Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 18. Juni 2026 von Charles David Fennell

KÖLN / BONN (FLUGBEREITSCHAFT – GERMAN AIR FORCE)
Der militärische Teil des Flughafen Köln/Bonn gehört zu den geschichtlich bedeutenden Luftfahrtstandorten in Deutschland. Seine Wurzeln reichen weit zurück in die militärische Nutzung der Wahner Heide, lange bevor der heutige Flughafen seine zivile Bedeutung erhielt. Aus einem preußischen Übungs- und Schießplatz entwickelte sich über die Jahrzehnte ein Fliegerhorst, der im Zweiten Weltkrieg, in der britischen Nachkriegszeit und später beim Aufbau der Bundesluftwaffe eine wichtige Rolle spielte.
Besonders prägend wurde der Standort durch die Nähe zur früheren Bundeshauptstadt Bonn. Mit der Stationierung der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung erhielt Köln-Wahn eine besondere Aufgabe im Regierungsflugdienst der Bundesrepublik. Gleichzeitig entstanden hier zahlreiche Führungs-, Unterstützungs- und Verwaltungsdienststellen der Luftwaffe, die den Standort bis heute zu einem wichtigen militärischen Zentrum machen.
Heute verbindet Köln/Bonn eine lange militärische Tradition mit moderner Luftwaffenstruktur, internationaler Zusammenarbeit und Regierungsflugbetrieb. Die Geschichte des militärischen Bereichs zeigt eindrucksvoll, wie sich ein ehemaliger Übungsplatz zu einem bedeutenden Standort der deutschen und europäischen Militärluftfahrt entwickelt hat.
Flughafen Köln/Bonn „Konrad Adenauer“
Flughafenstraße 1
Wache Flugbereitschaft BMVg
D-51147 Köln-Wahn
IATA: CGN
ICAO: EDDK
RUNWAYS:
06/24 (2459x45m) Beton
13R/31L (1863x45m) Beton
13L/31R (3815x60m) Asphalt
GESCHICHTE
Militärische Vorgeschichte der Wahner Heide (1817–1912)
- 1817 wurde die Wahner Heide im Raum Wahn, Lind, Grengel und Porz zunehmend militärisch geprägt. Das Gelände diente zunächst nicht der Luftfahrt, sondern vor allem als Schieß- und Übungsplatz für die preußische Artillerie. Die Nähe zu Köln machte die Heide zu einem geeigneten Ausbildungsraum, weil größere Truppenbewegungen und Schießübungen außerhalb der dicht bebauten Stadt durchgeführt werden konnten.
- ab 1870 entstanden auf dem heutigen Kasernenareal erste militärische Gebäude. Zunächst handelte es sich vor allem um einfache Fachwerkbauten für Soldaten und Verwaltung. Mit der Zeit kamen feste Gebäude hinzu, wodurch sich aus dem Übungsplatz ein dauerhaft militärisch genutzter Standort entwickelte. Dieser frühe Ausbau bildete die Grundlage für die spätere Luftwaffenkaserne Wahn.
- um 1900 wurde die militärische Infrastruktur weiter verdichtet. Der Schießplatz Wahn war längst ein fester Bestandteil der Kölner Garnisonsgeschichte. Die spätere Bedeutung für den Flugverkehr war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, doch die große freie Fläche der Wahner Heide sollte sich wenige Jahre später als entscheidender Vorteil erweisen.
Erste militärische Luftfahrt auf dem Schießplatz Wahn (1913–1918)
- 5. April 1913 landete erstmals ein Flugzeug auf dem militärischen Übungsgelände in der Wahner Heide. Diese Landung steht am Anfang der fliegerischen Geschichte von Wahn. Die Flugzeuge wurden vor allem im Zusammenhang mit der Artilleriebeobachtung eingesetzt. Damit war Wahn noch kein klassischer Flugplatz, aber das Gelände wurde bereits als militärischer Lande- und Versorgungsplatz genutzt.
- 1914 bis 1918 spielte Wahn während des Ersten Weltkriegs weiterhin vor allem als militärischer Übungs- und Schießplatz eine Rolle. Die Luftfahrt entwickelte sich in dieser Zeit rasant, doch der Schwerpunkt des Kölner Flugbetriebs lag noch auf anderen Plätzen, insbesondere auf dem Butzweilerhof. Wahn blieb ein militärischer Raum mit gelegentlicher fliegerischer Nutzung.
Zwischenkriegszeit und Vorbereitung des späteren Fliegerhorstes (1919–1937)
- 1919 bis Anfang der 1930er Jahre blieb die Wahner Heide militärisch geprägt, auch wenn die Luftfahrt nach dem Ersten Weltkrieg durch die Bestimmungen des Versailler Vertrages stark eingeschränkt war. Die vorhandenen Flächen und die gewachsene militärische Infrastruktur blieben jedoch bestehen.
- 1930er Jahre rückte Wahn wieder stärker in den Fokus militärischer Planungen. Die Lage südöstlich von Köln, die Nähe zum Rheinland und die weiten Freiflächen der Wahner Heide machten das Gelände für den Aufbau eines modernen Militärflugplatzes interessant. Der zivile Kölner Flughafen Butzweilerhof war zwar bedeutend, bot aber für langfristige militärische und spätere großflächige Ausbaupläne nur begrenzte Möglichkeiten.
Aufbau des Fliegerhorstes Wahn durch die Luftwaffe (1938–1939)
- 1938 begann die deutsche Luftwaffe mit dem Ausbau des Fliegerhorstes Wahn auf Teilen des früheren Schießplatzes in der Wahner Heide. Es entstanden eine erste Start- und Landebahn, ein Tower, Hallen und weitere militärische Betriebsflächen. Damit wurde aus dem bisherigen Übungsraum ein echter Militärflugplatz.
- 1939 war der Fliegerhorst Wahn einsatzbereit und wurde in die militärische Infrastruktur der Luftwaffe eingebunden. Der Standort hatte zunächst eine eher ergänzende Funktion, gewann aber durch den Kriegsbeginn an Bedeutung. Wahn diente als Einsatz-, Verlege- und Ausbildungsplatz für verschiedene fliegende Einheiten.
Luftwaffenstützpunkt im Zweiten Weltkrieg (1939–1945)
- September 1939 bis Mai 1940 war die III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 51 in Wahn stationiert. Die Einheit flog Junkers Ju 87 B und gehörte damit zu den frühen Sturzkampfverbänden, die zu Beginn des Krieges eine wichtige Rolle spielten.
- Oktober 1939 bis Januar 1940 nutzte auch die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 1 den Fliegerhorst Wahn. Auch hier kamen Junkers Ju 87 B zum Einsatz. Die Stationierung zeigt, dass Wahn in der Anfangsphase des Krieges besonders für Stuka-Verbände von Bedeutung war.
- November 1939 lag kurzzeitig die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 in Wahn. Diese Einheit flog Messerschmitt Bf 109 E. Damit wurde der Platz nicht nur von Sturzkampffliegern genutzt, sondern auch von Jagdfliegern.
- April bis Juni 1940 befanden sich der Stab und die II. Gruppe des Zerstörergeschwaders 76 in Wahn. Die Einheit flog Messerschmitt Bf 110 und gehörte zu den zweimotorigen Zerstörerverbänden der Luftwaffe. In dieser Phase war Wahn Teil der westdeutschen Luftwaffenstruktur im Vorfeld und Verlauf des Westfeldzuges.
- Mai bis Juni 1940 wurde der Platz auch von der II. Gruppe des Kampfgeschwaders 76 genutzt. Diese Einheit flog Dornier Do 17 Z. Dadurch war Wahn zeitweise auch Standort für mittlere Kampfverbände.
- 1941 bis 1943 verlor Wahn im Vergleich zu größeren Einsatzplätzen etwas an operativer Bedeutung. Der Standort blieb jedoch militärisch genutzt und erfüllte weiterhin Aufgaben als Flugplatz, Verlegeplatz und Infrastrukturstützpunkt der Luftwaffe.
- September bis Oktober 1944 war die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 27 in Wahn stationiert. Die Einheit flog Messerschmitt Bf 109 G-6. In dieser späten Kriegsphase stand die deutsche Luftverteidigung zunehmend unter Druck, und auch Wahn wurde in die Verteidigungsstruktur im Westen eingebunden.
- Dezember 1944 bis Januar 1945 lagen der Stab sowie die I., II. und III. Gruppe des Schlachtgeschwaders 4 in Wahn. Die Einheit flog Focke-Wulf Fw 190 F-8. Damit wurde der Fliegerhorst in der Endphase des Krieges erneut durch kampfnahe Verbände genutzt.
- Dezember 1944 bis Januar 1945 wird außerdem die IV. Gruppe des Kampfgeschwaders 200 im Zusammenhang mit Wahn genannt. Das Kampfgeschwader 200 war ein Sonderverband der Luftwaffe, der für besondere Aufgaben vorgesehen war. Die genaue Nutzung des Platzes durch diese Einheit ist schwieriger einzuordnen als bei den regulären Jagd-, Schlacht- und Kampfverbänden.
- April 1945 endete die deutsche Nutzung des Fliegerhorstes. Amerikanische Truppen besetzten das Gelände und nutzten den Bereich zunächst unter der Bezeichnung Camp Wahn. Damit begann die alliierte Nachkriegsphase des Standortes.
Amerikanische Besetzung und britische Übernahme (1945)
- 11. April 1945 besetzten amerikanische Streitkräfte den Bereich Wahn. Das Gelände wurde zunächst als Camp Wahn genutzt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit diente es unter anderem als Durchgangslager für osteuropäische Zwangsarbeiter und Displaced Persons.
- 15. Juni 1945 übergaben die amerikanischen Streitkräfte das Camp Wahn an die britischen Streitkräfte. Damit begann die britische Phase des Standortes, die für den späteren Flughafen Köln/Bonn entscheidend wurde.
RAF Wahn und Ausbau zum britischen Militärflugplatz (1945–1949)
- ab 1945 nutzte die Royal Air Force den früheren deutschen Fliegerhorst als RAF Wahn. Der Platz wurde ausgebaut und erhielt eine deutlich wichtigere Rolle innerhalb der britischen Luftstreitkräfte in Deutschland. Die Briten verbesserten die Infrastruktur und machten Wahn zu einem bedeutenden RAF-Standort im Rheinland.
- 1945 bis 1949 entstanden neue Betriebsflächen, Hallen und Startbahninfrastruktur. Die britische Nutzung war nicht nur eine einfache Weiterverwendung des ehemaligen deutschen Fliegerhorstes, sondern ein gezielter Ausbau zu einem leistungsfähigeren Militärflugplatz.
- 1948 bis 1949 hatte Wahn im Umfeld der Berliner Luftbrücke eine indirekte Bedeutung. Während Transportflugzeuge auf anderen Plätzen für die Versorgung Berlins benötigt wurden, wurden in Wahn britische Einsatzverbände konzentriert. Dazu gehörten Mosquito- und Spitfire-Einheiten der British Air Forces of Occupation.
- Ende der 1940er Jahre lagen in Wahn unter anderem Staffeln mit de Havilland Mosquito und Supermarine Spitfire. Genannt werden Mosquito FB.6 und B.35 sowie Spitfire PR.9. Diese Verbände waren Teil der britischen Luftstreitkräfte in Deutschland und prägten die frühe Nachkriegszeit des Platzes.
Britische Hochkommission, RAF-Verbände und Beginn ziviler Überlegungen (1949–1951)
- Oktober 1949 übernahm die britische Hohe Kommission Teile der Liegenschaft. Die heutige Luftwaffenkaserne Wahn wurde damit nicht nur militärisch, sondern auch politisch-administrativ genutzt. In der Anlage arbeiteten mehrere hundert Mitarbeiter der britischen Hochkommission. Zusätzlich blieben Einheiten der britischen Armee und der Royal Air Force vor Ort.
- 1949 bis 1951 begannen die Überlegungen, Wahn auch für den zivilen Luftverkehr nutzbar zu machen. Die neue Bundeshauptstadt Bonn benötigte eine leistungsfähige Luftverkehrsanbindung. Der Kölner Butzweilerhof war zwar traditionell der große Kölner Flughafen, bot aber für moderne Verkehrsflugzeuge und größere Ausbaupläne nicht die gleichen Möglichkeiten wie Wahn.
- 1951 erhielt Köln-Wahn zunächst eine befristete zivile Nutzungsmöglichkeit. Der Flugplatz blieb jedoch weiterhin stark militärisch geprägt. Die zivile Entwicklung stand am Anfang, während die britische Nutzung noch bestimmend war.
Erneute starke RAF-Nutzung und NATO-Zeit des Kalten Krieges (1952–1957)
- 1952 beanspruchten die britischen Streitkräfte den Flughafen Wahn wieder stärker für militärische Zwecke. In dieser Zeit wurden dort zahlreiche Kampfflugzeuge stationiert, und der zivile Luftverkehr blieb der militärischen Nutzung untergeordnet.
- frühe 1950er Jahre nutzte die RAF Wahn auch mit Strahlflugzeugen. Zu den genannten Mustern gehörten Gloster Meteor NF.11 als Nachtjäger und English Electric Canberra PR.7 als Aufklärungsflugzeug. Damit war Wahn Teil der modernen westlichen Luftverteidigungs- und Aufklärungsstruktur im beginnenden Kalten Krieg.
- 1954 wurde die Querwindbahn fertiggestellt. Diese Bahn verbesserte die Nutzbarkeit des Flugplatzes deutlich und war ein wichtiger Schritt für die spätere Entwicklung des zivilen Flughafens und des militärischen Bereichs.
- bis Mitte 1957 nutzten RAF-Einheiten der 2nd Tactical Air Force den Flugplatz Wahn. Auch belgische Kräfte werden in dieser Phase genannt, darunter die 42. Staffel, die Republic F-84 E/G/RF-84F flog. Wahn war damit nicht nur ein britischer, sondern auch ein in die NATO-Strukturen eingebundener Standort.
Übergabe an Deutschland und Beginn der Bundesluftwaffe in Wahn (1957)
- 18. Juli 1957 wurde der militärische Teil des Flughafens durch den britischen Vizeluftmarschall Hogan an die bundesdeutsche Luftwaffe übergeben. Dieses Datum markiert den eigentlichen Beginn der Bundeswehr- und Luftwaffengeschichte am Standort Köln-Wahn.
- 1957 war die Bundeswehr noch jung, und die Luftwaffe befand sich im Aufbau. Köln-Wahn wurde deshalb schnell zu einem wichtigen Standort für Stäbe, Dienststellen, logistische Einheiten und fliegende Verbände. Die militärische Infrastruktur der RAF konnte weitergenutzt und schrittweise an deutsche Anforderungen angepasst werden.
- 1957 entstanden beziehungsweise befanden sich bereits mehrere frühe Bundeswehrdienststellen im Raum Wahn. Dazu gehörten unter anderem die Standortverwaltung, erste Luftwaffen-Dienststellen, Wetter- und geophysikalische Beratungsstellen sowie unterstützende Einrichtungen für den Flugbetrieb.
Aufbauphase der Luftwaffe und erste Bundeswehrdienststellen (1955–1959)
- 1. Mai 1955 wurde der Luftumschlagzug 907 in Wahn aufgestellt. Diese Einheit war für den Umschlag von Material im Lufttransportbereich wichtig und blieb bis 2007 mit dem Standort verbunden. Sie zeigt, dass Wahn schon vor der offiziellen Übergabe an die Bundesluftwaffe in die entstehende Bundeswehrstruktur hineinwuchs.
- 1. Februar 1956 wurde die Vorbereitungsstelle für Material der Luftwaffe aufgestellt. Sie wurde bereits im Juni 1956 in das Materialkommando der Luftwaffe umbenannt. Damit erhielt Wahn früh eine zentrale Rolle im materiellen Aufbau der neuen Luftwaffe.
- 1. Mai 1956 entstand die Dienststelle für Zentrale Luftwaffenangelegenheiten. Aus ihr wurde im Oktober 1956 das Allgemeine Luftwaffenamt. Diese Entwicklung zeigt, dass Köln-Wahn nicht nur ein Flugplatz war, sondern auch ein Standort für Führung, Verwaltung und Grundsatzaufgaben der Luftwaffe.
- 1956 wurden außerdem die Standortverwaltung Wahn, der Wetterberatungsdienst der Bundeswehr sowie militärseelsorgerische Dienststellen eingerichtet. Der Standort entwickelte sich dadurch zu einem umfassenden militärischen Großstandort.
- 1. Februar 1957 wurde die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung aufgestellt. Ihre eigentliche fliegerische Indienststellung erfolgte zunächst in Nörvenich. Köln-Wahn wurde aber sehr bald der prägende Standort dieses besonderen Luftwaffenverbandes.
- 1. April 1957 nahm die Flugbereitschaft BMVg auf dem Fliegerhorst Nörvenich ihren Dienst auf. Sie war zunächst als kleine Lufttransportkomponente für besondere Aufträge des Verteidigungsministeriums vorgesehen. Aus dieser zunächst überschaubaren Einheit entwickelte sich später der zentrale Regierungs- und Sonderlufttransportverband der Bundeswehr.
- 1958 wurden in Wahn weitere wichtige Dienststellen eingerichtet. Dazu gehörten das Materialamt der Luftwaffe, das Luftwaffenmunitionsdepot 51 und das Rechenzentrum der Bundeswehr Wahn. Gleichzeitig entstanden Spezial- und Pipelineeinheiten, die für die Versorgungsstruktur der Bundeswehr relevant waren.
Verlegung der Flugbereitschaft und Entstehung des Lufttransportstandortes (1959–1963)
- Juli 1959 wurde die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung vom Fliegerhorst Nörvenich an den Flughafen Köln/Bonn verlegt. Damit begann die bis heute prägende Verbindung zwischen Köln-Wahn und der Flugbereitschaft.
- 1. Oktober 1959 wurde das Lufttransportgeschwader 62 in Köln-Wahn aufgestellt. Die Flugbereitschaft wurde zunächst als 3. Staffel diesem Geschwader unterstellt. Damit war Wahn in der frühen Bundeswehrzeit ein echter Lufttransportstandort und nicht nur ein Verwaltungs- oder Kasernenstandort.
- 1959 wurden außerdem Flugabwehrraketenverbände in Wahn aufgestellt. Dazu gehörte das Flugabwehrraketenbataillon 21 mit seinen Batterien, die jedoch bald an andere Standorte verlegt wurden. Diese Phase zeigt die Rolle von Wahn als Aufbau- und Zwischenstation für neue Luftwaffenverbände.
- 1. April 1960 wurde das Flugabwehrraketenbataillon 22 in Wahn aufgestellt. Auch dieses Bataillon wurde später an andere Standorte verlegt. Wahn diente damit in der frühen Luftwaffenstruktur häufig als Ausgangspunkt für neu gebildete Verbände.
- 1. Juli 1961 wurde die Luftwaffenversorgungsgruppe Wahn aufgestellt. Sie blieb über Jahrzehnte am Standort und wurde später zur Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn weiterentwickelt. Diese Einheit prägte vor allem die logistische und unterstützende Seite des Standortes.
- 1. Dezember 1962 entstand aus dem Allgemeinen Luftwaffenamt das Luftwaffenamt. Das Luftwaffenamt war über Jahrzehnte eine zentrale Dienststelle der Luftwaffe und machte Köln-Wahn zu einem bedeutenden Führungs- und Verwaltungsstandort.
- 1. April 1963 wurde das Lufttransportgeschwader 62 nach Ahlhorn verlegt. Gleichzeitig wurde die Flugbereitschaft BMVg selbstständiger. Zunächst war sie auf Gruppenebene organisiert, entwickelte sich aber weiter zu einem eigenständigen Verband mit besonderem Auftrag.
Regierungsflugbetrieb und Ausbau des zivil-militärischen Flughafens (1961–1969)
- 1961 wurde die lange Hauptstartbahn des Flughafens Köln/Bonn in Betrieb genommen. Diese Entwicklung betraf den gesamten Flughafen und war auch für den militärischen Teil wichtig, weil die Flugbereitschaft und andere militärische Nutzer nun auf eine leistungsfähigere Infrastruktur zurückgreifen konnten.
- 1960er Jahre wuchs die Bedeutung von Köln/Bonn als Regierungsflughafen der Bundesrepublik. Durch die Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn wurde der Flughafen zum zentralen Ankunfts- und Abflugort für Regierungsmitglieder, Staatsgäste und Delegationen.
- 1963 wurde der Standort auch international sichtbar, als hochrangige politische Besuche über Köln/Bonn abgewickelt wurden. Die militärische Infrastruktur und die Flugbereitschaft spielten dabei eine wichtige Rolle, weil der Flughafen zunehmend als Schnittstelle zwischen zivilem Verkehr, Regierungsluftverkehr und militärischem Lufttransport funktionierte.
- 1966 entstand in Wahn das Logistische Lage- und Materialkontrollzentrum Mitte. Zusammen mit den bereits vorhandenen Material-, Versorgungs- und Lufttransportdienststellen unterstrich dies die logistische Bedeutung des Standortes.
- 1. April 1968 wurde das Lufttransportkommando der Bundeswehr in Köln-Wahn aufgestellt. Es blieb nur bis 1971 am Standort, zeigt aber, dass Wahn in dieser Zeit ein zentraler Ort für die Führung des militärischen Lufttransports war.
- 1. Dezember 1969 wurde das Frontnachrichtenbataillon Luftwaffe als Geräteeinheit in Wahn aufgestellt. Auch Fernmelde-, Funkanalyse- und Führungsdienstaufgaben gehörten zunehmend zum Standortprofil.
Neuordnung der Luftwaffe und große Kommandostrukturen (1970–1979)
- 1. Oktober 1970 kam es zu einer wichtigen Neuordnung am Standort. In Wahn wurden mehrere große Kommandobehörden und Dienststellen aufgestellt beziehungsweise neu gegliedert. Dazu gehörten das Luftwaffenunterstützungskommando, das Luftflottenkommando und das Luftwaffenführungsdienstkommando.
- 1970 wurde außerdem der Geophysikalische Beratungsdienst der Bundeswehr in das Amt für Wehrgeophysik umgewandelt. Auch diese Entwicklung zeigt, dass Köln-Wahn nicht nur fliegende Verbände beherbergte, sondern viele zentrale Fachaufgaben der Luftwaffe bündelte.
- 1970er Jahre wurde Wahn zu einem der wichtigsten Führungs-, Unterstützungs- und Verwaltungsstandorte der Luftwaffe. Neben der Flugbereitschaft waren dort zahlreiche Stäbe, Fernmelde-, Sicherungs-, Versorgungs- und Beratungsdienststellen angesiedelt.
- 1. Februar 1973 wurde die Luftwaffensicherungsstaffel 84 als Geräteeinheit aufgestellt. Im Juli desselben Jahres folgte die 2. Luftwaffensicherungsstaffel Wahn. Diese Einheiten standen für den Schutz und die Sicherung militärischer Infrastruktur.
- 1974 erhielt die Flugbereitschaft BMVg Geschwaderstatus. Damit war sie nicht mehr nur eine kleine Sonderkomponente, sondern ein vollwertiger Luftwaffenverband mit eigenständiger Bedeutung. Köln-Wahn blieb ihr zentraler Heimatstandort.
Ausbau als Führungs-, Nachrichten- und Unterstützungsstandort (1980–1989)
- 1980er Jahre war Köln-Wahn einer der großen Knotenpunkte der Luftwaffe. Neben der Flugbereitschaft arbeiteten hier zahlreiche Dienststellen aus den Bereichen Führung, Versorgung, Fernmeldeverbindungen, Nachrichtenwesen, Sanität, Sicherung und Luftfracht.
- 1. Januar 1981 wurde die Abteilung IV Luftwaffe des Amtes für Nachrichtenwesen der Bundeswehr in Wahn aufgestellt. Diese Dienststelle blieb bis 1999 mit dem Standort verbunden, bevor sie nach Grafschaft-Gelsdorf verlegt wurde.
- 1. Oktober 1981 wurde die Fernmeldedienstgruppe 322/12 aufgestellt. Sie war Teil der umfangreichen Führungs- und Fernmeldeinfrastruktur am Standort.
- 1. April 1982 wurden mehrere Geräteeinheiten eingerichtet, darunter Luftwaffenfeldersatz- und Luftwaffensicherungsstaffeln. Diese Einheiten stärkten die militärische Durchhalte- und Sicherungsfähigkeit.
- 1. April 1985 entstand die Außenstelle Porz/Wahn des Amtes für Militärisches Geowesen. Damit blieb auch der geowissenschaftliche und beratende Bereich ein Teil des Standortprofils.
- 1. Oktober 1987 wurden die Luftwaffenpionierstaffeln 121 und 122 als Geräteeinheiten aufgestellt. Sie waren Teil der militärischen Infrastruktur- und Pionierkomponenten der Luftwaffe.
- 1. Oktober 1989 wurde das Luftwaffenunterstützungsregiment Wahn aus dem Luftwaffensicherungs- und Versorgungsregiment Wahn gebildet. Außerdem wurde das Lazarett 200 der Luftwaffe neu aufgestellt. Damit verband Wahn kurz vor Ende des Kalten Krieges fliegerische, logistische, sanitätsdienstliche und Führungsaufgaben auf engem Raum.
Ende des Kalten Krieges und Strukturwandel der Luftwaffe (1990–1999)
- 1990 veränderte die deutsche Wiedervereinigung die Rolle vieler Bundeswehrstandorte. Köln-Wahn blieb jedoch ein bedeutender Luftwaffenstandort, weil hier zentrale Führungs-, Unterstützungs- und Regierungsflugaufgaben gebündelt waren.
- 1991 übernahm die Flugbereitschaft BMVg zwei Airbus A310-304 mit VIP-Ausstattung aus dem Bestand der ehemaligen DDR-Fluggesellschaft Interflug. Diese Flugzeuge prägten den Regierungsflugdienst der folgenden Jahre und standen für den Übergang zu moderneren, reichweitenstärkeren Airbus-Mustern.
- 1. April 1993 wurde der Fernmeldesektor 114 in Wahn aufgestellt. Auch nach dem Ende des Kalten Krieges blieb Führungsunterstützung ein wichtiger Bestandteil des Standortes.
- 1. April 1994 wurde das Luftflottenkommando in das Luftwaffenführungskommando umbenannt. Damit blieb Wahn ein zentraler Führungsstandort der Luftwaffe, auch wenn sich die organisatorischen Strukturen wandelten.
- 1994 erhielt der Flughafen Köln/Bonn den Namenszusatz „Konrad Adenauer“. Diese Benennung passte zur besonderen Rolle des Flughafens als Verbindungspunkt zwischen Köln, Bonn, Regierungsluftverkehr und internationalem Luftverkehr.
- 1990er Jahre wurden verschiedene Sicherungs-, Fernmelde- und Unterstützungsdienststellen aufgelöst, verlegt oder neu gegliedert. Der Standort verlor dadurch nicht an Bedeutung, sondern wandelte sich von einem klassischen Kalter-Krieg-Großstandort zu einem modernen Führungs-, Lufttransport- und Regierungsflugstandort.
- 1999 wurde die Abteilung IV Luftwaffe des Amtes für Nachrichtenwesen der Bundeswehr nach Grafschaft-Gelsdorf verlegt. Dies war Teil der weiteren Neuordnung der Bundeswehr nach dem Ende des Kalten Krieges.
Neuorganisation, Auslandseinsätze und technische Modernisierung (2000–2009)
- 2001 wurde das Streitkräfteunterstützungskommando in Wahn aufgestellt. Gleichzeitig wurden Strukturen der Luftwaffenunterstützung, des Materials und der Ausbildung neu geordnet. Der Standort blieb dadurch auch in der Bundeswehr der Auslandseinsatzzeit von großer Bedeutung.
- 1. Oktober 2001 wurden das Luftwaffenausbildungskommando und das Luftwaffenmaterialkommando in Wahn aufgestellt. Das Luftwaffenmaterialkommando entstand aus dem Luftwaffenunterstützungskommando und dem Materialamt der Luftwaffe.
- 1. Juli 2002 entstand der Führungsunterstützungsbereich der Luftwaffe. Diese Dienststelle ging aus Teilen des aufgelösten Luftwaffenführungsdienstkommandos hervor und wurde später zum Führungsunterstützungszentrum der Luftwaffe weiterentwickelt.
- 2003 wurde die äußere Gestaltung der Regierungsflugzeuge angepasst. Die bisherigen blauen Längsstreifen wurden durch die Farben Schwarz-Rot-Gold ersetzt, und die Beschriftung wurde stärker auf „Bundesrepublik Deutschland“ ausgerichtet. Damit wurde der repräsentative Charakter der Flugbereitschaft auch äußerlich deutlicher sichtbar.
- 1. Januar 2005 entstand aus Teilen der bisherigen Luftwaffenversorgungsgruppe die Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn. Diese Einheit übernahm wichtige Unterstützungsaufgaben für den Großstandort.
- 1. Oktober 2005 ging die Standortverwaltung Wahn im Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Köln auf. Damit wurde die Verwaltungsstruktur modernisiert und an die neue Bundeswehrorganisation angepasst.
- 1. Oktober 2006 wurde das Waffensystemkommando der Luftwaffe in Wahn aufgestellt. Es ging später im Kommando Unterstützungsverbände auf. Die Stationierung zeigt erneut, wie stark Köln-Wahn mit Material-, Technik- und Waffensystemaufgaben verbunden war.
- 1. Juni 2007 wurde die Struktur der Flugbereitschaft BMVg neu gegliedert. Es entstanden unter anderem die 1. Lufttransportstaffel, die 2. Lufttransportstaffel, die Fliegende Gruppe, die Technische Gruppe und die Flugplatzstaffel. Zusätzlich wurden Wartungs- und Instandsetzungsstaffeln für A310 und CL-601 eingerichtet.
- 2007 endete die Geschichte des Luftumschlagzuges 907, der seit 1955 mit Wahn verbunden gewesen war. Gleichzeitig zeigte die neue Gliederung der Flugbereitschaft, dass der Standort weiter modernisiert und auf die Anforderungen des internationalen Lufttransports ausgerichtet wurde.
- 2009 wurde auf dem militärischen Teil des Flughafens ein neues Abfertigungsgebäude für die Flugbereitschaft errichtet. Der Neubau ersetzte ältere Abfertigungsanlagen aus den 1970er Jahren und passte die Infrastruktur an die wachsenden Anforderungen des Regierungs- und Sonderluftverkehrs an.
Reformen und neue Luftwaffenstruktur (2010–2016)
- 2010er Jahre wurde die Bundeswehr erneut umfassend umstrukturiert. Auch Köln-Wahn war davon betroffen. Mehrere Kommandobehörden wurden aufgelöst, zusammengeführt oder neu gegliedert. Der Standort blieb aber einer der zentralen Luftwaffenorte in Deutschland.
- 2012 wurde die Modernisierung der Flugbereitschaft weiter sichtbar. Neue technische Staffeln wurden aufgestellt, während ältere Wartungsstrukturen aufgelöst wurden. Damit passte sich der Verband an die veränderte Flotte und an neue Instandhaltungsanforderungen an.
- 1. Juli 2013 wurden das Kommando Unterstützungsverbände Luftwaffe und das Kommando Einsatzverbände Luftwaffe in Wahn aufgestellt. Beide standen für eine Übergangsphase innerhalb der neuen Luftwaffenstruktur.
- 1. Oktober 2013 wurde das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe aufgestellt. Damit erhielt Wahn auch im medizinisch-luftfahrtbezogenen Bereich eine herausgehobene Funktion.
- 1. April 2014 nahm der Aufstellungsstab für das Luftfahrtamt der Bundeswehr in der Luftwaffenkaserne Wahn seine Arbeit auf. Ziel war der Aufbau einer nationalen militärischen Luftfahrtbehörde für die Bundeswehr.
- 1. Oktober 2014 nahm das Luftfahrtamt der Bundeswehr offiziell seine Arbeit in Köln-Wahn auf. Es übernahm zentrale Aufgaben für die militärische Luftfahrt, darunter Zulassung, Regulierung, Standardisierung, Lizenzierung und Flugsicherheit. Damit wurde Wahn zu einem besonders wichtigen Behördenstandort der militärischen Luftfahrt.
- 1. Januar 2015 wurden die Sanitätsstaffel Einsatz Köln-Wahn und das Sanitätsunterstützungszentrum Köln-Wahn aufgestellt. Damit blieb auch die sanitätsdienstliche Unterstützung ein fester Bestandteil des Standortes.
- 1. Juli 2015 wurde das Luftwaffentruppenkommando in Köln-Wahn aufgestellt. Es führt und koordiniert wesentliche Einsatz-, Unterstützungs- und Ausbildungsverbände der Luftwaffe. Dadurch erhielt der Standort eine noch stärkere Rolle innerhalb der aktuellen Luftwaffenführung.
- 1. Juli 2016 wurde der Führungsunterstützungsbereich der Luftwaffe zum Führungsunterstützungszentrum der Luftwaffe umgegliedert. Gleichzeitig entstand der Führungsunterstützungssektor 2. Damit blieb Köln-Wahn ein wichtiger IT-, Kommunikations- und Führungsunterstützungsstandort der Luftwaffe.
Flugbereitschaft zwischen Köln-Wahn, Berlin und Regierungsflugbetrieb (2017–2019)
- 2017 bis 2019 rückte die Zukunft der Flugbereitschaft stärker in die politische Diskussion. Hintergrund war der Umzug der Bundesregierung nach Berlin und die Frage, wie der Regierungsflugbetrieb langfristig zwischen Köln-Wahn und Berlin organisiert werden sollte.
- 2018 wurde in Köln-Wahn ein Waffensystemunterstützungsteam Drehflügler aufgestellt. Auch wenn die Hubschrauber der Flugbereitschaft organisatorisch mit dem Gesamtverband verbunden sind, wurden Teile des Hubschrauberbetriebs zunehmend im Berliner Bereich geführt.
- 2019 wurde nach mehreren technischen Problemen an älteren Regierungsflugzeugen die Modernisierung der Langstreckenflotte beschleunigt. Die Entscheidung für Airbus A350-900 stärkte den Modernisierungskurs der Flugbereitschaft und leitete das Ende der älteren A340-Phase ein.
- 2019 wurde außerdem die Multinational MRTT Unit als multinationaler Tanker- und Transportverband aufgebaut. Der Hauptstandort lag in Eindhoven, doch Köln/Bonn wurde als Forward Operating Base vorgesehen. Damit erhielt der militärische Teil des Flughafens eine neue internationale NATO-Rolle.
Neue internationale Rolle durch MRTT, MedEvac und Kanada (2020–2024)
- 2020 begann die konkrete Nutzung Kölns durch die Multinational MRTT Unit. Die Airbus A330 MRTT der multinationalen Flotte sind für Luftbetankung, strategischen Lufttransport und medizinische Evakuierung vorgesehen. Köln/Bonn wurde dabei als Forward Operating Base beziehungsweise Forward Operating Base+ eingeplant.
- 2020 gewann Köln-Wahn damit eine neue Bedeutung innerhalb europäischer und NATO-weiter Lufttransportstrukturen. Neben der deutschen Flugbereitschaft trat nun ein multinationaler Verband auf, der Fähigkeiten bereitstellt, die mehrere Partnernationen gemeinsam nutzen.
- 2020 bis 2024 wurde die A350-Flotte der Flugbereitschaft aufgebaut. Die Airbus A350-900 übernahmen die Rolle der modernen Langstrecken- und Regierungsflugzeuge. Für Köln-Wahn bedeutete dies eine weitere Modernisierung der dort beheimateten Flotte und Infrastruktur.
- 2022 endete die Nutzung des letzten Airbus A310 in der Flugbereitschaft. Der A310 hatte über viele Jahre wichtige Aufgaben erfüllt, darunter Personal- und Materialtransport, Luftbetankung und strategischer Patientenlufttransport. Sein Ausscheiden markierte das Ende einer prägenden Ära.
- 2023 wurde die weitere Nutzung des militärischen Teils von Köln/Bonn auch nach einer möglichen Verlagerung von Teilen der Flugbereitschaft nach Berlin diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass die Infrastruktur in Köln-Wahn nicht einfach aufgegeben werden soll. Neben der Flugbereitschaft nutzt auch die Multinational MRTT Unit den militärischen Teil des Flughafens.
- 2023 wurde zudem geprüft, ob Köln/Bonn künftig stärker im Rahmen der sogenannten „Drehscheibe Deutschland“ zur Unterstützung von NATO-Verteidigungsplanungen genutzt werden kann. Damit bleibt der Standort nicht nur national, sondern auch bündnispolitisch relevant.
- 2024 wurde die A350-Flotte der Flugbereitschaft komplettiert. Die Flugbereitschaft verfügte damit über moderne Langstreckenflugzeuge, die den Regierungsflugdienst auf ein neues technisches Niveau hoben.
- seit 2012 und weiter in den 2020er Jahren betreiben die kanadischen Streitkräfte am Flughafen Köln/Bonn den Canadian Operational Support Hub Europe. Dieser dient der logistischen Unterstützung kanadischer Auslandseinsätze und nutzt die günstige Lage, die 24-Stunden-Betriebsfähigkeit und die gute Verkehrsanbindung des Flughafens.
Gegenwart: Luftwaffenstandort, Regierungsflugbetrieb und Bündnisdrehscheibe (2025–heute)
- 2025 blieb Köln-Wahn einer der wichtigsten Luftwaffenstandorte in Deutschland. In der Luftwaffenkaserne und am militärischen Teil des Flughafens befinden sich weiterhin die Flugbereitschaft BMVg, das Luftwaffentruppenkommando, das Luftfahrtamt der Bundeswehr, das Führungsunterstützungszentrum der Luftwaffe, die Luftwaffenunterstützungsgruppe Wahn, sanitätsdienstliche Einrichtungen, Bundeswehr-Dienststellen sowie weitere militärische und zivile Organisationseinheiten.
- 2025 war die Flugbereitschaft BMVg weiterhin an mehreren Standorten organisiert. Der größte Teil des Verbandes befand sich in Köln-Wahn. Der Berliner Bereich diente der Abwicklung des Regierungsflugbetriebes und der Hubschrauberkomponente. Köln blieb jedoch das Rückgrat für große Teile des Verbandes, die technische Unterstützung und den militärischen Lufttransport.
- 2025 bis heute umfasst die moderne Flugbereitschaft unterschiedliche Luftfahrzeugmuster. Dazu gehören Airbus A350-900, Airbus A321, Airbus A319, Airbus A321neo LR, Bombardier Global 5000, Bombardier Global 6000 und AS532 Cougar. Die Aufgaben reichen vom Regierungsflugdienst über weltweiten Personen- und Materialtransport bis zur medizinischen Evakuierung.
- heute ist der militärische Teil des Flughafen Köln/Bonn direkt mit der Luftwaffenkaserne Wahn verbunden. Die Kaserne gehört zu den größten Bundeswehrliegenschaften in Deutschland. Auf dem Areal arbeiten mehrere tausend Soldatinnen, Soldaten und zivile Beschäftigte.
- heute ist Köln-Wahn nicht mehr nur ein klassischer Militärflugplatz. Der Standort verbindet zivile Flughafeninfrastruktur, militärischen Lufttransport, Regierungsflugbetrieb, Luftwaffenführung, militärische Luftfahrtverwaltung, sanitätsdienstliche Fähigkeiten und internationale Bündnisaufgaben.
- heute bildet der militärische Teil des Flughafen Köln/Bonn zusammen mit der Luftwaffenkaserne Wahn einen der komplexesten militärischen Luftfahrtstandorte Deutschlands. Seine Geschichte reicht vom preußischen Schießplatz über den Luftwaffen-Fliegerhorst und RAF Wahn bis zur modernen Bundeswehr-, NATO- und Regierungsflugstruktur.
EINHEITEN / UNITS
Flight Radar
Static Airframes
PRESERVED
- 23+98 / Fokker F-104G Starfighter / cn 8124 / West German Air Force
- 38+30 / McDonnell Douglas F-4F Phantom II / cn 4695 / German Air Force
- 40+43 / Dassault-Breguet Dornier Alpha Jet A / cn 0043 / German Air Force / Gate Guard
- 44+35 / Panavia Tornado IDS / cn GS096 / German Air Force
- 70+43 / Dornier UH-1D Iroquois / cn 8103 / German Air Force
- 31+29 / FIAT G.91 R-3 / cn D396 / West German Air Force
- F-BUAD / Airbus A300 B2-103 / cn 3 / Novespace/CNES
- 75+95 / Sud Aviation Alouette II SE.3130 / cn 1530 / German Army
WITHDRAWN FROM USE
- D-ALIN / BAe 146 300 / cn E3142 / WDL Aviation
- D-AMAX / BAe 146 300 / cn E3157 / WDL Aviation
- D-BAKD / Kokker F27 600 / cn 10179 / WDL Aviation
- VQ-BVF / Boeing 737 46QSF / cn 29001 / Atran
- RA-67224 / Bombardier Challenger 300 / cn 20065 / UT air Executive
- C5-AFT / Canadair Challenger 601 / cn 3043 / Government of the Gambia
- OO-THC / Canadair Challenger 601 / cn 3031 / unbekannt
- 9H-SIS / Bombardier Challenger 650 / cn 6050 / Emperor Aviation
- D-ACJJ / Embraer EMB-190 LR / cn 19000114 / German Airways
- SE-DZZ / Gates Learjet 34A / cn 35A-415 / Merkur Air
- HA-FAO / Swearingen Metro III / cn AC-451B / CityLine Hungary











