiger Luftfahrtforschung war dies ein wichtiger Wendepunkt, weil damit die Grundlage für eine erneute akademische und technische Beschäftigung mit der Luftfahrt entstand.
  • 1953 nahm die Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt als Nachfolgerin der früheren DFL ihre Forschungsarbeiten in Braunschweig wieder auf. Damit wurde die wissenschaftliche Bedeutung des Standorts neu belebt, noch bevor der eigentliche Flugbetrieb wieder vollständig begann.
  • 1955 wurde der Flugbetrieb am Flughafen Braunschweig-Waggum wieder aufgenommen. Im selben Jahr siedelte sich das Luftfahrt-Bundesamt in Waggum an. Damit erhielt der Flughafen eine neue bundesweite Bedeutung. Hauptnutzer waren zunächst Flugsportvereine und die akademische Fliegergruppe der Technischen Universität Braunschweig.
Flugsport, Grenznähe und neue Bedeutung in der Nachkriegszeit (1955–1967)
  • Ab 1955 entwickelte sich der Flughafen wieder zu einem aktiven Luftfahrtstandort. Der reguläre Linienverkehr der Vorkriegszeit spielte nun nicht mehr die gleiche Rolle wie vor 1939. Stattdessen dominierten Flugsport, Segelflug, Ausbildungsbetrieb, Forschung und behördliche Aufgaben.
  • 1950er und 1960er Jahre erhielt Braunschweig-Waggum durch seine Lage nahe der innerdeutschen Grenze eine besondere Rolle. Für Flugsportler und Segelflieger aus West-Berlin war der Platz attraktiv, da er über die damalige Transitautobahn vergleichsweise gut erreichbar war. Dadurch wurde Waggum ein wichtiger Treffpunkt der Sportfliegerei in Norddeutschland.
  • 1960er Jahre wuchs zugleich die Bedeutung der Forschung und der technischen Einrichtungen. Die Nähe zur Technischen Universität, zum Luftfahrt-Bundesamt und zu luftfahrtbezogenen Forschungseinrichtungen sorgte dafür, dass der Flughafen zunehmend als Standort mit besonderem Profil wahrgenommen wurde.
Ausbau der Infrastruktur und wachsende Rolle für Wirtschaft und Forschung (1967–1989)
  • 1967 erhielt der Flughafen eine befestigte Start- und Landebahn. Dieser Schritt war entscheidend, weil nun auch schwerere Flugzeuge in Braunschweig landen konnten. Besonders für die regionale Wirtschaft wurde der Flughafen dadurch deutlich interessanter. Für Volkswagen in Wolfsburg bot der Standort die Möglichkeit, eigene Geschäftsflugzeuge in der Nähe des Konzernsitzes zu stationieren.
  • 1970er Jahre wurde der Flughafen weiter modernisiert. Die befestigte Bahn, die parallele Grasbahn und die zunehmende technische Ausstattung machten Waggum zu einem vielseitig nutzbaren Standort. Neben Geschäftsflügen blieben Flugsport, Ausbildung und Forschungsflüge wichtige Bestandteile des Betriebs.
  • Mitte der 1980er Jahre erhielt der Flughafen die Genehmigung für eingeschränkten Instrumentenflugbetrieb. Damit wurde die Nutzbarkeit des Platzes deutlich verbessert, weil An- und Abflüge nicht mehr ausschließlich von einfachen Sichtflugbedingungen abhängig waren. Für Geschäftsfliegerei, Forschung und Behördenbetrieb war dies ein wichtiger Schritt.
  • 1989 veränderte die deutsche Wiedervereinigung die geografische und wirtschaftliche Lage des Flughafens. Die frühere Randlage nahe der innerdeutschen Grenze verlor ihre Bedeutung. Gleichzeitig rückte Braunschweig-Wolfsburg stärker in die Mitte eines wiedervereinigten Deutschlands und Europas. Der Flughafen wurde nun vor allem als regionaler Verkehrsflughafen für Unternehmen, Behörden und Forschungsinstitutionen genutzt.
Entwicklung zum Forschungs- und Wirtschaftsflughafen (1990–2001)
  • 1990er Jahre festigte sich das Profil des Flughafens als Standort für Geschäftsreiseverkehr, Werksverkehr, Luftfahrtforschung und behördliche Luftfahrtaufgaben. Der klassische Linienverkehr stand nicht im Vordergrund. Stattdessen wurde der Flughafen immer stärker durch seine Nutzer vor Ort geprägt: Volkswagen, DLR, TU Braunschweig, Luftfahrt-Bundesamt, weitere Behörden und luftfahrtnahe Unternehmen.
  • 1990er Jahre entwickelte sich rund um den Flughafen ein zunehmend dichteres Netzwerk aus Forschung, Technik und Wirtschaft. Die vorhandene Luftfahrttradition, die Nähe zur Autobahn A2, die Lage zwischen Braunschweig und Wolfsburg sowie die Verbindung zu Hochschulen und Bundesinstitutionen stärkten den Standort.
  • 2001 zogen die luft- und raumfahrttechnischen Institute der TU Braunschweig auf den neu geschaffenen Campus am Forschungsflughafen Braunschweig-Waggum. Für den Standort war das ein Meilenstein. Die Universität rückte wieder direkt an den Flughafen heran und baute dort moderne Forschungs- und Versuchseinrichtungen auf.
Planungen, Diskussionen und Ausbau zur 2.300-Meter-Bahn (2002–2012)
  • Ab 2002 rückte der Ausbau des Flughafens stärker in den Mittelpunkt. Ziel war es, die Infrastruktur für Forschung, Geschäftsverkehr und regionale Wirtschaft zu verbessern. Besonders die Verlängerung der Start- und Landebahn war ein zentrales Thema. Die Planungen waren jedoch umstritten, weil sie Eingriffe in Naturflächen, Änderungen der Straßenführung und Auswirkungen auf Anwohner mit sich brachten.
  • 2005 lagen technische Planungen für den Ausbau des Forschungsflughafens vor. Dazu gehörten die Optimierung der Flugbetriebsflächen, die Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2.300 Meter sowie Veränderungen an der Landesstraße L 293. Die Planungen zeigten, dass der Flughafen nicht zu einem klassischen Großflughafen ausgebaut werden sollte, sondern seine Funktion als Forschungs- und Wirtschaftsstandort stärken sollte.
  • Mai 2009 erhielt die Verlängerung der Start- und Landebahn endgültig rechtlichen Rückenwind. Damit war der Weg frei für die Umsetzung eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in der jüngeren Flughafengeschichte. Die Bahn sollte von 1.680 Metern auf 2.300 Meter verlängert werden.
  • 2010 begannen die Bauarbeiten zur Verlängerung der Start- und Landebahn. Der Ausbau war technisch und politisch anspruchsvoll. Neben den Bauarbeiten an den Flugbetriebsflächen waren auch Anpassungen im Umfeld des Flughafens notwendig.
  • 29. August 2011 wurde die verlängerte Start- und Landebahn feierlich übergeben. Zu diesem Zeitpunkt war der bauliche Ausbau weitgehend abgeschlossen. Die Bahn maß nun 2.300 Meter, war aber noch nicht vollständig für den regulären Betrieb freigegeben. Die Kosten des Ausbaus lagen bei rund 39 Millionen Euro.
  • 18. Oktober 2012 erfolgte die offizielle Freigabe der verlängerten Start- und Landebahn. Damit war der Ausbau abgeschlossen und der Flughafen verfügte über die Infrastruktur, die bis heute prägend ist. Die verlängerte Bahn verbesserte vor allem die Bedingungen für größere Forschungsflugzeuge, Geschäftsflugzeuge und den Werksverkehr.
Ausbau des Vorfelds und stärkere Positionierung als Research Airport (2013–2019)
  • August 2013 wurde der nördliche Vorfeldbereich deutlich erweitert. Die Erweiterung verbesserte die Abstell- und Betriebsflächen und passte zur stärkeren Nutzung durch Forschung, Behörden, Geschäftsfliegerei und Unternehmen.
  • 2010er Jahre wurde der Flughafen immer stärker unter dem Begriff „Forschungsflughafen“ beziehungsweise „Research Airport“ wahrgenommen. Dieser Begriff beschreibt nicht nur den Flugplatz selbst, sondern das gesamte Umfeld mit Forschungsinstituten, Unternehmen, Behörden und Hochschulen.
  • 2015 kamen verstärkt touristische Charterflüge durch regionale Anbieter hinzu. Dadurch erhielt der Flughafen zeitweise auch eine sichtbare Rolle im privaten Urlaubsreiseverkehr, obwohl er weiterhin kein großer Linienflughafen wurde.
  • 2019 präsentierte sich der Flughafen mit einem modernisierten Erscheinungsbild und einer stärkeren Standortkommunikation. Im Mittelpunkt stand die Rolle als Flughafen für Forschung, Wirtschaft, Werksverkehr, Behörden und Mobilitätsentwicklung.
Gegenwart: Verkehrsflughafen, Werksflughafen und Mobilitätscluster (2020–2026)
  • 2020er Jahre ist der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ein Verkehrsflughafen mit besonderem Schwerpunkt. Er dient Geschäftsflügen, Werkverkehr, Forschungsflügen, Behördenbetrieb, Ausbildung, allgemeiner Luftfahrt und einzelnen Charterverbindungen. Ein klassischer Linienflughafen mit dauerhaftem öffentlichen Liniennetz ist er nicht.
  • 2024 lag das Passagieraufkommen laut veröffentlichten Verkehrszahlen bei rund 63.800 Fluggästen, die Zahl der Flugbewegungen bei rund 26.700. Diese Zahlen zeigen, dass Braunschweig-Wolfsburg nicht mit großen Verkehrsflughäfen vergleichbar ist, aber eine stabile Rolle als regionaler Sonderstandort für Geschäfts-, Forschungs- und Werksluftfahrt besitzt.
  • 2026 feierte der Flughafen sein 90-jähriges Bestehen. Aus dem 1936 eröffneten Verkehrsflughafen Braunschweig-Waggum ist ein moderner Forschungs- und Wirtschaftsflughafen geworden. Seine Bedeutung liegt weniger in großen Passagiermengen, sondern in der engen Verbindung von Luftfahrt, Mobilitätsforschung, Industrie, Behörden und regionaler Entwicklung.
  • Heute befinden sich am und um den Flughafen zahlreiche bedeutende Einrichtungen. Dazu gehören das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Luftfahrt-Bundesamt, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, Institute der TU Braunschweig, das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik und das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt. Mehr als 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen bilden dort ein Mobilitätscluster mit mehreren tausend Beschäftigten.

INFORMATIONEN


SPOTTER SERVICE


BWE IN DEN SOZIALEN MEDIEN



Flight Radar


Local Aviation Community

LUFTFAHRT CLUB BRAUNSCHWEIG

Die regionale Interessengemeinschaft. (de)

LUFTFAHRT CLUB BRAUNSCHWEIG FORUM

Für alle Luftfahrt Interessierte des Forschungsflughafens Braunschweig-Wolfsburg. (de)

LUFTFAHRT CLUB BRAUNSCHWEIG

Information und Wissen rund um den Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg. (de)

FLUGZEUG FORUM

Flugbetrieb in Braunschweig/Wolfsburg (EDVE / BWE) 2026 (de)


Airport Spotter Guides

SPOTTERGUIDE

Braunschweig Airport Spotting Guide (en)


Interesting Information

WIKIPEDIA

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg (de)


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert