Air Base

KÖLN / BONN (FLUGBEREITSCHAFT – GERMAN AIR FORCE)

Der Flughafen Köln/Bonn hat seine Wurzeln nicht im zivilen Linienverkehr, sondern in der militärischen Nutzung der Wahner Heide. Aus einem militärisch geprägten Gelände entwickelte sich zunächst ein Flugplatz der deutschen Luftwaffe, später der britische RAF-Stützpunkt Wahn und schließlich ein bedeutender Standort der Bundeswehr. Besonders die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung prägt den militärischen Teil des Flughafens bis heute. Köln-Wahn steht damit nicht nur für Regierungsflüge, sondern auch für militärischen Lufttransport, medizinische Evakuierungen, internationale Einsatzunterstützung und die besondere Rolle des Flughafens im Umfeld der früheren Bundeshauptstadt Bonn.

Flughafen Köln/Bonn „Konrad Adenauer“

Flughafenstraße 1
Wache Flugbereitschaft BMVg
D-51147 Köln-Wahn

IATA: CGN
ICAO: EDDK

RUNWAYS:
06/24 (2459x45m) Beton
13R/31L (1863x45m) Beton
13L/31R (3815x60m) Asphalt


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GESCHICHTE

Militärische Nutzung der Wahner Heide als Ausgangspunkt (1913 – 1918)

  • 1913 begann die fliegerische Geschichte am heutigen Standort des Flughafens Köln/Bonn in der Wahner Heide aus militärischer Perspektive. Das Gelände wurde zunächst militärisch genutzt und diente in dieser frühen Phase nicht dem zivilen Linienverkehr, sondern militärischen Zwecken. Die Wahner Heide war durch ihre offene Landschaft und ihre bereits vorhandene militärische Prägung für solche Nutzungen geeignet. Damit liegt der Ursprung des späteren Flughafens deutlich vor der zivilen Flughafenentwicklung der Nachkriegszeit.
  • 1914 bis 1918 spielte die militärische Nutzung im Umfeld der Wahner Heide während des Ersten Weltkriegs eine Rolle, auch wenn der Standort noch nicht als moderner Flughafen im späteren Sinn ausgebaut war. Es handelte sich eher um eine frühe militärische Flugnutzung innerhalb eines größeren Militärgeländes. Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Flugbetrieb an diesem Standort zunächst weitgehend zum Erliegen.

Stillstand und nicht verwirklichte Ausbaupläne (1919 – 1938)

  • 1919 endete nach dem Ersten Weltkrieg die erste militärische Flugphase. Der Standort verlor zunächst seine aktive fliegerische Bedeutung. Während Köln-Butzweilerhof in den folgenden Jahren stärker mit ziviler Luftfahrt verbunden wurde, blieb die Wahner Heide ein militärisch geprägter Raum, aber noch ohne die spätere Bedeutung als großer Militärflugplatz.
  • 1920er Jahre gab es Überlegungen und Planungen, die fliegerische Nutzung im Raum Wahn wieder stärker aufzunehmen. Diese Pläne wurden jedoch nicht in dem Maße umgesetzt, dass daraus bereits ein vollwertiger Flughafen entstand. Der eigentliche militärische Ausbau des heutigen Flughafenstandorts setzte erst kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ein.

Ausbau zum Luftwaffenstützpunkt der Wehrmacht (1939 – 1945)

  • 1939 wurde Köln-Wahn zu einem Flugplatz der deutschen Luftwaffe ausgebaut. Damit begann die eigentliche Phase als militärischer Flugplatz im modernen Sinn. Der Standort lag in der Wahner Heide und wurde nun Teil der militärischen Infrastruktur des nationalsozialistischen Deutschlands. Die Nutzung war klar militärisch geprägt und stand im Zusammenhang mit der Aufrüstung und dem Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs.
  • 1939 bis 1945 diente Wahn als Luftwaffenflugplatz während des Zweiten Weltkriegs. Aus heutiger Sicht ist diese Phase der erste große Abschnitt, in dem der Standort als echter Militärflugplatz greifbar wird. Die zivile Bedeutung spielte in dieser Zeit keine Rolle. Entscheidend war die Einbindung in die militärische Luftfahrtstruktur der damaligen Luftwaffe. Das Royal Air Force Museum bestätigt ebenfalls, dass Wahn während des Zweiten Weltkriegs ein Luftwaffenflugplatz war, bevor die Royal Air Force ihn nach Kriegsende übernahm.

Übernahme durch die Alliierten und Beginn der britischen Nutzung (1945 – 1948)

  • 1945 endete die deutsche militärische Nutzung mit dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Nach Kriegsende übernahmen alliierte Kräfte den Flugplatz. In der weiteren Nachkriegsordnung fiel Wahn in den Bereich der britischen Besatzungsmacht. Aus dem ehemaligen Luftwaffenflugplatz wurde ein Stützpunkt der Royal Air Force. Der Flughafen selbst nennt für 1945 den Bau beziehungsweise Ausbau eines Flughafens in der Wahner Heide durch die britische Besatzung.
  • 1945 bis 1948 wurde der Standort durch die Briten wiederhergerichtet und für die militärische Nutzung angepasst. Die Royal Air Force nutzte Wahn als einen ihrer Flugplätze in Westdeutschland. Aus militärischer Sicht war diese Zeit entscheidend, weil der ehemalige deutsche Fliegerhorst nicht aufgegeben, sondern in die alliierte Luftwaffenstruktur der Nachkriegszeit eingebunden wurde.

RAF Wahn und die Bedeutung während der Berliner Luftbrücke (1948 – 1949)

  • 1948 bekam RAF Wahn während der Berliner Luftbrücke eine besondere Rolle. Nach Angaben des Royal Air Force Museum waren in Wahn während der Luftbrücke drei Mosquito-Staffeln und eine Spitfire-Staffel der British Air Forces of Occupation stationiert. Der Zweck war nicht der direkte Transport der Versorgungsgüter nach Berlin, sondern die Entlastung anderer Flugplätze, die für die eigentlichen Transportflüge gebraucht wurden.
  • 1948 bis 1949 war Wahn damit Teil der großen militärischen Luftfahrtlogistik der westlichen Alliierten. Die Berlin-Blockade machte deutlich, wie wichtig verfügbare und gut organisierte Flugplätze in Westdeutschland waren. RAF Wahn war in dieser Phase kein ziviler Verkehrsflughafen, sondern ein militärischer Stützpunkt innerhalb der britischen Besatzungs- und Verteidigungsstruktur.

Ausbau zum britischen Hauptflugplatz RAF Wahn (1950 – 1957)

  • 1950 stellte die britische Militärregierung die Weichen für eine zivile Mitnutzung, doch aus militärischer Sicht blieb Wahn weiterhin stark von der Royal Air Force geprägt. Die Briten hatten das Gelände nach dem Krieg ausgebaut und zu einem sogenannten Main Airport entwickelt. Dazu gehörten zwei Start- und Landebahnen, sechs Hangars und eine umfangreiche Infrastruktur.
  • 1950 bis 1957 war RAF Wahn ein bedeutender britischer Militärflugplatz in Westdeutschland. Auch wenn parallel die zivile Nutzung vorbereitet und schrittweise aufgebaut wurde, blieb der militärische Charakter des Standortes in dieser Phase stark sichtbar. Die Anlagen, Bahnen, Hangars und die gesamte Infrastruktur gingen wesentlich auf den britischen Ausbau zurück.
  • 1954 wurde die Querwindbahn in Betrieb genommen. Sie war damals die längste Start- und Landebahn Deutschlands. Auch wenn diese Entwicklung später dem zivilen Flughafen zugutekam, passt sie aus militärischer Sicht in die britisch geprägte Ausbauphase, in der der Standort leistungsfähiger und wetterunabhängiger wurde.
  • 1957 verließ die Royal Air Force Wahn. Im selben Jahr übernahm das nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Verkehrsministerium den Flughafen von der Royal Air Force. Damit endete die britische Militärphase als RAF Wahn, aber nicht die militärische Bedeutung des Standortes.

Übergang zur Bundeswehr und Beginn der deutschen Luftwaffenpräsenz (1957 – 1959)

  • 1957 war für Köln-Wahn ein Wendepunkt. Mit dem Abzug der Royal Air Force verschwand die britische Hauptrolle, doch der Standort blieb für militärische Aufgaben interessant. Die junge Bundeswehr befand sich im Aufbau, und die Luftwaffe benötigte geeignete Standorte für Führungs-, Transport- und Sonderaufgaben.
  • 1957 bis 1959 entwickelte sich Köln-Wahn schrittweise zu einem Standort, der für die Bundeswehr wichtig wurde. Die Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn machte den Flughafen besonders geeignet für Regierungsflüge und militärische Sonderaufgaben. Genau diese Lage sollte später die Rolle der Flugbereitschaft prägen.

Verlegung der Flugbereitschaft nach Köln/Bonn (1959 – 1963)

  • Juli 1959 wurde die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung vom Fliegerhorst Nörvenich an den Flughafen Köln/Bonn verlegt. Dort wurde sie zunächst als 3. Staffel dem Lufttransportgeschwader 62 unterstellt. Damit begann die bis heute prägende militärische Nutzung des Standortes Köln-Wahn durch die Flugbereitschaft.
  • 1959 bis 1963 war die Flugbereitschaft zunächst noch nicht in der späteren Eigenständigkeit aufgestellt. Sie entwickelte sich aber bereits zu einem spezialisierten Verband für besondere Transportaufgaben. Aus Köln-Wahn starteten nun zunehmend Flüge, die nicht dem normalen zivilen Luftverkehr dienten, sondern der Bundeswehr, dem Verteidigungsministerium und dem politisch-parlamentarischen Bereich.
  • 1963 wurde die Flugbereitschaft selbstständiger und gewann innerhalb der Luftwaffe weiter an Bedeutung. Im selben Jahr landete John F. Kennedy in Köln/Bonn. Auch wenn dieser Besuch politisch und protokollarisch einzuordnen ist, zeigt er die wachsende Rolle des Flughafens als Zugangspunkt für Regierungs- und Staatsbesuche in der Bundesepublik.

Köln-Wahn als militärischer Regierungsflughafen der Bonner Republik (1960er – 1980er Jahre)

  • 1960er Jahre wurde Köln-Wahn immer stärker zum militärischen Luftverkehrsknoten der Bundesrepublik. Die Nähe zu Bonn war dabei der zentrale Faktor. Regierungsmitglieder, Staatsgäste, Delegationen und militärisches Führungspersonal konnten über Köln/Bonn schnell und direkt ins Ausland reisen. Der militärische Teil des Flughafens bekam dadurch eine Bedeutung, die weit über einen normalen Flugplatz hinausging.
  • 1968 erhielt die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung ihre ersten Boeing 707-307C. Mit diesen Maschinen begann für Köln-Wahn eine neue Ära im militärischen Regierungs- und Langstreckenflugdienst. Die Boeing 707 war deutlich leistungsfähiger als die zuvor eingesetzten Propellerflugzeuge und kleineren Jets. Sie ermöglichte weltweite Flüge mit Regierungsmitgliedern, Delegationen, Soldaten und Material und machte die Flugbereitschaft zu einem modernen Langstreckenverband der Luftwaffe.
  • 1968 bis 1990er Jahre bildeten die Boeing 707 über viele Jahre das Rückgrat der Flugbereitschaft. Insgesamt wurden vier Maschinen dieses Typs eingesetzt. Sie waren für Regierungsflüge ebenso wichtig wie für militärische Transportaufgaben. Von Köln-Wahn aus verbanden sie die Bundesrepublik mit internationalen Einsatzorten, Staatsbesuchen und politischen Terminen. Gerade in der Zeit der Bonner Republik gehörte die Boeing 707 zum vertrauten Bild des militärischen Teils des Flughafens Köln/Bonn.
  • 1970er Jahre festigte sich die Rolle der Flugbereitschaft. Köln-Wahn stand nicht für Kampfverbände, sondern für Transport, Regierungsflüge, Sonderaufgaben und militärische Einsatzbereitschaft. Die militärische Funktion lag also weniger im klassischen Fliegerhorstbetrieb mit Kampfjets, sondern in der Fähigkeit, politisches Führungspersonal, Soldaten, Material und später auch Verwundete zu transportieren.
  • 1980er Jahre blieb Köln-Wahn ein Standort der Bundesrepublik. Während viele andere militärische Flugplätze vor allem durch taktische Luftwaffenverbände geprägt waren, stand Köln-Wahn für eine andere Art militärischer Luftfahrt: repräsentativ, transportorientiert, politisch sensibel und eng mit den Aufgaben des Verteidigungsministeriums verbunden.

Neue Aufgaben nach der Wiedervereinigung und Modernisierung der Flugbereitschaft (1990 – 2000)

  • 1990 veränderte die deutsche Wiedervereinigung die sicherheitspolitische Lage. Köln-Wahn blieb jedoch wichtig. Die Bundesrepublik bekam neue internationale Verantwortung, und die Anforderungen an weltweite Lufttransportkapazitäten nahmen zu. Die Flugbereitschaft musste nicht nur Regierungsflüge durchführen, sondern auch militärische Auslandseinsätze und humanitäre Aufgaben unterstützen.
  • 1991 übernahm die Luftwaffe Airbus A310 aus dem Bestand der ehemaligen DDR-Fluggesellschaft Interflug. Diese Flugzeuge wurden später zu prägenden Maschinen der Flugbereitschaft. Sie standen für den Schritt in eine modernere Langstreckenfähigkeit und wurden über Jahrzehnte für Regierungs-, Transport- und MedEvac-Aufgaben genutzt.
  • 1996 begann der schrittweise Ersatz der Boeing 707 durch gebrauchte Airbus A310-304. Zwei Boeing 707 wurden bereits in dieser Phase abgelöst. Der Airbus A310 bot modernere Technik, bessere Wirtschaftlichkeit und neue Möglichkeiten für den Transport- und später auch den MedEvac-Einsatz.
  • 1990er Jahre wurde Köln-Wahn damit immer stärker ein international ausgerichteter militärischer Lufttransportstandort. Die klassische Rolle als Flughafen der Bundesrepublik blieb erhalten, wurde aber durch neue Einsatzrealitäten ergänzt: Auslandseinsätze, humanitäre Hilfe, Krisenreaktionen und medizinische Evakuierungen.
  • 3. November 1999 landete die Boeing 707 mit dem taktischen Kennzeichen 10+03 zum letzten Mal auf dem Flughafen Köln/Bonn. Damit endete die aktive Boeing-707-Zeit der Flugbereitschaft in Köln-Wahn. Einen Tag später wurde die Maschine offiziell außer Dienst gestellt. Mit diesem Abschied ging eine prägende Ära zu Ende, denn die Boeing 707 hatte über drei Jahrzehnte das Bild der deutschen Regierungsflüge und der militärischen Langstreckenflüge ab Köln-Wahn bestimmt.
  • 1999 wurden auch die verbliebenen Boeing 707 durch Airbus A310 ersetzt. Einige der ehemaligen Maschinen dienten danach noch für Ausbildungs- und Transportzwecke in Geilenkirchen, unter anderem im Umfeld der AWACS-Ausbildung. Für Köln-Wahn war 1999 jedoch der endgültige Abschied von der Boeing 707 als Regierungs- und Langstreckenflugzeug der Flugbereitschaft.

Köln-Wahn nach dem Regierungsumzug nach Berlin (2000 – 2010)

  • 2000er Jahre blieb Köln-Wahn trotz des Regierungsumzugs nach Berlin ein zentraler Standort der Flugbereitschaft. Das wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, hat aber praktische Gründe: Die gewachsene Infrastruktur, die Wartung, die militärischen Einrichtungen und das eingespielte Personal befanden sich weiterhin in Köln. Der Standort war also nicht einfach durch einen neuen Regierungsflughafen zu ersetzen.
  • 2008 wurde bekannt, dass die weiße Flotte der Flugbereitschaft langfristig zum Flughafen Berlin Brandenburg verlagert werden sollte, sobald dort die nötigen Voraussetzungen geschaffen sind. In der Praxis blieb Köln-Wahn aber weiter der wichtigste Standort für den größten Teil der Flugbereitschaft. Die spätere Verzögerung der Berliner Infrastruktur verlängerte die Bedeutung Kölns zusätzlich.
  • 2010 war Köln-Wahn militärisch betrachtet längst mehr als ein Relikt der Bonner Politik. Der Standort war ein funktionierendes Zentrum für Regierungsflüge, militärischen Lufttransport und Spezialaufgaben der Luftwaffe. Die geografische Nähe zu Bonn verlor zwar politisch an Gewicht, doch die vorhandene Einsatz- und Wartungsstruktur blieb entscheidend.

Einsatzflüge, MedEvac und internationale Krisenunterstützung (2010er – 2022)

  • 2010er Jahre wurde die Rolle der Flugbereitschaft stärker durch internationale Krisen, Auslandseinsätze und medizinische Evakuierungen geprägt. Köln-Wahn war nicht nur Ausgangspunkt für politische Reisen, sondern auch für militärische und humanitäre Lufttransportaufgaben. Der Verband stellte einen wesentlichen Teil der Lufttransportkapazität der Bundeswehr und wurde auch vom parlamentarischen Bereich genutzt.
  • bis 2019 wurden nach Angaben in der Berichterstattung rund 130 ukrainische Militärangehörige zur medizinischen Behandlung aus der Ukraine nach Deutschland geflogen. Solche Einsätze zeigen die besondere Rolle Köln-Wahns: Der Standort verbindet militärische Lufttransportfähigkeit, sanitätsdienstliche Aufgaben und politische Krisenunterstützung.
  • 2020 bis 2022 wurde der Airbus A310 MedEvac besonders sichtbar. Während der Corona-Pandemie wurden mit Maschinen der Luftwaffe Patienten verlegt, um Krankenhäuser zu entlasten. Auch Auslandseinsätze und die Evakuierung schwerverletzter Soldaten gehörten zum Aufgabenspektrum.
  • 15. Juni 2022 endete die Nutzung des letzten Airbus A310 bei der Flugbereitschaft. Damit ging eine lange Ära zu Ende. Der A310 hatte über Jahrzehnte das Bild der Flugbereitschaft mitgeprägt, vor allem durch Langstrecken-, Transport- und MedEvac-Aufgaben.
  • 21. Juni 2022 wurde der Abschied vom Airbus A310 offiziell als historischer Einschnitt gewürdigt. Für Köln-Wahn bedeutete das nicht das Ende der militärischen Langstreckenfähigkeit, sondern den Übergang zu einer moderneren Flotte.

Modernisierung mit A350, A321neo LR und neuer Einsatzstruktur (2022 – 2024)

  • 2022 begann die Flugbereitschaft sichtbar in eine neue Phase einzutreten. Moderne Airbus-Muster, Geschäftsreiseflugzeuge und Spezialfähigkeiten ersetzten nach und nach ältere Strukturen. Köln-Wahn blieb dabei der zentrale Standort für den größten Teil des Verbandes.
  • 2023 wurde der Fähigkeitsaufwuchs durch das A350-Projekt weiter sichtbar. Der Airbus A350 steht für Reichweite, moderne Technik und eine neue Qualität im strategischen Lufttransport der Flugbereitschaft. Für Köln-Wahn bedeutete diese Modernisierung, dass der Standort auch nach dem A310-Zeitalter seine Bedeutung behielt.
  • 6. Juni 2024 erhielt die Flugbereitschaft den letzten Airbus A350. Damit war die A350-Flotte komplett. Die Bundeswehr beschreibt die drei Airbus A350 als die „Flaggschiffe“ der Flugbereitschaft. Sie bilden die moderne Langstreckenkomponente für Regierungs-, VIP- und Transportaufgaben.
  • 2024 war Köln-Wahn weiterhin der größte Standort der Flugbereitschaft. Die Bundeswehr nennt als Kernauftrag die weltweite Verbringung von VIPs, Personen und Material. Dazu kommen besondere Fähigkeiten wie MedEvac und Überwachungsflüge im Rahmen des Vertrags über den Offenen Himmel.

Militärischer Standort Köln-Wahn in der Gegenwart (2025 – HEUTE)

  • 2025 blieb Köln-Wahn ein bedeutender militärischer Luftwaffenstandort. Die Flugbereitschaft war weiterhin mit einem großen Teil ihrer Struktur in Köln stationiert. Die Aufgaben reichten vom Regierungsflug über internationale Einsatzunterstützung bis zu medizinischen und diplomatischen Lufttransporten. Die Bundeswehr nennt für die Flugbereitschaft rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten, 100 zivile Beschäftigte, acht verschiedene Luftfahrzeugmuster und die Fähigkeit zur MedEvac-Einrüstung.
  • 2026 ist der militärische Teil des Flughafens Köln/Bonn weiterhin einer der wichtigsten Luftwaffenstandorte Deutschlands. In Köln-Wahn befinden sich unter anderem Teile des Kommandos Luftwaffe, das Luftwaffentruppenkommando, das Luftfahrtamt der Bundeswehr, die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung, die Bundeswehrfeuerwehr, die Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn und weitere militärische Dienststellen.
  • 2026 ist Köln-Wahn zudem ein zentraler Ort deutscher Regierungs- und Außenpolitik. Von hier starten weiterhin Maschinen, die Regierungsmitglieder, den Bundespräsidenten, militärisches Personal, Verwundete oder Material befördern. Trotz Berlin als Regierungssitz bleibt Köln-Wahn relevant, weil hier Infrastruktur, Technik, Personal und eingespielte Abläufe zusammenkommen.

EINHEITEN / UNITS

Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung

Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung stellt mit verschiedenen Flächenflugzeugen und Hubschrauber einen wesentlichen Teil der Lufttransportkapazität der Bundeswehr. Sie wird auch durch den parlamentarischen Bereich genutzt. Durch die Flotte wird der VIP-, Personal- und Materialtransport weltweit sichergestellt. Zusätzlich erfolgt der Transport von Verletzten, die Luftbetankung sowie Flüge im Rahmen „Offener Himmel“.



Flight Radar


Static Airframes

PRESERVED

  • 23+98 / Fokker F-104G Starfighter / cn 8124 / West German Air Force
  • 38+30 / McDonnell Douglas F-4F Phantom II / cn 4695 / German Air Force
  • 40+43 / Dassault-Breguet Dornier Alpha Jet A / cn 0043 / German Air Force / Gate Guard
  • 44+35 / Panavia Tornado IDS / cn GS096 / German Air Force
  • 70+43 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8103 / German Air Force
  • 31+29 / FIAT G.91 R-3 / cn D396 / West German Air Force
  • F-BUAD / Airbus A300 B2-103 / cn 3 / Novespace/CNES
  • 75+95 / Sud Aviation Alouette II SE.3130 / cn 1530 / German Army

WITHDRAWN FROM USE

  • D-ALIN / BAe 146 300 / cn E3142 / WDL Aviation
  • D-AMAX / BAe 146 300 / cn E3157 / WDL Aviation
  • D-BAKD / Kokker F27 600 / cn 10179 / WDL Aviation
  • VQ-BVF / Boeing 737 46QSF / cn 29001 / Atran
  • RA-67224 / Bombardier Challenger 300 / cn 20065 / UT air Executive
  • C5-AFT / Canadair Challenger 601 / cn 3043 / Government of the Gambia
  • OO-THC / Canadair Challenger 601 / cn 3031 / unbekannt
  • 9H-SIS / Bombardier Challenger 650 / cn 6050 / Emperor Aviation
  • D-ACJJ / Embraer EMB-190 LR / cn 19000114 / German Airways
  • SE-DZZ / Gates Learjet 34A / cn 35A-415 / Merkur Air
  • HA-FAO / Swearingen Metro III / cn AC-451B / CityLine Hungary

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