Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 10. August 2026 von Charles David Fennell

MEMMINGEN
Allgäu Airport
Der heutige Flughafen Memmingen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die lange vor der Aufnahme des zivilen Linienverkehrs begann. Ursprünglich in den 1930er-Jahren als Fliegerhorst Memmingerberg errichtet, wurde der Standort über Jahrzehnte militärisch genutzt und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem bedeutenden Stützpunkt der Bundeswehr und der NATO. Besonders geprägt wurde der Flugplatz durch das Jagdbombergeschwader 34 „Allgäu“. Nach dessen Auflösung begann die schrittweise Umwandlung des ehemaligen Militärflugplatzes in einen zivilen Verkehrsflughafen. Seit 2007 hat sich Memmingen zu einem wichtigen internationalen Flughafen in Süddeutschland entwickelt.
Am Flughafen 42
D-87766 Memmingerberg
IATA: FMM
ICAO: EDJA
RUNWAY:
06/24 (2630x45m) Aspalt
GESCHICHTE
Entstehung des Fliegerhorstes Memmingerberg (1935–1939)
- 1935/1936: Im Zuge der massiven Aufrüstung der deutschen Luftwaffe wurde östlich von Memmingen auf dem Memmingerberg mit dem Aufbau eines neuen militärischen Fliegerhorstes begonnen. Die Planungen reichen in das Jahr 1935 zurück, der eigentliche Baubeginn erfolgte Anfang 1936. Das Gelände wurde mit Flugfeld, Hallen, Werkstätten, Unterkunfts- und Versorgungsgebäuden sowie der für einen größeren Luftwaffenstützpunkt notwendigen technischen Infrastruktur ausgestattet.
- Jahreswechsel 1936/1937: Nach einer für damalige Verhältnisse sehr kurzen Bauzeit war der Fliegerhorst weitgehend einsatzbereit. Zum Jahreswechsel 1936/37 trafen die ersten Flugzeuge ein. Damit begann die militärische Nutzung des Standortes, der in den folgenden Jahren erheblich erweitert wurde.
- März 1937: Die III. Gruppe des Kampfgeschwaders 153 wurde von Altenburg nach Memmingerberg verlegt und dort in III./Kampfgeschwader 255 umbenannt. Damit erhielt der neue Fliegerhorst seinen ersten größeren fliegenden Verband. Zum Einsatz kamen in dieser frühen Phase vor allem zweimotorige Bomber wie die Dornier Do 17 und die Heinkel He 111.
- 1937–1939: Während der Stationierung des Kampfgeschwaders wurde die Infrastruktur des Fliegerhorstes weiter ausgebaut. Memmingerberg entwickelte sich in kurzer Zeit von einem neu errichteten Flugplatz zu einem vollwertigen Luftwaffenstandort mit umfangreichen Betriebs- und Wartungseinrichtungen.
- 1. Mai 1939: Im Zuge einer Neuorganisation der Luftwaffe wurde die III./Kampfgeschwader 255 in III./Kampfgeschwader 51 umbenannt. Memmingerberg war damit nun Standort eines Teils des Kampfgeschwaders 51, das später den Traditionsnamen beziehungsweise das Verbandszeichen „Edelweiß“ führte.
Kriegsbetrieb, Schulung und schwere Zerstörungen (1939–1945)
- September 1939: Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Fliegerhorst in die Kriegsorganisation der Luftwaffe eingebunden. Die in Memmingerberg stationierten Teile des Kampfgeschwaders 51 wurden für Einsätze herangezogen und operierten zunehmend von frontnäheren Flugplätzen aus. Memmingerberg verlor dadurch schrittweise seine Funktion als dauerhafter Einsatzplatz eines Bomberverbandes.
- 1940: Das Kampfgeschwader 51 verließ Memmingerberg schließlich weitgehend in Richtung der Einsatzräume. Gleichzeitig wurde der Flugplatz ausgebaut. Zu den bedeutendsten Maßnahmen gehörte der Bau einer rund 1.000 Meter langen Betonstartbahn, wodurch der Platz unabhängiger von den Bodenverhältnissen wurde und auch für schwerere beziehungsweise schnellere Flugzeuge besser geeignet war.
- 26. November 1940: In Memmingerberg wurde der Stab der Zerstörerschule 2 aufgestellt. Der Fliegerhorst wandelte sich damit zu einem wichtigen Schulungsstandort der Luftwaffe. Die Ausbildung konzentrierte sich insbesondere auf Besatzungen schwerer beziehungsweise zweimotoriger Jagdflugzeuge.
- 22. Februar 1941: Die Zerstörerschule 2 wurde weiter ausgebaut. In Memmingen entstand eine zusätzliche Gruppe mit weiteren Staffeln. Der Ausbildungsbetrieb nahm dadurch deutlich an Umfang zu.
- 1941–1942: Memmingerberg blieb vor allem ein Ausbildungs- und Ergänzungsstandort. Gleichzeitig wurde an der Erweiterung der Anlagen gearbeitet. Neben Unterkünften, Werkstätten und technischen Einrichtungen wurde auch die flugbetriebliche Infrastruktur den wachsenden Anforderungen angepasst.
- 1942–1944: Der Flugplatz wurde außerdem für Erprobungen genutzt. Dokumentiert ist unter anderem die Erprobung der Messerschmitt Me 262, die als erstes in Serie gebautes strahlgetriebenes Jagdflugzeug später eine besondere Stellung in der Luftfahrtgeschichte einnahm.
- 20. März 1943: Aus Teilen der bisherigen Zerstörerschulen entstand das Zerstörergeschwader 101. Der Stab sowie die I. Gruppe wurden in Memmingen aufgestellt. Der Verband war kein reguläres Einsatzgeschwader, sondern diente weiterhin der Ausbildung von Besatzungen für schwere Jagd- und Zerstörerflugzeuge.
- Bis Mitte 1944: Trotz seiner militärischen Bedeutung war Memmingerberg lange von größeren alliierten Bombenangriffen verschont geblieben. Dies änderte sich im Sommer 1944 grundlegend, als die alliierten Luftstreitkräfte ihre Angriffe auf deutsche Flugplätze, Flugzeugproduktion und Verkehrsinfrastruktur intensivierten.
- 18. Juli 1944: Der Fliegerhorst Memmingerberg wurde Ziel eines der schwersten Luftangriffe seiner Geschichte. Der Angriff erfolgte in mehreren Wellen mit einer großen Zahl schwerer Bomber. Auf dem Gelände wurden drei Flugzeughallen vollständig zerstört, drei weitere schwer beschädigt. Auch Werkstätten und Unterkunftsbereiche wurden getroffen. Der Angriff forderte 170 Todesopfer und rund 140 Verwundete.
- 20. Juli 1944: Nur zwei Tage später erfolgte ein weiterer Angriff auf Memmingen. Diesmal lagen die Ziele sowohl im Bereich des Bahnhofs und des Memminger Ostens als auch auf dem Fliegerhorst. Auf dem Flugplatz kamen weitere 18 Menschen ums Leben, sieben wurden verwundet. Die ohnehin bereits schwer beschädigte Infrastruktur erlitt weitere Treffer.
- 14. August 1944: Der Fliegerhorst wurde erneut angegriffen, diesmal durch Jagdbomber. Trotz provisorischer Reparaturen konnte die ursprüngliche Leistungsfähigkeit des Standortes nicht mehr vollständig hergestellt werden.
- 9. April 1945: Kurz vor Kriegsende erfolgte ein weiterer schwerer Angriff. Nach den überlieferten Angaben waren daran 96 B-24 Liberator beteiligt. Die verbliebenen Anlagen des Fliegerhorstes wurden erneut schwer getroffen. Zu diesem Zeitpunkt war ein regulärer Flugbetrieb bereits nur noch sehr eingeschränkt möglich.
- 20. April 1945: Bei einem weiteren schweren Luftangriff auf Memmingen war der Fliegerhorst bereits funktionsunfähig. Hauptziel dieses Angriffs war deshalb nicht mehr ein einsatzfähiger Militärflugplatz, sondern insbesondere der Memminger Bahnhof und die Verkehrsinfrastruktur. Große Teile der südlichen Stadt wurden schwer zerstört. Diese Einordnung ist wichtig, da der Angriff vom 20. April teilweise weiterhin als Angriff auf einen aktiven Fliegerhorst dargestellt wird.
- Ende April 1945: Mit dem Einmarsch amerikanischer Truppen endete die Nutzung Memmingerbergs durch die Luftwaffe des Deutschen Reiches. Zurück blieb ein schwer beschädigter Fliegerhorst, dessen Hallen, Betriebsgebäude und flugbetriebliche Infrastruktur teilweise zerstört oder unbrauchbar waren.
Nachkriegszeit und Rückkehr des militärischen Flugbetriebs (1945–1958)
- 1945: Unmittelbar nach Kriegsende verlor das Gelände zunächst seine Funktion als Flugplatz. Teile der vorhandenen Gebäude und Baracken wurden für die Unterbringung von Displaced Persons, ehemaligen Zwangsarbeitern und Flüchtlingen verwendet. Zeitweise lebten mehrere Tausend Menschen auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände.
- 1945–1952: Neben der Unterbringung von Flüchtlingen und Displaced Persons wurden Teile des ehemaligen Fliegerhorstes auch für zivile und gewerbliche Zwecke verwendet. Die militärische Infrastruktur blieb jedoch grundsätzlich vorhanden, wenn auch in teilweise stark beschädigtem Zustand.
- 1952/1953: Für Menschen aus dem Baltikum, die bis dahin unter anderem im ehemaligen DP-Lager auf dem Fliegerhorst Memmingerberg untergebracht gewesen waren, entstand in Memmingen die sogenannte Baltensiedlung. Insgesamt wurden 288 Wohnungen projektiert und innerhalb kurzer Zeit errichtet. Dadurch wurde die Nachkriegsnutzung des ehemaligen Fliegerhorstes als Unterkunft schrittweise beendet.
- 1954: Die amerikanische Besatzungsmacht erklärte das frühere Flugplatzgelände zu einem militärischen Übungsplatz. Damit zeichnete sich ab, dass Memmingerberg erneut für militärische Luftfahrtzwecke vorgesehen war.
- 1955: Start- und Landebahn, Hallen, Betriebsgebäude und weitere Einrichtungen wurden wiederhergestellt beziehungsweise neu aufgebaut. Nach rund zehn Jahren ohne regulären Flugbetrieb entstanden damit die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme einer dauerhaften militärischen Nutzung.
- 10. Juni bis August 1956: Mit der Aufstellung der Flugzeugführerschule „S“ begann ein neues Kapitel. Die Schule war zunächst formal in Uetersen aufgestellt worden, Memmingen war jedoch bereits als endgültiger Standort vorgesehen. Anfang August erfolgte die Verlegung nach Memmingerberg.
- Herbst 1956: Der Ausbildungsflugbetrieb wurde ausgebaut. Die Flugzeugführerschule „S“ diente insbesondere der Ausbildung für Transportflugzeuge und Hubschrauber. Zum eingesetzten Fluggerät gehörten unter anderem Piper L-18, Piaggio P.149, Nord Noratlas sowie verschiedene Hubschraubertypen. Bei Aufbau und Ausbildung unterstützten zunächst auch Angehörige alliierter Luftstreitkräfte.
- 1957: Der militärische Ausbildungsbetrieb war nun fest etabliert. Unter anderem wurde die Bell 47 für die Hubschrauberausbildung eingesetzt. Memmingerberg gehörte damit zu den frühen Ausbildungsstandorten der neu gegründeten Luftwaffe der Bundeswehr.
- 1958: Teile der Flugzeugführerschule wurden an andere Standorte verlegt. Die Transportflugausbildung ging unter anderem nach Wunstorf, andere Ausbildungsbereiche nach Diepholz und Faßberg. Damit wurde Memmingerberg für die Stationierung eines neuen Einsatzverbandes frei.
Jagdbombergeschwader 34 und die F-84F Thunderstreak (1958–1964)
- 29. November 1958: Das Jagdbombergeschwader 34 wurde zunächst in Nörvenich aufgestellt und anschließend nach Faßberg verlegt. Dort erhielt der neue Verband seine ersten Republic F-84F Thunderstreak. Als endgültiger Heimatflugplatz war jedoch Memmingerberg vorgesehen.
- April 1959: Das Jagdbombergeschwader 34 verlegte an seinen endgültigen Standort auf den Fliegerhorst Memmingerberg. Damit begann eine fast 44 Jahre dauernde Verbindung zwischen dem Geschwader und dem Standort.
- 5. Mai 1959: Das Jagdbombergeschwader 34 wurde in Memmingerberg offiziell in Dienst gestellt. Erster Kommodore war Oberstleutnant Carl-Heinz Greve. Die Republic F-84F Thunderstreak bildete zunächst das fliegerische Rückgrat des Verbandes.
- 1. Oktober 1959: Das Geschwader wurde der NATO assigniert und damit fest in die Verteidigungsplanung des westlichen Bündnisses eingebunden. Memmingerberg entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem bedeutenden NATO-Fliegerhorst in Süddeutschland.
- 1959–1963: Der Standort wurde weiter modernisiert und auf die Anforderungen eines permanent einsatzbereiten Jagdbomberverbandes ausgerichtet. Neben den fliegenden Staffeln waren umfangreiche Wartungs-, Versorgungs-, Sicherungs- und Führungseinheiten auf dem Fliegerhorst stationiert.
- 1963: Im Rahmen der nuklearen Teilhabe erhielt Memmingerberg zusätzlich eine amerikanische Munitions-Unterstützungseinheit. Die 7261st Munitions Support Squadron war für die US-amerikanische Verwahrung der für den NATO-Einsatz vorgesehenen Nuklearwaffen zuständig. Damit erhielt der Fliegerhorst neben der konventionellen auch eine nukleare Rolle innerhalb der NATO-Verteidigungsplanung.
Starfighter, NATO und nukleare Rolle (1964–1987)
- 1964: Das Jagdbombergeschwader 34 begann mit der Umrüstung von der F-84F auf die Lockheed F-104G Starfighter. Gleichzeitig wurde der Verband der 1. Luftwaffendivision unterstellt. Mit der F-104 begann die längste zusammenhängende Flugzeugära in der Geschichte des Geschwaders.
- 1964–1970er Jahre: Memmingerberg wurde den Anforderungen des Starfighter-Betriebs entsprechend weiter ausgebaut. Technische Einrichtungen, Schutzbauten, Wartungsbereiche und die Alarmbereitschaft wurden auf die NATO-Aufgaben des Geschwaders ausgerichtet. Die F-104G wurde sowohl für konventionelle Jagdbomberaufgaben als auch im Rahmen der nuklearen Teilhabe eingesetzt.
- 1960er bis 1990er Jahre: Während des Kalten Krieges gehörte die Bereithaltung nuklear bewaffneter Einsatzflugzeuge zur Aufgabenstellung des Standortes. Die Nuklearwaffen blieben dabei unter amerikanischer Kontrolle und wären nur im Rahmen der vereinbarten NATO-Verfahren an die deutschen Einsatzkräfte übergeben worden.
- 26. November 1982: Das Jagdbombergeschwader 34 übernahm offiziell die Tradition des früheren Jagdgeschwaders 54 „Grünherz“. Das Grünherz-Symbol wurde anschließend eng mit dem Erscheinungsbild des Verbandes verbunden.
- Anfang 1983: Auf dem Fliegerhorst nahm die Zentrale Ausbildungseinheit F-104G ihren Flugbetrieb auf. Memmingerberg erhielt damit neben seiner Einsatzfunktion noch einmal eine besondere Bedeutung für den Starfighter-Betrieb der deutschen Luftwaffe.
- 1987: Als letzter Verband der deutschen Luftwaffe begann das Jagdbombergeschwader 34 mit der Umrüstung von der F-104G auf den Panavia Tornado. Damit ging nach mehr als zwei Jahrzehnten die Starfighter-Ära in Memmingerberg zu Ende.
- 23. Oktober 1987: Der Fly-in des ersten Tornados und der Fly-out des Starfighters wurden offiziell begangen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Geschwader insgesamt 242.785 Flugstunden mit der F-104 absolviert.
Tornado-Ära und Ende der nuklearen Stationierung (1987–2000)
- 1987/1988: Nach Abschluss der Umrüstung bildete der Panavia Tornado das neue Einsatzmuster des Jagdbombergeschwaders. Der zweisitzige Schwenkflügler ersetzte die F-104 vollständig und bestimmte den Flugbetrieb in Memmingerberg bis zur Auflösung des Verbandes.
- 21. Dezember 1990: Das Geschwader erhielt eine Ehrenurkunde des NATO-Oberbefehlshabers der alliierten Streitkräfte Europa-Mitte. Damit wurde die Leistung des Verbandes bei einer taktischen Überprüfung gewürdigt, bei der das JaboG 34 für 1988 als bestes Geschwader in Mitteleuropa bewertet worden war.
- 8. Mai 1992: Das Jagdbombergeschwader erhielt offiziell den Beinamen „Allgäu“. Seitdem lautete die vollständige Bezeichnung Jagdbombergeschwader 34 „Allgäu“. Im selben Monat wurde auf dem Fliegerhorst außerdem die Wehrgeschichtliche Lehrsammlung Fliegerhorst Memmingerberg eröffnet.
- 1993: Die amerikanische 7261st Munitions Support Squadron wurde durch die 605th Munitions Support Squadron abgelöst beziehungsweise im Rahmen einer Reorganisation neu bezeichnet. Ihre Aufgabe blieb die amerikanische Verwahrung und technische Betreuung der für die nukleare Rolle vorgesehenen Waffen.
- 1996: Die nukleare Rolle Memmingerbergs wurde beendet. Die in Memmingen gelagerten amerikanischen B61-Waffen wurden abgezogen und die 605th Munitions Support Squadron aufgelöst. Damit endete nach mehr als drei Jahrzehnten die unmittelbare Einbindung des Fliegerhorstes in die nukleare Einsatzbereitschaft der NATO.
- Ende 2000: Im Zuge der sogenannten Luftwaffenstruktur 5 fiel die Entscheidung, das Jagdbombergeschwader 34 aufzulösen. Damit stand erstmals auch die militärische Zukunft des gesamten Fliegerhorstes Memmingerberg grundsätzlich zur Disposition.
Auflösung der Militärbasis und Beginn der Konversion (2001–2004)
- 2001: Die geplante Schließung des Militärflugplatzes wurde im Rahmen der Bundeswehrreform konkret. Für die Region stellte sich damit die Frage, wie das große Gelände mit seiner vorhandenen Start- und Landebahn, den Rollwegen, Hallen und Betriebsflächen nach dem Abzug der Luftwaffe genutzt werden sollte.
- 13. Juni 2002: Noch während der militärische Flugbetrieb lief, gründeten regionale Unternehmer die spätere Allgäu Airport GmbH & Co. KG, um eine zivile Nachnutzung vorzubereiten. Dadurch liefen die letzten Monate des Militärflugplatzes und die Planungen für einen zivilen Flughafen zeitweise parallel.
- 31. Juli 2002: Beim Luftamt Südbayern wurde der Antrag auf eine luftverkehrsrechtliche Änderungsgenehmigung gestellt. Ziel war es, aus dem bestehenden NATO-Militärflugplatz einen zivilen Regionalflughafen zu entwickeln und möglichst viel der vorhandenen Infrastruktur weiterzuverwenden.
- 19. Dezember 2002: Der letzte reguläre Tornado-Flug des Jagdbombergeschwaders 34 von Memmingerberg aus markierte das sichtbare Ende der fliegenden Ära des Verbandes am Standort.
- 31. Dezember 2002: Der Einsatzflugbetrieb des Jagdbombergeschwaders 34 wurde offiziell eingestellt. Damit ist dieses Datum von der späteren formalen Außerdienststellung des Geschwaders und der luftrechtlichen Beendigung des Militärflugplatzes zu unterscheiden.
- 30. Juni 2003: Das Jagdbombergeschwader 34 „Allgäu“ wurde endgültig außer Dienst gestellt. Nach fast 44 Jahren endete damit die Geschichte des Verbandes in Memmingerberg. 2003: Mit dem Abzug der Luftwaffe begann die eigentliche Übergangsphase. In den luftrechtlichen Unterlagen wird der
- 30. Juli 2003 als Zeitpunkt der Einstellung des militärischen Flugbetriebs geführt. Die unterschiedlichen Daten 31. Dezember 2002, 30. Juni 2003 und 30. Juli 2003 bezeichnen somit verschiedene Schritte derselben Auflösung: Ende des Einsatzflugbetriebs, Außerdienststellung des Geschwaders und formales Ende des militärischen Flugbetriebs.
- 9. Juli 2004: Die entscheidende luftverkehrsrechtliche Änderungsgenehmigung wurde erteilt. Sie gestattete der Betreibergesellschaft, den ehemaligen NATO-Militärflugplatz als zivilen Regionalflughafen weiterzuführen. Dieses Datum ist das maßgebliche Genehmigungsdatum für die zivile Konversion.
- 20. Juli 2004: Mit Ablauf dieses Tages wurde das Gelände offiziell aus der militärischen Trägerschaft entlassen und der Rechtsstatus als Militärflugplatz beendet. Deshalb findet sich in älteren Darstellungen häufig der 20. Juli 2004 als Datum der „Zulassung“ des Allgäu Airports. Genau genommen war die zivile Änderungsgenehmigung bereits am 9. Juli erteilt worden; am 20. Juli endete der militärische Status.
- 5. August 2004: Der zivile Flugbetrieb wurde zunächst nach Sichtflugregeln aufgenommen. Regelmäßiger Linien- oder Charterverkehr existierte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht.
Die schwierige zivile Anlaufphase (2004–2006)
- 2004/2005: In der Anfangsphase bestand der Verkehr überwiegend aus Allgemeiner Luftfahrt und einzelnen Sonderflügen. Die vorhandene militärische Infrastruktur musste schrittweise auf die vollkommen anderen Anforderungen eines zivilen Passagierflughafens umgebaut werden.
- 2005: Geplante tägliche Bedarfsflüge zur Hannover Messe erwiesen sich mangels ausreichender Nachfrage als nicht tragfähig und wurden wieder abgesagt. Die ersten Jahre zeigten damit deutlich, dass die zivile Zukunft des Standortes keineswegs von Anfang an gesichert war.
- 18. September 2005: Die Finanzierung des neuen Flughafens war auch politisch umstritten. Während sich die Bürger der Stadt Memmingen für eine finanzielle Unterstützung aussprachen, wurde eine Beteiligung des Landkreises Unterallgäu in einem Bürgerentscheid abgelehnt.
- 15. Dezember 2005: Nach mehrjährigen Verhandlungen wurde der Verkauf des Flughafengeländes durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben abgeschlossen. Dadurch erhielt die zivile Entwicklung des Standortes eine wichtige langfristige Grundlage.
- 2006: Dauair plante Linienverbindungen von Memmingen nach Dortmund und Rostock. Die Flüge kamen aufgrund der Insolvenz der Fluggesellschaft jedoch nicht zustande. Im Herbst führte die Luftfahrtgesellschaft Walter für kurze Zeit Bedarfsflüge zwischen Memmingen und Dortmund durch. Das Passagieraufkommen blieb während dieser rund zweimonatigen Phase mit etwa 100 Fluggästen äußerst gering.
- 2006: Gleichzeitig begannen umfangreichere Baumaßnahmen für den geplanten regelmäßigen Passagierverkehr. Eine ehemalige Wartungshalle des Fliegerhorstes, die sogenannte Picasso-Halle, wurde zum Passagierterminal umgebaut. Hinzu kamen technische Anlagen, Abfertigungsbereiche, Parkflächen sowie Verwaltungs- und Serviceeinrichtungen.
Beginn des regelmäßigen Linienverkehrs (2007–2010)
- 28. Juni 2007: Mit TUIfly begann der regelmäßige Passagier- und Linienflugbetrieb in Memmingen. Dieses Datum gilt deshalb als eigentlicher Beginn des heutigen Verkehrsflughafens. Angeboten wurden sowohl innerdeutsche Verbindungen als auch Flüge zu europäischen Urlaubsregionen. Der erste Linienflug führte nach Berlin.
- 21. Oktober 2007: Bereits knapp vier Monate nach Aufnahme des regelmäßigen Passagierverkehrs wurde der 100.000. Fluggast gezählt. Damit zeigte sich erstmals, dass das neue zivile Airport-Konzept eine größere Nachfrage erreichen konnte.
- 13. Dezember 2007: Das Bundesverwaltungsgericht wies die noch anhängigen Klagen gegen die Änderungsgenehmigung im Ergebnis zurück. Damit erhielt die zivile Nutzung auch nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen eine wesentlich größere Planungssicherheit.
- September 2008: Der Flughafen begrüßte bereits seinen 500.000. Passagier seit Aufnahme des regelmäßigen Verkehrs. Die anfänglichen Zweifel an einer ausreichenden Nachfrage konnten damit zunehmend entkräftet werden.
- 25. September 2008: Der Flugplatz wurde formal in Flughafen Memmingen beziehungsweise Verkehrsflughafen Memmingen umbenannt. Die Bezeichnung Allgäu Airport blieb parallel dazu als Marke erhalten und wird bis heute verwendet.
- 29. April 2009: Erstmals startete eine Maschine von Ryanair am Allgäu Airport. Der Einstieg der irischen Low-Cost-Airline sollte für die weitere Entwicklung Memmingens von entscheidender Bedeutung werden.
- 29. Mai 2009: Mit der Eröffnung des neuen Gate 4 wurden die Abfertigungskapazitäten erweitert. Das ehemalige Militärgelände wurde damit Schritt für Schritt stärker an die Bedürfnisse eines wachsenden Passagierflughafens angepasst.
- 7. August 2009: Mit Wizz Air nahm eine weitere für die spätere Entwicklung wichtige Low-Cost-Fluggesellschaft den Betrieb in Memmingen auf. Vor allem Verbindungen nach Mittel-, Ost- und Südosteuropa wurden in den folgenden Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil des Streckennetzes.
- 2010: Der Passagierverkehr wuchs auf rund 912.000 Fluggäste. Damit hatte sich das Verkehrsaufkommen gegenüber den nur rund 4.700 Passagieren des Jahres 2005 innerhalb weniger Jahre grundlegend verändert.
- 21. Mai 2010: Die Gates 5 und 6 im ersten Obergeschoss des Terminals wurden eröffnet. Zusätzlich entstand ein neuer Ankunftsbereich. Die Terminalkapazitäten wurden damit an den stark gewachsenen Verkehr angepasst.
Ausbauplanung und Konsolidierung (2011–2016)
- 2011: Der Flughafen beantragte ein umfangreiches Planfeststellungsverfahren für seine weitere Entwicklung. Vorgesehen waren unter anderem eine Verbreiterung der Start- und Landebahn, optimierte Rollwege, zusätzliche Flugzeugabstellflächen, Terminal- und Parkplatz-Erweiterungen, Verbesserungen am Instrumentenlandesystem sowie angepasste Betriebszeiten. Das Investitionsvolumen wurde zunächst mit rund 15 Millionen Euro angesetzt.
- 28. Juni 2012: Der Airport feierte gleichzeitig zehn Jahre Betreibergesellschaft und fünf Jahre regelmäßigen Linienverkehr. Seit dem Linienstart waren inzwischen rund 3,5 Millionen Passagiere gezählt worden.
- Januar 2013: Der insgesamt viermillionste Passagier wurde begrüßt. Memmingen hatte sich damit endgültig von einem kleinen Konversionsprojekt zu einem etablierten Regionalflughafen entwickelt.
- März 2013: Das Luftamt Südbayern erließ den Planfeststellungsbeschluss für den weiteren Flughafenausbau. Damit erhielten die langfristig geplanten Infrastrukturmaßnahmen ihre rechtliche Grundlage.
- Dezember 2013: Germanwings nahm Verbindungen von Memmingen nach Hamburg und Berlin auf. Es handelte sich um die ersten Linienverbindungen einer Fluggesellschaft aus dem Lufthansa-Konzern ab Memmingen.
- Juni 2014: Der fünfmillionste Passagier wurde abgefertigt. Damit hatte sich das kumulierte Passagieraufkommen innerhalb von nur sieben Jahren nach Beginn des Linienverkehrs auf mehrere Millionen erhöht.
- 14. Juli 2015: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Klagen gegen die geplante Erweiterung des Flughafens ab. Damit konnten die Ausbauplanungen fortgeführt und unter anderem die im Planfeststellungsbeschluss vorgesehenen erweiterten Betriebszeiten umgesetzt werden.
- November 2015: Bürgerentscheide in Memmingen und im Landkreis Unterallgäu über den Erwerb von Flächen des ehemaligen Fliegerhorstgeländes gingen zugunsten des Flughafens aus. Damit wurde eine weitere Grundlage für die langfristige räumliche Entwicklung geschaffen.
- 2016: Die jährliche Passagierzahl näherte sich erneut der Millionengrenze. Nach Jahren mit Wachstum, Rückgängen und Konsolidierung stand der Flughafen nun unmittelbar vor einer neuen Expansionsphase, die vor allem durch eine stärkere Präsenz von Ryanair geprägt werden sollte.
Ryanair-Basis und großer Infrastrukturausbau (2017–2019)
- 2017: Die neu strukturierte Flughafen Memmingen GmbH übernahm das operative Geschäft von der Allgäu Airport GmbH & Co. KG. Damit wurde auch die Unternehmensstruktur des Flughafens an seine inzwischen deutlich gewachsene Bedeutung angepasst.
- März 2017: Ryanair kündigte die Einrichtung einer eigenen Basis in Memmingen an. Zum Beginn des Winterflugplans im Oktober wurde erstmals dauerhaft ein Ryanair-Flugzeug am Standort stationiert. Aus einem reinen Ziel- und Abflugort wurde Memmingen damit auch eine operative Basis der Fluggesellschaft.
- 28. Juni 2017: Der Flughafen feierte zehn Jahre regelmäßigen Passagierverkehr. Was 2007 mit vergleichsweise wenigen Verbindungen begonnen hatte, war inzwischen zu einem dauerhaft etablierten Verkehrsflughafen geworden.
- 31. Dezember 2017: Mit insgesamt 1.179.875 Passagieren wurde erstmals innerhalb eines Kalenderjahres die Millionengrenze überschritten.
- 5. Oktober 2018: Mit dem offiziellen Spatenstich begann eine neue Phase des Flughafenausbaus. Ziel war es, die Infrastruktur dauerhaft an das inzwischen erheblich gestiegene Passagier- und Flugaufkommen anzupassen.
- 6. Dezember 2018: Der insgesamt zehnmillionste Passagier seit Beginn des Linienbetriebs wurde gezählt. Gleichzeitig kündigte Ryanair für das Frühjahr 2019 die Stationierung eines zweiten Flugzeugs in Memmingen an.
- 2018: Insgesamt wurden 1.492.553 Passagiere gezählt. Damit lag das Jahresergebnis nochmals deutlich über dem bisherigen Rekord von 2017.
- 17.–30. September 2019: Für eine grundlegende Sanierung der Start- und Landebahn wurde der gesamte Flugbetrieb für zwei Wochen eingestellt. Die Piste wurde von 30 auf 45 Meter verbreitert, erhielt eine neue LED-Befeuerung und wurde technisch modernisiert.
- 1. Oktober 2019: Nach planmäßigem Abschluss der Arbeiten wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Die Verbreiterung der Start- und Landebahn beseitigte eine der baulichen Besonderheiten, die noch aus der früheren Nutzung des Standortes stammten, und schuf bessere Voraussetzungen für den modernen Verkehrsflugbetrieb.
Pandemie, weiterer Ausbau und Rückkehr zum Wachstum (2020–2022)
- 2020: Die COVID-19-Pandemie unterbrach die zuvor starke Wachstumsphase abrupt. Wie an nahezu allen europäischen Flughäfen brach das Passagieraufkommen durch Reisebeschränkungen und die zeitweise Einstellung zahlreicher Flugverbindungen erheblich ein.
- Mai 2020: Unabhängig von der Pandemie wurde gegenüber dem Terminal auf dem Parkplatz P1 ein neues Mietwagen- und Reisecenter eröffnet. Der dadurch frei werdende Bereich im Terminal konnte anschließend für die Passagierabfertigung genutzt werden.
- 2020–2021: Trotz der eingeschränkten Verkehrslage setzte der Flughafen verschiedene Ausbauprojekte fort. Die Pandemiephase wurde damit teilweise genutzt, um Kapazitäten für das erwartete Wiedererstarken des Verkehrs zu schaffen.
- 5. Oktober 2021: Eine neue Gepäck- und Ankunftshalle wurde eröffnet. Das Gebäude umfasst rund 2.300 Quadratmeter Nutzfläche und war in etwa 19 Monaten errichtet worden. Der bisherige Ankunftsbereich konnte anschließend zu einem weiteren Gate umgebaut werden.
- 2022: Nach dem Ende der schwersten Corona-Einschränkungen erholte sich der Verkehr außergewöhnlich schnell. Mit 1.991.654 Passagieren stellte der Flughafen bereits einen neuen historischen Jahresrekord auf und übertraf damit das Niveau vor der Pandemie.
Starkes Wachstum und nächste Ausbaustufe (2023–2026)
- 2023: Der Flughafen verzeichnete mehr als 2,82 Millionen Passagiere. Das entsprach einem Wachstum von rund 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angesichts dieser Entwicklung wurden weitere Planungen zur Erweiterung des Terminals und zur Modernisierung der betrieblichen Strukturen eingeleitet.
- 2024: Mit rund 3,24 Millionen Passagieren wurde erneut ein Jahresrekord erreicht. Gegenüber 2023 bedeutete dies ein Wachstum von 14,8 Prozent. Gleichzeitig wurden mehr als 31.000 Flugbewegungen registriert. Memmingen hatte damit eine Größenordnung erreicht, die weit über die ursprüngliche Rolle eines kleinen Regionalflughafens hinausging.
- 2024/2025: Auf der Nordwestseite der Start- und Landebahn wurde ein neuer Rollweg zum Vorfeld 2 fertiggestellt. Diese Maßnahme verbessert die betriebliche Erschließung der Abstellflächen und schafft eine technische Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Allwetterflugbetriebs.
- März 2025: Eine weitere große Ausbaustufe des Passagierterminals begann. Auf einer zweiten Ebene wurden zusätzliche Gates und Warteräume vorgesehen. Gleichzeitig sollen Ankunft und Abflug räumlich stärker voneinander getrennt werden, um die Passagierströme zu entzerren. Allein für diesen Teil des Terminalausbaus wurden rund drei Millionen Euro eingeplant.
- 2025: Neben dem Terminalausbau wurden weitere Maßnahmen an Vorfeldern, Rollwegen und Sicherheitseinrichtungen vorangetrieben. Hinzu kamen Planungen für zusätzliche Parkkapazitäten und ein Parkhaus für bis zu 1.800 Fahrzeuge sowie Projekte im Bereich nachhaltiger Energieversorgung.
- 31. Dezember 2025: Mit exakt 3.698.900 Passagieren erreichte der Flughafen einen weiteren Rekord. Gegenüber 2024 bedeutete dies ein Plus von 14,09 Prozent. Gleichzeitig wurden 35.546 Flugbewegungen registriert, 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb von nur drei Jahren war das Jahrespassagieraufkommen damit von knapp zwei auf fast 3,7 Millionen gestiegen.
- 2026: Nach den außergewöhnlich hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre liegt der Schwerpunkt zunehmend auf Konsolidierung, Digitalisierung und dem weiteren Ausbau der Infrastruktur. Für 2026 plant der Flughafen mit einem moderateren Passagierwachstum von rund fünf Prozent, während gleichzeitig Terminal, Betriebsflächen und technische Infrastruktur weiter an das gestiegene Verkehrsaufkommen angepasst werden.
INFORMATIONEN
SPOTTER SERVICE
FMM IN DEN SOZIALEN MEDIEN
Flight Radar
Static Airframes
- DD+320 (DD+113) / Republic F-84F Thunderstreak / cn ??? / West German Air Force / Gate Guard / (Fake Reg)
- 20+98 (20+05) / Fiat F-104G Starfighter / cn 6619 / West German Air Force / (Fake Reg)
- 23+80 (206) / Mikoyan Gurevich MiG-21 UM / cn 04695163 / German Air Force / (East German Air Force Reg)
- 24+17 (23+34) / Fokker F-104G Starfighter / cn 8158 / West German Air Force / Gate Guard / (Fake Reg)
- 24+66 / Fokker F-104G Starfighter / cn 8215 / West German Air Force / only cockpit section
- 27+26 / Lockheed TF-104G Starfighter / cn 583D-5727 / West German Air Force / only cockpit section
- 44+56 / Panavia Tornado IDS / cn GS113 / German Air Force
- 99+04 / Fiat G.91 R-3 / cn D343 / West German Air Force
- HB-ISB / Douglas DC-3 / cn 4667 / Classic Air
- I-ACLH / Dornier Do 328 Jet 300 / cn 3152 / ItAli Airlines / Fire Department Trainer
















